In den USA gehörten auch 2020 wieder viele Evangelikale zu den Wählern des Republikaners Donald Trump, wie Umfragen ergeben haben

In den USA gehörten auch 2020 wieder viele Evangelikale zu den Wählern des Republikaners Donald Trump, wie Umfragen ergeben haben

Wieder viele evangelikale Stimmen für Trump

Umfragen haben gezeigt, dass wie bei der vorangegangenen Präsidentenschaftswahl in den USA viele weiße und evangelikale Wähler für Amtsinhaber Donald Trump gestimmt haben. Der Evangelist und Sohn von Billy Graham, Franklin Graham, schrieb auf Facebook über die Sorge, dass Stimmen bei der Wahl gestohlen werden könnten.

Der evangelikale Pastor Franklin Graham schrieb angesichts des unsicheren Ausgangs der Präsidentschaftswahlen am Mittwoch auf Facebook: „Ich bitte weiter darum, während dieser Wahl für unsere Nation zu beten. Viele sorgen sich, dass manche Leute Stimmen stehlen können, also betet dafür, dass Gottes Wille geschieht. Betet, dass die Feinde Gottes verstummen und dass alle ihre Plänen ins Leere gehen.“ Der Präsident der christlichen Hilfsorganisation „Samaritan's Purse“ ist ein Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.

I ask that you continue to pray for our nation and this election. Many fear that some are trying to steal the election,...

Gepostet von Franklin Graham am Mittwoch, 4. November 2020

Das Ergebnis der Wahl ist bislang noch offen. Allerdings scheint jetzt schon klar, dass es eine historische Wahlbeteiligung gegeben hat. Wie das United States Elections Project am Mittwochmorgen mitteilte, lag die Wahlbeteiligung bei den US-Wahlen 2020 bei voraussichtlich 66,9 Prozent. Das ist deutlich höher als in den Vorjahren. Rund 160 Millionen Wahlberechtigte gaben ihre Stimme ab.

Die leitende Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, Elizabeth Eaton, lobte laut einem Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd), dass so viele Wähler trotz Corona-Pandemie ihre Stimmen abgegeben haben. Man solle das Resultat nun abwarten. Die USA hätten selbst zu „Zeiten großer Krisen“ Machtwechsel friedfertig gestaltet, so Eaton.

Der Präsident der konservativen „Southern Baptist Convention“, J.D. Greear, sagte laut epd, es sei zwar „schwer zu warten“, Gläubige könnten aber im Vertrauen auf Gott Geduld haben. Der Baptistenverband ist die größte protestantische Kirche in den USA.

Umgekehrt appellierten afro-amerikanische Geistliche an die US-Amerikaner, gewaltfreien Widerstand zu organisieren, sollte Trump die Wahlen „stehlen“ wollen. Trump hatte sich in der Wahlnacht vorzeitig zum Sieger erklärt, obwohl die Stimmauszählung noch lief und sein Herausforderer Joe Biden weiterhin Aussichten auf den Sieg hat.

Wieder viele Evangelikale für Trump

Wie eine Nachwahlumfrage des Instituts „Edison Research“ für die Zeitungen New York Times, Washington Post und andere Medienfirmen ergab, gehörten auch bei der Wahl in diesem Jahr protestantische Christen und weiße Evangelikale zu den treuen Wählern von US-Präsident Trump. Laut der Untersuchung haben 76 Prozent der weißen Evangelikalen für Trump gestimmt und 23 Prozent für den demokratischen Herausforderer Joe Biden. Weiße Evangelikale stellten den Angaben zufolge 27 Prozent der Wähler.

Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2016 hatten sich noch rund 80 Prozent der weißen evangelikalen Wähler für Trump ausgesprochen. Außerdem stimmten 62 Prozent der Katholiken und 68 Prozent der Wähler in der Kategorie „protestantisch, sonstige Christen“ laut dem Edison-Institut für Trump.

Laut epd stimmten Wähler „ohne Religion“ zu 36 Prozent für Trump und zu 58 Prozent für Biden. Trump hat der Umfrage zufolge die Mehrheit der weißen Stimmen bekommen (57 Prozent). Schwarze stimmten danach zu 87 Prozent für Biden und Latinos zu 66 Prozent. Wohlhabende stimmten eher für Trump als für Biden, hieß es weiter. Verheiratete Wähler stimmten zu 54 Prozent für Trump und zu 44 Prozent für Biden.

epd/Jörn Schumacher

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