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Gott.net wird Marke der Stiftung Marburger Medien

Der Verein gott.net löst sich auf. Die Produkte werden künftig als Marke unter dem Dach der Stiftung Marburger Medien fortgeführt.
Von Norbert Schäfer
Auf Plakatflächen in der Nähe von Autobahnen wirbt gott.net für den christlichen Glauben

Foto: gott.net

Auf Plakatflächen in der Nähe von Autobahnen wirbt gott.net für den christlichen Glauben

Der Verein gott.net löst sich auf und schlüpft als eigene Marke mit seinen Aktivitäten und Medien unter das Dach der Stiftung Marburger Medien (SMM). Das haben die Verantwortlichen in einer Pressemeldung vom Freitag mitgeteilt. Demnach war bei dem Schritt ausschlaggebend, dass den Verein gott.net ein „gemeinsamer Herzschlag“ mit der Stiftung verbinde. „Nachdem wir mit der Stiftung Marburger Medien einen Partner haben, der die Arbeit von gott.net gut weiterführen wird, bestand kein Grund, unseren 2002 gegründeten Verein weiterzuführen“, erklärte gott.net-Mitbegründer Dieter Kohl auf Anfrage, und weiter: „Das Anliegen von gott.net, dass Gott im Alltag möglichst vieler Menschen zu Wort kommt, hat viel mit den Zielen der Stiftung gemeinsam.“ Kohl wird die Integration in die Stiftung weiter begleiten. Die SMM soll mit ihrer Erfahrung in christlicher Medienarbeit gott.net zukunftsfähig weiterentwickeln.

Gott.net ist durch Plakatflächen in der Nähe von Autobahnen bekannt geworden. Das erste Plakat „Wir müssen miteinander reden. – Gott“ erhielt 2004 die silberne Auszeichnung in der Kategorie „Kultur“ des Deutschen Plakat Grand Prix. Der Journalist Dieter Kohl hatte die Aktion erdacht und war seit Beginn kreativer Kopf und Gestalter von gott.net. Aufgrund positiver Rückmeldung wurde die Aktion fortgeführt und es entstand eine vielfältige Medienarbeit mit Mega-Postern, Postkarten und im Internet. Bekannt sind auch die Null-Euro-Scheine, die beispielsweise an den Theologen Dietrich Bonhoeffer, die Wiedervereinigung oder die Barmer Theologische Erklärung erinnern und auf echtem Banknoten-Papier gedruckt sind. Der überkonfessionelle Verein wurde eigenen Angaben zufolge 2002 durch Johannes Broxtermann, Monika Deitenbeck-Goseberg, Steve Volke und Dieter Kohl ins Leben gerufen mit dem Ziel, durch geeignete Medien im Digital- und Printbereich die Verbreitung der christlichen Botschaft zu fördern.

Frieder Trommer, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, erklärte zu der neuen Marke unter seinem Dach: „Niemand sonst bringt im deutschsprachigen Raum Gottes Zusagen so plakativ zur Geltung. Millionen von Menschen werden monatlich an den realen und digitalen Autobahnen von Gott angesprochen und ermutigt, ihm persönlich zu antworten. Das möchten wir gerne erhalten und weiter gestalten.“ SMM will mit der neuen Marke die „konfessionsübergreifende Reichweite vergrößern und noch mehr Kunden, Freunde und Spender inspirieren und mobilisieren“. In den vergangenen vier Monaten wurde der Umzug des Lagers sowie die Integration der gott.net-Produkte in den Internet-Shop der Stiftung vorbereitet. Durch eine Neugestaltung der Internetseiten sollen Kunden und Freunde beider Werke von einfacheren und vielfältigeren Bestellmöglichkeiten sowie einem besseren Service profitieren.

Ziel der Stiftung Marburger Medien ist nach eigenem Bekunden, den christlichen Glauben sichtbar zu machen. Dazu stellt die SMM eigenen Angaben zufolge jährlich rund 10 Millionen Medien mit christlichen Inhalten, darunter Karten, Themenflyer, und Broschüren, her. Die spendenfinanzierte Stiftung bewegt jährlich etwa 4 Millionen Euro und beschäftigt ingesamt 34 Mitarbeiter. Die SMM ist konfessionsübergreifend tätig und gehört zum Gnadauer Verband sowie zur Diakonie Hessen.

Von: Norbert Schäfer

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