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„House of One“: Grundstein gelegt

In Berlin entsteht ein weltweit einzigartiges Gottes- und Begegnungshaus für Christen, Juden und Muslime. Am Donnerstag wurde der Grundstein gelegt.
Von Martin Schlorke
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House of One Grundsteinlegung Foto: PRO/Martin Schlorke
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Rabbiner Andreas Nachama, Pfarrer Georg Hoberg, Imam Kadir Sanci und Berlins Bürgermeister Michael Müller bei der Grundsteinlegung (v.l.n.r.)

Im „House of One“ in Berlin sollen ab 2024/2025 eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee Platz finden. Am Donnerstag wurde der Grundstein für das Mehr-Religionen-Haus gelegt. Das Projekt ist weltweit einmalig und soll ein zentraler Anlaufpunkt für den multireligiösen Dialog der drei abrahamitischen Weltreligionen sein. Der offizielle Baubeginn ist für den Herbst geplant.

Im Rahmen der feierlichen Grundsteinlegung sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), dass das „House of One“ einen hohen theologischen Anspruch habe. Es wolle Begegnung auf engstem Raum und im gegenseitigen Respekt schaffen, ohne den Anspruch zu erheben, eine der drei Religionen in Gänze zu repräsentieren. Schäuble betonte weiterhin die religiöse Vielfalt im „House of One“: „Unterschiede sollen sichtbar und verständlich gemacht werden.“ Diese Unterschiede seien es jedoch, die das Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft schwierig machten. Deswegen brauche es mehr Austausch, Dialog und Aufklärung. Das „House of One“ sei so ein Ort der „Toleranz und Offenheit“, an dem sich Spiritualität und Vernunft begegneten.

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sieht in dem „einmaligen Haus“ viele Herausforderungen, „aber auch Chancen für unsere Gesellschaft“.  „Zuhören und Verstehen-Wollen“ seien Schlüssel zur Toleranz.

Großteil der Kosten bereits gedeckt

Bereits am Mittwoch, im Rahmen einer Pressekonferenz, sagte Rabbiner Andreas Nachama: „Wir bauen das Haus, um ein Zeichen zu setzen.“ Der Imam Kadir Sanci bezeichnete das „House of One“ als einen „symbolträchtigen Ort“. Von ihm solle Frieden und Sicherheit nach außen strahlen. Pfarrer Georg Hoberg machte deutlich, dass das gegenseitige Vertrauen die Grundlage des Projektes sei. Die drei religiösen Repräsentanten sind federführend für das Projekt. Sie haben es bereits vor zehn Jahren ins Leben gerufen. Die Kosten für das Drei-Religionen-Haus belaufen sich auf 47,3 Millionen Euro. Der Bund trägt 20 Millionen Euro, weitere zehn Millionen übernimmt das Land Berlin. Durch Spenden sei zudem bereits ein Großteil der Kosten abgedeckt. Aktuellen fehlen noch knapp acht Millionen Euro.

Zu den weiteren Teilnehmern vor Ort zählten der Rektor des Abraham Geiger Kollegs in Potsdam, Rabbiner Walter Homolka, und der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein.

Das „House of One“ ist nicht unumstritten. Kritik gibt es unter anderem daran, dass der muslimische Träger, das Forum für interkulturellen Dialog, der Bewegung des in den USA lebenden Islam-Predigers Fethullah Gülen nahe steht. Diese wird in der Türkei als Terrororganisation eingestuft: Präsident Recep Tayyip Erdoğan macht seinen früheren Verbündeten Gülen für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich, was dieser zurückweist. Zudem fürchten manche Kritiker eine Vermischung der Religionen.

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44 Antworten

  1. Begegnungsstätte oder Gotteshaus?
    Nichts gegen eine Begegnungsstätte.

    Allein aber die Bezeichnung “House of One”, also die Behauptung alle diese drei Religionen würden denselben Gott anbeten, lässt sich aus keiner der drei Religionen theologisch vernünftig begründen; allein wenn man daran denkt, wie Jesus Christus jeweils im Christentum, Islam bzw. Judentum verstanden wird.

    So ist die im “House of One” praktizierte Religion nichts anderes als Synkretismus, nicht anderes als eine Irrlehre.

