Das christliche Medienmagazin

Hartmut Schweitzer leitet Brunnen-Verlag

Der Brunnen-Verlag hat einen Vertriebs-Profi zum Verlagsleiter berufen. Hartmut Schweitzer leitet nun den christlichen Traditions-Verlag in Mittelhessen.
Von Norbert Schäfer
Hartmut Schweitzer

Foto: Brunnen Verlag

Der neue Brunnen-Verlagsleiter Hartmut Schweitzer ist gelernter Buchhändler. Der Germanist verfügt über jahrelange Erfahrung als Marketing- und Vertriebsprofi.

Hartmut Schweitzer übernimmt als Verlagsleiter die verlegerische und vertriebliche Verantwortung des Brunnen-Verlags in Gießen. Das hat der Verlag am Dienstag mitgeteilt. Schweitzer war seit 2020 für Marketing und Vertrieb in dem evangelischen Verlag verantwortlich.

Der gelernte Buchhändler hat nach seinem Germanistik-Studium mehrere Jahre im Lektorat des Brunnen-Verlages gearbeitet und anschließend Erfahrung als Vertriebs- und Marketingleiter verschiedener Unternehmen der Verlagsbranche gesammelt, unter anderem bei der evangelischen Nachrichtenagentur Idea. 2020 war Schweitzer in den Brunnen Verlag zurückgekehrt.

„Seit der Rückkehr zum Brunnen-Verlag arbeite ich wieder in dem Verantwortungsbereich, der mir am meisten am Herzen liegt – dem Buchhandel“, erklärte Schweitzer. Der Brunnen-Verlag hat seinen Sitz in Gießen. Eigenen Angaben zufolge beschäftigt der Verlag zur Zeit 31 Mitarbeiter. Seit 2017 gehört der Verlag anteilig der Francke-Buch GmbH und der R. Kawohl Verlag GmbH.

Der 57-jährige Schweitzer soll nun den Gesamtgeschäftsführer der Unternehmensgruppe, Peter Butenuth, als Verlagsleiter unterstützten. Zur Unternehmensgruppe gehören neben dem Brunnen Verlag noch die Alpha-Buchhandelskette und das Logistikunternehmen ChrisMedia. Verlagsangaben zufolge hatte Schweitzer in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich Marketing und Vertrieb in dem 1919 gegründeten konfessionellen Verlag neu ausgerichtet.

Herausforderung: Genereller Rückgang der Leser

Nach Schweitzers Ansicht hat das Buch im digitalen Zeitalter weder Stellenwert noch Bedeutung verloren. Nach wie vor existiere eine breite Leserschaft, die vor allem zum gedruckten Buch greife. Zwar habe sich der Umsatz von E-Books – auch bedingt durch die Pandemie – von 5 Prozent (2019) auf 7,9 Prozent im ersten Halbjahr 2021 steigern können, doch bleibe der prozentuale Anteil damit weit hinter dem zurück, was noch vor Jahren prognostiziert worden sei.

„Die eigentliche Herausforderung der nächsten Jahre liegt im generellen Rückgang der Leser“, erklärte Schweitzer auf Anfrage von PRO. In den digitalen Angeboten von Spotify, YouTube, Netflix und Co. sieht er den eigentlichen Wettbewerb, in dem die Printmedien stehen. „Die elektronischen Medien haben uns beigebracht, dass es für viele Fragen direkt auf mich zugeschnittene Antworten gibt.“

Ob die Antworten immer hilfreich sein, werde unterschiedlich wahrgenommen. Schweitzer sieht es deshalb als „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Bedeutung der Lesekompetenz breiter Schichten der Bevölkerung für das Verstehen von sozialen, gesellschaftlichen und historischen Zusammenhängen deutlich zu betonen, herauszuarbeiten und zu fördern“.

Auch in den Gemeinden werde immer weniger gelesen. Die Zahl der Büchertische nehme ab und der Kontakt zum christlichen Buchhandel schrumpfe. Schweitzer: „Die Frage ist: Wo kommt der bisher so vermittelte geistliche Input dann her?“ Der Brunnen-Verlag sieht eine Aufgabe darin, die „Freude am Lesen durch gute Kinderbücher, Romane und Sachbücher wieder neu zu wecken“ und mit seinen Produkten dazu beizutragen, dass „die frohe und freimachende Botschaft des christlichen Glaubens zur Sprache kommt“.

Schweitzer will den Bereich der Kinderbüchern und Geschenke als ein Standbein des Verlages weiter ausbauen. Im christlichen Buchprogramm will der Verlagsleiter weiter auf Kontinuität und den schrittweisen Ausbau der verschiedenen Bereiche setzen und im Sachbuch und Ratgeberbereich weiter „am Puls der Zeit“ bleiben mit Themen, die „Christen und Gemeinde bewegen und umtreiben“.

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