Nie vergessen, was Gott Gutes getan hat: Jürgen Mette

Nie vergessen, was Gott Gutes getan hat: Jürgen Mette

Ein Wort zur Lage der Welt

Unser Kolumnist Jürgen Mette wagt einen Rundumschlag: Drei Themen, die unseren sonnig-bunten Spätherbst bestimmen und was sie uns zu sagen haben.

Ich frage mich in diesen Tagen ständig, was unter dem „Forget it“ und was unter dem „Don’t forget it!“ Gottes steht. Das biblische Unterscheidungskriterium aus Psalm 103 hilft uns jeden Tag, relevantes und irrelevantes zu unterscheiden: „Das kannst Du vergessen!“ oder „Vergiss nicht…!”

Jetzt, am Morgen des 5. November um 9 Uhr, kann Joe Biden wahrscheinlich 264 Wahlmännerstimmen hinter sich bringen, Trump bringt es auf 214. Aber das ist noch nicht das Ende. Das Land mit der höchsten Dichte von Milliardären, mit einer gigantischen Wirtschafts- und Verteidigungskraft und beachtlicher Innovation in der IT- Kommunikation ermittelt seine Wahlergebnisse mit Regeln, die aus der Zeit der Postkutschen stammen. Was mich und die meisten meiner Freunde so fertig macht: dass 76% der Evangelikalen der USA Donald Trump ihre Stimme gegeben haben (Quelle: Christianity today). In ein paar Wochen wird es heißen: Forget it! Es ist nicht relevant.

Wenn in diesen Tagen in Nizza und Wien Menschen barbarisch hingerichtet wurden und Kirchenführer und Staatsmänner sich in Beschwichtigung üben und mit der verharmlosenden Formel, man müsse doch bitteschön „Islamisten vom Islam unterscheiden“ (Emanuel Macron), dann ist das richtig und falsch zugleich. Das ist die Schattenseite unserer weltweit geachteten Willkommenskultur. Man lässt keinen ersaufen, auch nicht den aus welchen Gründen auch immer zum mutmaßlichen Terroristen gewordenen Pseudoflüchtling, dessen Gesinnung freilich erst später offenbar wird, die Gastfreundschaft Europas mit Füßen tritt und Christen enthauptet. Diese grausame Bluttat bringt Millionen von friedliebenden Muslimen unter den Generalverdacht einer latenten Gewaltbereitschaft. Dennoch halte ich den Koran-motivierten Terrorismus für eine Gefahr, die viele Fragezeichen hinterlässt, zum Beispiel wenn es um das Verhältnis zwischen Islam und freiheitlicher Werteordnung geht. Diese Fragen müssen unbedingt geklärt werden.

Jesus Christus, der Gewaltlose, der grenzenlos versöhnende „Außenminister“ Gottes mit seiner Leidenschaft für Sünder, der ist die Antwort auf den „Kampf der Kulturen“. Europa wird als Wirtschafts-, Verteidigungs- und Währungsunion desaströs scheitern, es sei denn, Europa findet zu einer vereinten christlich begründeten Werteunion zurück.

Wirklich relevant wird es, sollte die Covid-19-Pandemie mich mit meiner Familie und Freundeskreis betreffen. Die Lage ist dramatisch. Wir werden vermutlich vorerst diese Seuche nicht loswerden. Müsste ich als chronisch Kranker jetzt stationär medizinisch versorgt werden, dann wäre dies für mich „Hiob-Total“, der asoziale Zustand verordneter Isolation schlechthin.

Darum: Vergiss nie, was Gott dir Gutes getan hat!

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