  2. Im Islam gilt Jesus als Prophet. Für Christen ist er der Sohn Gottes. Wie soll da eine Verständigung möglich sein, wenn nicht einer nachgibt? Und wäre es nicht sinnvoll auch die Buddhisten mit einzuspannen? ‘One’ könnte dann ja auch als ‘eine spirituelle Menschheit’ interpretiert werden. Bin mal gespannt, wie das in einem Jahr ausschaut und ob die Instrumentalisierung für die jeweils eigene Sicht vermieden wird.

  3. Dieses ” House of One” ist völlig überflüssig, es suggeriert uns Christen ein, dass wir alle den gleichen Gott anbieten.
    Doch wo hat der Sohn Gottes, als unser Erlöser, Jesus Christus da seine Bedeutung?
    Wenn es das Haus des “Einen” ist, dann kommt allein schon in dieser Bezeichnung Jesus Christus, in dem sich Gott uns Menschen als den Retter, der sich als den Weg, die Wahrheit und dasLeben bezeichnet, überhaupt nicht vor!
    Somit können wir uns Christen dieser Gleichmacherei Gottes auf keinen Fall anschließen!

  4. Ein “House of One” in dem verschiedene Religionen “den einen Gott” anbeten??? Was für ein Irrtum!
    Der eine Gott der Juden und der Christen hat die, durch Adam und Eva gefallene Menschheit vom Götzendienst in seine Wahrheit gerufen und mit Noah und Abraham begonnen. Er hat die Menschen nicht nur erschaffen, sondern so sehr geliebt, dass er sich selbst erniedrigt hat und uns gleich geworden ist, ja sogar für uns gestorben und auferstanden ist, um uns von unserer Schuld zu erlösen, wie es in der Bibel zu lesen ist. Jesus Christus ist Gottes Sohn und unser Retter und Heiland.
    Das jüdische Volk wird das erst in Zukunft erkennen, ist dort auch zu lesen.
    Der Gott des Islam kann niemals der Gott der Bibel sein. Wer den Koran mit der Bibel vergleicht, wird das bestätigen.
    Im Koran des Islam ist zu lesen, dass Allah den Gedanken verabscheut , dass Gott Mensch wird und Kinder hat. Der Islam sieht Jesus genau so als Propheten wie Mohamed. Aber niemals als menschgewordenen Gott!
    Auch wenn ich meine muslimischen, buddhistischen oder sonst andersgläubigen Mitmenschen und Freunde achte und schätze, ist es eine Tatsache, dass sie in einem völlig anderen Glauben leben als ein wiedergeborener Christ und Kind des einen Gottes, von dem wir in der Bibel lesen.
    Ich bete, dass die Kriege aufhören, Versöhnung geschieht und wir in Frieden miteinander und nebeneinander leben können.
    Wir können jedoch niemals den gleichen Gott anbeten, das ist falsch und eine Irrlehre!

    1. Alle fünf obigen Kommentare entsprechen der Wahrheit in JESUS CHRISTUS.
      1. Die Juden sind noch gar keine abgeschlossene Religion, denn sie warten noch auf den ihnen verkündeten Messias. In so fern ist das Judentum noch gar nicht vollendet. Das heißt aber nicht, dass wir Christen nicht doch dringend den Dialog mit dem Judentum benötigen. Außerdem muss endlich einmal genau geklärt werden, warum sich das Judentum als das einzige von GOTT auserwählte Volk definiert. Warum und wozu hat GOTT die Juden auserwählt? Hier ist Klärungsbedarf in der gesamten interreligiösen Debatte.

      2. Der Islam ist nach meiner Einsicht als Ergebnis der Spaltung zwischen Juden und Christen entstanden und eigentlich eine Mixtur von jüdischem und scheinbar christlichem… aber real eine “Religion” die bisher weltweit niemals aus der Spirale der Gewalt herausgefunden hat. Sind die äußeren Umstände halbwegs gewaltfrei, können Moslems halbwegs friedfertig leben. Aber sobald es eine Bedrohung gibt, wird mit massiver Gewalt geantwortet. Gewalt gehört zur Grundkonzeption des Islam. Leider!

      3. Christen haben weder den Anschluss ans Judentum vollzogen, noch sind sie untereinander EINS… wie JESUS selbst den Christen aufgetragen hat, damit die Welt (der Nichtchristen) glauben kann, dass ER die Menschen erlöst hat. http://www.tlig.org kann sehr helfen, diese Einheit unter Christen endlich her zu stellen. Die Orthodoxe und die kath. u. evangelische Kirche haben sogar immer noch verschiedene Osterdaten. Einfach nur irre und so verletzend für JESUS selbst.

