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Meinung

Heute am Abgrund, morgen einen Schritt weiter!

Zwischen Lockdown und Lockerung, impfen oder nicht: Über der Pandemie und den Weg hinaus steht ein riesiges Fragezeichen. Wir müssen den Kompass wieder einnorden – nicht nur auf politischer Ebene.
Von Jürgen Mette
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Jürgen Mette rät, den inneren Kompass neu auf Jesus auszurichten

„Als wir unser Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.“

Dieses Zitat von Mark Twain kommt mir in diesen Tagen der allgemeinen Verunsicherung in den Sinn. Impfen ja oder nein? Habe ich die richtige Maske auf, oder gefährde ich meine Gesundheit durch das Tragen der Mund- und Nasenbedeckung? Soll ich mich jeden zweiten Tag auf Covid-19 testen lassen? Welchen Impfstoffen kann ich mich anvertrauen?

Die internationale WHO empfiehlt einen Impfstoff, der von nationalen Entscheidern als nicht sicher eingestuft wird. Ist meine positive Einschätzung des Impfstoffs von Biontech-Pfizer nur darin begründet, dass dieser etwas zwei Kilometer Luftlinie von unserem Wohnort auf dem Gelände der ehemaligen Behringwerke produziert wird?

Wann bekomme ich als Risiko-Patient die lebenssichernde Injektion in den Oberarm gedrückt? Oder sollte ich mich freuen, dass die Bereitstellung und die Logistik nicht so funktioniert, wie von Spahn, RKI und der Bundesregierung erhofft und versprochen wurde.

Macht das Hin und her der politischen Entscheider zwischen Lockdown und Lockerung überhaupt noch Sinn? Ist das RKI mit seiner Inzidenzwert-Strategie noch auf dem richtigen Dampfer? Von meinem Hausarzt und meinen Fachärzten gibt es zwischen „Auf jeden Fall impfen!“ und „Bloß nicht impfen“ alle Spielarten.

Ich bin kein Corona-Leugner und ich sehe in Corona auch nicht ein Gericht Gottes, aber ich sehe das Vertrauen zu den politischen Entscheidern schwinden. Der Verlust an Vertrauen wird durch die Verdoppelung der Anstrengungen nicht ausgeglichen. Doch die Ohnmacht der Mächtigen führt in eine gefährliche Desorientierung, die in der Verdopplung der Anstrengungen das Heil und die Heilung sucht.

Ohne Rückkehr zum Schöpfer treibt es unser Land in die totale Erschöpfung

Udo Lindenberg singt: „Wir sind auf Odyssee, Odyssee, und keiner weiß, wohin die Reise geht.“ Diese nüchterne Feststellung nimmt der Wirtschaft, den Kulturschaffenden, der Gastronomie und dem Einzelhandel jede Hoffnung auf Besserung zur Jahresmitte.

Ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ich bete für alle politischen Entscheider, dass sie der Versuchung wiederstehen, Schuld zuzuweisen und die Köpfe derer fordern, die ihnen parteitaktisch im Wege stehen.

Wer nach den beiden Landtagswahlen am vorigen Wochenende die Regierungsparteien mit der Parole „Merkel, Scholz und Söder weg!“ provoziert, gibt nur zu erkennen, dass wir als Volk das Ziel und die Richtung verloren haben. Wer aus der Pannenserie Logistik parteipolitisches Kapital schlagen will, der verkennt den Ernst der Lage.

Der innere Kompass klemmt, wir stehen am Abgrund und hoffen, dass wir morgen einen Schritt weiterkommen. Ob mit Rot-Gelb-Grün, Grün-Rot-Dunkelrot, oder Schwarz-Grün – wir werden ohne eine Rückkehr zu dem Gott, der versprochen hat, sich seiner Herde selbst anzunehmen, der seine Schöpfung nicht aus der Hand gibt und uns wieder Hoffnung schenkt, nicht zur Ruhe kommen.

Von: Jürgen Mette

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3 Antworten

  1. Ja, ohne Rückkehr zum Schöpfer, ohne IHN zu fragen, warum Herr, lässt Du diese Pandemie zu, wie ist Dein Weckruf zu verstehen, werden die Menschen die Probleme nicht lösen können.

    Lieber Gruß Martin Dobat

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