      Wozu also kann ein House of one dann dienen? Da sind nicht einmal die ganz grundsätzlichen Fragen klar auf dem Tisch. Ich gehe davon aus, dass dort sehr clevere Akteure “unterwegs” sind, die sich mit viel Geld von Staat und Land Berlin auf den Weg gemacht haben, um Karriere zu machen. Scheint zu gelingen. Was aber haben die Menschen davon, die rund um die Erde von gewalttätigen Moslems bedroht und gar getötet werden? Was haben Moslems davon untereinander, wenn sie Kriege anzetteln, wie in Syrien und im Irak. Gar nichts! Diese Menschen sind offenbar nicht Zielgruppe des “House of one”. Deshalb betrachte ich dieses Projekt als massive Geldverschwendung und fernab jeder Realität. Aber so etwas kommt bei denen gut an, die Dialoge in gut klimatisierten, elitären Räumlichkeiten schätzen. Schade um das Geld! Traurig für den einzig WAHREN GOTT und VATER der Menschen, ER wird betrogen!

  5. Götzentempel wäre der passende Name.
    Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen
    1. Tim. 4,1
    Laßt uns treu im Gebet und im Werk des HERRN sein.
    Jesus Christus ist der Sieger !

  6. Ich kann mich nur den Äußerungen der bisherigen Kommentare anschließen.
    Begegnungen haben, miteinander Reden ist sehr sehr wichtig. Kein Zweifel.
    Aber dieses Hause, in dem 3 Religionen untergebracht werden sollen, suggeriert völlig Falsches!
    Jesus Christus ist der Sohn Gottes und ER ist gekommen, gestorben und auferstanden für alle
    Menschen die ihn Herr sein lassen, die in eine Beziehung zu ihm kommen.
    Im Islam hat Allah keinen Sohn, im Gegenteil, das ist hier Gotteslästerung.
    Niemand kommt zum Vater, denn durch mich sagt Jesus, der Herr. Wo bleibt dann
    in diesem “House of One” der Auftrag Jesus an seine Gemeinde, an uns alle?
    Der Auftrag “Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters,
    des Sohnes und des Heiligen Geistes”. Wie soll dieser Auftrag getan werden in einem solchen
    Haus?? Wenn suggiert wird schon durch den Namen, es gibt nur einen Gott für alle 3 Religionen …
    Es ist so traurig und man könnte manchmal verzweifeln, wenn die “Hirten” der Kirchen, wenn Rabbis
    usw. soweit sich entfernen, so blind sind …
    Aber Gott baut seine Gemeinde durch alle dieser Verwirrungen hindurch – daran wollen wir festhalten
    und IHM vertrauen und IHM allein die Ehre geben!
    Aber die Menschen, die soweit weg sind von Gott u.a.m. haben wir trotzdem zu achten und – ja eigentlich auch zu lieben. Dazu brauchen wir die Hilfe des Gottes Israels, der Bibel!

  7. Wieder eine Verschwendung von Steuergeldern für eine völlig unsinnige humanistische Aktion. Das können nur die Angehörigen der 3 Religionen befürworten, die keinen fundierten Glauben an ihre eigene Religion haben. Dort entsteht nichts anderes als ein Tempel zur Götzenanbetung.

  8. Es gibt nur einen Grund der gelegt ist: Jesus Christus. Und mit Jesus Christus ist gemeint, dass ER der einige Weg zur Erlösung ist. Ein “netter” Irrweg, den die christlichen Kirchen da einschlagen

  9. Wenn wir mal für einen Moment unsere Ängste beiseite lassen und versuchen, uns nicht durch den “sonderbaren” Namen in unserer theologischen Überzeugung angegriffen zu führen, dann könnten viele schöne Dinge geschehen:
    – Ich nehme wahr, dass wir alle auf diesem EINEN Planeten leben.
    – Ich bemerke, mein Gegenüber ist in erster Linie Mensch des EINEN Schöpfers – unabhängig von seinem (und meinem) Glauben.
    – Ich als Individuum habe doch auch eine sehr beschränkte (theologische) Sicht. Warum muss ich meinen Horizont unbedingt über den der anderen erheben?

    Ich wünschte mir gerade bei uns Christen mehr Demut in Anbetracht unserer eigenen Glaubensüberzeugungen. Nicht falsch verstehen: jeder darf und soll seine Überzeugungen haben und darf dafür auch werben. Und bitte gern auch streiten und um tiefere Erkenntnis ringen. Aber bitte ohne diesen unfehlbaren Absolutheitsanspruch!

    Denn alle Erkenntnis ist Stückwerk. Mein Glaube ist nicht der gleiche wie vor 10 Jahren. Und wird in 10 Jahren auch ein anderer Sein. Da ist für manche alte Überzeugung auch der Begriff “Irrlehre” angebracht.

    Wenn mir das klar ist, wie kann ich mich dann heute hinstellen und mit aller Entschiedenheit behaupten, jede andere Überzeugung ist eine “Irrlehre”?

    1. Pardon, Sie sagen, “aber bitte ohne diesen unfehlbaren Ansolutheitsanspruch und jede anderen Überzeugung ist eine Irrlehre”. Da Sie schreiben, “bei uns Christen …” nehme ich an, dass Sie auch Christ sind.
      Dann kennen Sie sicher Apg. 4, 12 Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen”., oder wie Luther sagt “in dem wir selig werden” oder Johannes 4,22 “Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir aber wissen, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden”.
      Also der Absolutheitsanspruch wie Sie sagen, kommt von Gott , von Jesus selbst, Und wenn ich Gott , Jesus ernst nehme, kann ich diese Worte – und es gibt noch viele mehr – nicht einfach auf die Seite tun.
      Sie haben aber recht, jeder kann seine eigene Überzeugung haben. Keiner, auch Gott nicht, zwingt ihn, diesen Schöpfer der Welt und der Menschen in seinem Leben anzunehmen und IHN allein Herr sein zu lassen. Obwohl ER extra seinen eigenen Sohn hat für diese Menschen sterben und auferstehen lassen!
      Keiner wird gezwungen, Gott/Jesus hat dem Menschen die freie Entscheidung gelassen. Auch wenn es traurig ist, dass es sein kann, dass der Mensch dann – wie Gott in seinem Wort sagt – verloren geht.
      Denn – so wie Eltern sich von Herzen wünschen, dass Ihre Kinder einen guten Weg gehen – so wünscht sich dies auch unser Gott für seine Menschen und dieser Gott ist nun einmal der, der sagt “In keinem anderen ist das Heil …” Wir sollten uns vielleicht fragen, warum tun wir uns so schwer damit, dies anzunehmen …

  10. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die absolut Rechtgläubigen zu defintiven Urteilen kommen: Irrlehre, Synkretismus usw. usf. Ich bin mir sicher keiner der Kommentatoren hat die Charta des “House of ONE” gelesen.
    https://house-of-one.org/sites/default/files/downloads/houseofonechartadt.pdf?t=1BfFc5
    Bevor man zu derartig weitreichendenden Urteilen kommt, sollte man ein Mindestmaß an Informiertheit mitbringen. Das wäre ein Gebot minimalen Anstandes.
    Aber vom Richten und Falsch-Zeugnis-Reden steht offensichtlich nichts in deren Bibel!

    1. Danke für das Informationsangebot der Charta. Wer sie liest kommt zum Ergebnis das sie nicht auf dem Fundament der Bibel steht. Der Gott der Bibel und der Gott des Islam haben nichts gemein. Wer von daher das House of One befürwortet betreibt Götzendienst und verletzt in elementarer Weise das 1. Gebot.
      Gott lässt sich nicht spotten.
      Hier geht es nicht um Richten oder Verurteilen, nicht mal um Rechthaben hier geht es um das persönliche Prüfen ob ich dem Wort der Bibel uneingeschränkt glaube oder ob ich mir ein eigenes Denkmuster verordne das ich ständig verteidigen muß. Leider muß man feststellen das sich die Kirche in der Geschichte bis zur Gegenwart eher zur Welt (Zeitgeist) gestellt hat als zur Lehre der Bibel.

      1. Wie kommen Sie bloß zu dem Urteil “Götzendienst”. In der Charta ist davon die Rede, dass es darum gehe auch die Unterschiede in Respekt wahrzunehmen und trotzdem voneinander und miteinander zu lernen. Das ist architektonisch derart repräsentiert, dass jede Religion ihren eigenen Gottesdienstraum für sich hat und dass es einen gemeinsamen Raum gibt, in dem man sich informell (also lehrend und nicht gottesdienstlich) miteinander befassen kann.
        Ich denke, Ihre wirklich unbegründeten Urteile fußen darauf, dass Sie die Bibel zu einem primitiven und doktrinären Lehrbuch machen. Um auf der richtigen Seite zu stehen, muss man bestimmte feste Sätze für wahr halten und ein bestimmtes Bibelverständnis teilen usw. usf.
        Mit Verlaub: dieser hartherzige und geistlose Fundamentalismus, den Sie immer wieder als einzig seligmachend propagieren, verdunkelt das Evangelium. Oder mit Luther: Sie machen aus dem Evangelium ein (bibelfundamentalistisches) Gesetz.

        1. Zum letzten Satz: Bitte kennzeichnen Sie eigene Hinzufügungen klar und deutlich!
          Das ist ansonsten unredlich.
          Abgesehen davon ist es grotesk, wie gerade Sie Luther für Ihre theologischen Ansichten missbrauchen.

          1. Sie behaupten einmal mehr ohne jeden Beleg! Entweder das ist eine billige Masche oder Sie verstehen es nicht besser! SINNLOS!

          2. P.S. Ich habe mich lutherischer Kategorien bedient und ihn nicht wörtlich zitiert. Ergo: worin besteht die Unredlichkeit, wenn ich durch diese Formulierung postuliere, der Bibelfundamentalismus macht aus der Haltung zu Bibel eine gesetzliche Position? Aber es ist wirklich SINNLOS mit Ihnen zu diskutieren, Sie verweigern bzw. verbiegen konsequent jedes Argument!

    2. Ich möchte hier nur kurz sagen, nein diese Charta hatte ich ausnahmweise noch nicht gelesen, daher danke dass Sie den Link reingegeben haben. Werde die Charta gerne durchlesen. Aber sonst sehen Sie ggfs. meine Antwort auf den Kommentar von Sebastian K. Ich sehe mich auch als Rechtgläubige, sondern als Mensch, der Zu diesem Gott, zu Christ us gefunden hat und darüber froh und dankbar ist . Und gerne achte ich den Menschen, der nicht an diesen Jesus glaubt, auch wenn ich mir wünschen würde, dass der Mensch diesenHerrn erkennt und annimmt. Doch mehr nicht mehr; zu viel reden ändert auch nichts an der Sache.

  11. P.S. Und bevor jetzt vorgeschobene Ausweichmanöver kommen, dass es doch auch Kritik gab, besonders an den muslimischen Partnern (FID, Gülen-Bewegung) und einer zeitweisen Förderung aus Quatar… ja die gibt es und gab es …. und das ist auch gut so…
    Vgl. https://www.deutschlandfunk.de/house-of-one-in-berlin-synagoge-moschee-und-kirche-in-einem.1773.de.html?dram:article_id=497868
    Aber das ist ein ganz anderes Feld als die obenstehenden unanständigen Urteile!

  12. Weltweit einzigartig? In der Schweizer Hauptstadt Bern gibt’s ein Haus der Religionen, in dem sogar 8 Religionen ihren Gott bzw. ihre Götter anbeten.

  13. Dieses “House of One” spricht all denen Hohn, die in der Islamischen Welt zum Glauben an den Alein wahren Retter Jesus Christus gekommen sind und dafür große Bedrängnis bis zum Tod in Kauf nehmen.
    Diesen liberalen Islam, der sich hier zur Schau stellt, gibt es nicht wirklich und wird in der islamischen Welt nie wirklich anerkannt.

    1. Wenn man in die Christentumsgeschichte schaut, ist die Zustimmung zu Religionsfreiheit, liberaler Demokratie und individuellen Freiheitsrechten ja auch eine recht junge Entwicklung. Hier überheblich zu sein, verbietet sich für denjenigen, der ein wenig in der Geschichte der Christentümer bewandert ist.
      Ein liberaler Islam ist leider in der Tat eher die Ausnahme und gerade deshalb um so mehr unterstützungswürdig! Wenn Sie allerdings eine essentialistische Auffassung davon haben, wie der Islam an für sich, also seinem Wesen nach unwandelbar ist, mögen Sie das vertreten, religionswissenschaftlich sind essentialistische Religionsauffassungen kaum haltbar.
      Und dass die Mitarbeit islamischer Vertreter in diesem Projekt eine Verhöhnung der Opfer islamischer Übergriffe in anderen Ländern sei, ist logisch kaum plausisbel.

  14. Exsurge, Domine, et judica causam tuam… (Ps 73) – das stand auf dem Wappen der spanischen Inquisition und das waren vor 501 Jahren die Anfangsworte der Bulle von Papst Leo, in der er Luther der Ketzerei zieh… Es scheint fast, als seien die Irrlehren- und Ketzerei- und Götzendienst-Jäger heute im protestantischen Bibelfundamentalismus beheimatet.
    Es ist zum Fremdschämen!

  15. – Es wir sicher hier auch hier Konsenz sein, dass jeder Mensch in seiner Würde, seiner weltanschaulichen Einstellung und seiner persönlichen Suche nach Wahrheit zu achten und wertzuschätzen ist
    – Dass es dabei auch extremistische Auswüchse wie beim militanten Islam als Folgen herauskommen können sicher auch.
    – Diese Wertschätzung des anderen gegenüber heisst aber nicht, dass ich seinen Standpunkt teilen muß.
    – Dialog ist wichtig und unbedingt zu fördern
    – Wenn ich aber den Standpunkt des anderen nicht teile, heisst aber aber konkret auf das House of One bezogen, dass das Gottesverständnis zumindest zwischen Christen und Moslems soweit auseinander ist, was ein gemeinsames Gebet ausschliesst. Deshalb ist die Intention von House of One abzulehnen

  16. Hallo, also ich bin römisch katholischer Christ und absolut offen für andere Religionen. Ich finde den Bau absolut super und freue mich schon auf die Eröffnung. Ich besuche mit meinen Kindern stets gerne auch Moscheen, Synagogen und auch in einem buddistischen Tempel waren wir schon. Wir interessieren uns für die Traditionen und das Leben der Meschen, die nicht katholisch sind. Es ist spannend und in den Unterhaltungen ist es immer schön. Es gibt oft Ähnlichkeiten, genauso wie auch Gegensätze. Ich verstehe Menschen nicht, die behaupten gläubig in egal welcher Religion zu sein, aber nicht mal über den Tellerrand hinausschauen können. Sehr traurig. Wir sind alle Menschen, vielfältig und kunterbunt, das ist gut so. Es gibt auch nicht nur schwarz oder weiß, wer wirklich gläubig ist, ist offen und das im Bezug auf Alles und sollte doch sogar einen Dialog, ein gutes Miteinander begrüßen. Meine Kinder und ich finden es Klasse.

  17. Einen anderen Grund, der bereits gelegt ist, kann niemand legen, als wie Christus allein!
    Einen Religionseintopf allerlei, wird keinen Bestand haben!
    Natürlich soll ich als Christ mich nicht erheben, was aber der Islam und die Hindus an Christen in ihren Ländern tun, ist eine Katastrophe und erzeugt viel Elend und Not!
    Oh, Land, Land, höre, das Wort des HERRN!

    1. Das “Argument”, dass in mehrheitlich muslimischen Ländern die Religionsfreiheit stark eingeschränkt ist – um es zurückhaltend auszudrücken -, ist doch kein Argument gegen die Religionsfreiheit in Deutschland und einen Dialog, der zu mehr Verständnis führen soll.
      Das “Argument” vom Religionseintopf ist ebenfalls bloß nachgeplapperte Uninformiertheit, denn im “House of One” sollen ja gerade auch die Unterschiede respektiert werden. Und wenn zum gemeinsam zum Gebet eingeladen wird, ist dies ein multireligiöses und kein interreligiöses. Das sollte man einfach wissen, bevor man drauflos urteilt.

  18. Werter Carvalho,
    Sie gaben am 31.05.2021 um 13:52 Uhr zu, Luther nicht wörtlich zitiert zu haben und fragten mich:
    “Worin besteht die Unredlichkeit, wenn ich durch diese Formulierung postuliere, der Bibelfundamentalismus macht aus der Haltung zu Bibel eine gesetzliche Position?”
    Die Unredlichkeit besteht darin, dass Luther das nicht nur nicht wörtlich gesagt, sondern auch nicht ansatzweise inhaltlich gemeint hat. Sie definieren ja noch nicht einmal, was Sie mit dem Begriff “Bibelfundamentalismus” meinen.
    Falls Sie Luthers Haltung in der Schriftfrage ernsthaft interessiert, belesen Sie sich z.B. bei James Montgomery Boice oder im deutschsprachigen Bereich bei Dr. Bernhard Kaiser (Institut für Reformatorische Theologie).

    1. Ihre Art zu verdrehen ist ebenso tendenziös wie absurd. Aber Sie verstehen es offenbar nicht besser! Ich habe zwei zentrale Kategorien der lutherischen Theologie aufgerufen und auf den Bibelfundamentalismus die Kategorie des Gesetzes angewendet. Dass sich Luther über den Fundamentalismus geäussert hätte, ist damit überhaupt nicht im geringsten ausgesagt. Sie verdehen meine Aussage auf schlicht unansrändige Art und Weise und werfen mir Unredlichkeit vor. Wie sollte Luther denn als ein Kind des 16. Jahrhunderts den Fundamentalismus, den es erst seit dem 19. Jahrhundert gibt (und ganz sicher nicht zu biblischen Zeiten) kritisieren! Aber Sie belegen einmal mehr, dass Sie überhaupt nicht in der Lage sind historisch zu denken! Und damit ist für mich der Fall “Opa Herbert” defintiv erledigt! Es macht keinen Sinn sich mit Ihnen über Dinge zu streiten, die Sie nicht verstehen können. Trotzdem alles Gute und Gott befohlen.
      MfG Carvalho

      1. Nein, nein; das habe ich schon so verstanden, wie Sie es gerade erklärten. Und dennoch ist es unredlich. Und zwar weil die Kategorisierung meiner Ansicht nach nicht passend ist. Sie sagen damit, dass eine bibelfundamentalistische Haltung gesetzlich sei. Und dagegen würde ich mich verwehren und Luther ganz sicher auch. Das hat auch nichts mit einer Unfähigkeit zu tun, historisch zu denken. Die Bezeichnung für eine bestimmte Schrifthaltung als Fundamentalismus ist erst im 19 Jhd. so entstanden. Auch das ist mir längst bekannt. Aber die Sache an sich, ist keineswegs neu; wie J.M. Boice, den Sie womöglich nie gelesen haben, in seinem herausgegebene Aufsatzbuch der STH Basel bereits in den 80er Jahren belegt hat.

        1. P.S. Eine kleine Ergänzung:
          Bibelfundamentalistische Positionen sind
          1. historisch falsch: das fundamentalistsche Bibelverständnis findet sich nicht in der Bibel, wenn dort von der Schrift die Rede ist, ist die Referenz eine andere, denn “die Bibel” gibt es zu der Zeit noch gar nicht, es findet sich nirgends in der Kirchengeschichte, nicht bei Justin, nicht bei Irenäus, nicht bei Orignines und nicht bei Augustinus und auch nicht in der Reformation usw. usf… das ist schlicht falsch und wird von keinem seriösen Historiker geteilt (jüngst einer der führenden Bibelwissenschaftler und Ermeritus in Oxford John Barton: Die Gesichte der Bibel. Stuttgart 2020.)
          2. methodisch falsch: das fundamentalistische Bibelverständnis ist per se unwissenschaftlich, weil nicht ergebnisoffen. Es wir vorausgesetzt, dass hinten rauskommen muss, dass die Bibel irrtumslos auch über historische und naturgeschichtliche Fakten Auskunft gibt! Das hat mit Wissenschaft nichts zu tun!
          3. und theologisch höchst problematisch: Vergötzung der Bibel, “gnostisierdende” Fehlinterpretation der Niedrigkeitsgestalt der Inkarnation s.o.

          1. Warum eigentlich werden meine Kommentare, in denen ich auf Samuel Külling verweise, nicht veröffentlicht…. Ist der bei PRO sakrosankt?

          2. Auch wieder vieles falsch bzw. verdreht:
            1. Zur Zeit Jesu gab es die gesamten Schriften des Alten Testaments. Wenn im NT von “alle Schrift ist von Gott eingehaucht (theopneustos)” (2.Tim) gesprochen wird, meint dies selbstverständlich das AT. Welcher annähernd seriöse Bibelwissenschaftler sieht das anders? Natürlich gab es zu Zeit Jesu noch kein abgeschlossenes NT. Das hat auch niemand behauptet und es wurde für die obigen Aussagen auch kein Kirchenvater oder Reformator beansprucht.
            2. Teilweise richtig. Wenn man sich auf bestimmte Grundsätze als unverhandelbare Glaubensinhalte festlegt, so ist das tatsächlich nicht mehr ergebnisoffen. Aber eine Glaubenshaltung in Kategorien wie “wissenschaftlich” einzuteilen, ist auch nicht angebracht.
            3. Ein Vorwurf, der oft zu hören ist. Ich kenne viele Christen, die die Bibel hochachten und ihr vollumfänglich vertrauen, aber niemanden, der die Bibel “vergötzt”.
            Eine gefährlichen Fehler, der Ihnen womöglich nicht bewusst ist, begehen Sie mit der Begrifflichkeit “Niedrigkeitsgestalt der Inkarnation”. Wenden Sie dies doch mal nicht auf das geschriebene, sondern auf das menschgewordenen Wort Gottes an! War Jesus Christus, der in Niedrigkeit ins Fleisch kam, fehlbar?

          3. Nein, nicht falsch und verdreht. Was ich als fundamentalistisches Bibeklverständnis behaupte, ist eins zu eins von Samuel Külling übernommen. Und der gehört doch zu den prominenten vertretern des Fundamentalismus.
            Die Sicht der Bibel gehört nicht zu den unverhandelbaren Glaubenslehren. Wer das behauptet, vertritt eine moderne Sonderlehre! FAKT!
            Und in der Tat: Der irdische Jesus war kein göttliches Bewusstsein in einen menschlichen Leib verpackt. (Er hätte keinen Vortrag über Quantenphysik halten können). Das ist Ihr Doketismus, aber das verstehen Sie nun wirklich erwiesenmaßen nicht! Ende der Diskussion!

      2. Und das definitive Schlusswort meinerseits zu Opa Herbert: Olaf Latzel bei Bibel und Bekenntnis, das ist eine Vergötzung der Bibel – und zwar so weitgehend, dass man hier von sektenhafter Irrlehre reden muss!
        Ich finde das Maß an Bildungsresistenz fundamentalisterseits aus apologetischer Sicht hochgradig ärgerlich, weil es das Christentum verdummt! Und menschlich finde ich das einfach nur traurig, weil es aus der großartigsten Botschaft eine dürre geistlose Doktrin macht!

  19. Zur Irrtumslosigkeit hatte ich in einem unterschlagenen Kommentar darauf verwiesen, dass laut Pooper der Nachweis eines Irrtums genügt, um die Irrtumslosigkeit als Theorie zu falsifizieren.
    120 Tausend Jahre ohne weltweite Flutkatastrophe sollten genügen. Weitere Falsifikationen finden sich bei Prof. Dr. Helmut Brückner, einem der führenden Geomorphologen Deutschlands – übrigens bekennender Christ, der sich mit den Mittel seiner Wissenschaft daran macht zu erwägen, welches Ereignis sich im kollektiven Gedächtnis der Fluterzählung(en) spiegeln könnte…
    Die Irrtumslosigkeit der Schrift auch in allen historischen und naturgeschichtlichen Aussagen ist eine hybride, moderne Sonderlehre, die völlig sachfremde Fragen an die Bibel heranträgt. Auch die Widerspruchsfreiheit und Einheit ist eine an den modernen Personenbegriff gebundene, moderne Idee, die die Klugheit des Heiligen Geistes verkennt, dem es offensichtlich gefallen hat, vier ausgesprochen unterschiedliche Evangelien in den Kanon hineinzubekommen, die sich jedem Versuch einer Vereinheitlichung widersetzen. Die Polyphonie und Multiperspektivität macht ja gerade die Großartigkleit der biblischen Traditionen und ihre Zukunftsoffenheit aus. Die Vorstellung von der Inspiration der heiligen Schrift an die Vorstellung ihrer Irrtumslosigkeit und Widerspruchsfreiheit zu binden, ist eine primitive, sachfremde Verkürzung. Der Fundamentalismus kennt offensichtlich nur seine eigene, eher trostlose Gegenwart, die er vorwärts und rückwärts projeziert.

    1. Von Ihnen für das Bekennen der Fehlerlosigkeit der Heiligen Schrift als primitiv diffamiert zu werden, ist ja schon fast ein Kompliment.
      Wären die 4 Evangelien alle völlig gleich, wäre das viel fragwürdiger, als die Tatsache, dass 4 Autoren aus verschiedenen Blickwinkeln das Leben Jesu in ihrer auch charakterlichen Verschiedenartigkeit und in ihrer Auswahl des Stoffes auch dementsprechend nuanciert beschreiben. Wenn 4 Personen ein und den gleichen Unfall beschreiben, so werden am Ende 4 sich ergänzende Berichte entstehen.

      1. Sie verniedlichen die Unterschiede, weil Sie sie offensichtlich nicht umfänglich wahrzunehmen in der Lage sind. Das war es!

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