Elon Musk, Gründer von Tesla und diverser anderer Firmen, wird verehrt. Jetzt auch in einer Kirche.

Elon Musk, Gründer von Tesla und diverser anderer Firmen, wird verehrt. Jetzt auch in einer Kirche.

„Dein ist der Strom“ – Die „Church of Tesla“ verehrt Elon Musk

Der amerikanische Unternehmer Elon Musk ist sicherlich einer der ungewöhnlichsten Männer in der Wirtschaftswelt. Er war schon als Jugendlicher erfolgreich, krempelte mit dem Auto „Tesla“ sowohl den Markt der Elektroautos um, als auch mit „SpaceX“ die Raumfahrt. Fans feiern den gebürtigen Südafrikaner, der regelmäßig mit neuen Ideen und Erfindungen verblüfft. Nun gibt es konsequenterweise auch die „Church of Tesla“, und zwar eine deutsche.

Elon Musk, der in Südafrika geborene Gründer zahlreicher Firmen, sorgt seit vielen Jahren für Überraschungen auf den Märkten. Vielen ist er vor allem bekannt als Gründer des Elektro-Autoherstellers „Tesla“, benannt nach dem 1943 verstorbenen Elektroingenieur Nikola Tesla, ebenfalls ein exzentrischer Erfinder, der sich oft nicht an die üblichen Gepflogenheiten seiner Zunft hielt.

Musk, der über Twitter regelmäßig für Verwunderung angesichts neuer Ideen und Angst bei seinen Anlegern sorgt, hat weltweit zahlreiche Fans. Die feiern etwa seit kurzem am 20. April den „Elon Musk-Tag“. Ab sofort soll dieser Tag unter dem Stichwort #ElonMuskDay jährlich begangen werden. Das Datum geht zurück auf einen Witz, den Musk einmal über den Preis von 420 Dollar pro Tesla-Aktie machte. Die Zahl 420 in Bezug auf Tesla verselbstständigte sich, und daraus wurde 4/20, nach englischer Lesart der 20. April.

Nun gründeten Fans die „Church of Tesla“: „Eine Religionsgemeinschaft zu Ehren eines der ungewöhnlichsten Erfinder und Unternehmer der Geschichte“, wie die Gründer selbst sagen. Die „Tesla-Kirche“ huldigt nach eigener Aussage dem „Herrn und Erlöser“, der „die Welt elektrisiert“. Auf der deutschsprachigen Webseite prangt das Foto von einem Tesla-„Altar“. Zu sehen sind ein Modell eines Tesla-Modells, Papp-Aufsteller des Angebeteten, ein Heiligenbild, das dem Unternehmer auffällig ähnlich ist, eine Felge und andere Devotionalien, die zum Unternehmen gehören.

Umweltschutz und Elektromobilität

Die Gründer teilen mit, dass es nicht nur um die religiöse Verehrung des amerikanischen Unternehmers gehe. „Die Church of Tesla ist eine, gerade in Gründung befindliche, Religionsgemeinschaft mit der göttlichen Aufgabe, die Lehren unseres Erlösers zu verbreiten und ihm und all seinen weltlichen Projekten unsere Unterstützung zukommen zu lassen.“ Eine Aufgabe bestehe darin, „durch Aufklärung, Forschung und Entwicklung die Vision einer nachhaltigen Energie- und Verkehrswirtschaft“ zu fördern. Die Gesellschaft müsse sich ausschließlich regenerative Ressourcen zu nutze machen, heißt es weiter. Zudem müsse die Infrastruktur von Lade-Stationen „als Teil eines gesamtheitlichen und nachhaltigen Umweltschutzkonzeptes“ gefördert werden. Auch solle es „Informations- und Diskussionsveranstaltungen“ zu den Themen Elektromobilität und Umweltschutz geben.

Entsprechend einer Kirche präsentiert die „Church of Tesla“ auch ein Gebet namens „Elon unser“; darin heißt es: „Elon Musk in Übersee, geheiligt werde dein Tesla. Dein Roadster komme. Dein Boring geschehe, wie im Space-X, so auf der Straße. Unser täglich Neuralink gib uns heute. Und vergib uns unser Supercharging, wie auch wir vergeben gelegentliche Reboots. Und führe uns nicht an die Tankstelle, sondern erlöse uns von fossilen Kraftstoffen. Denn dein ist der Strom, und die Beschleunigung, und der Autopilot, im CYBRTRK Update.“

Auch zehn Gebote hat die Kirche aufgestellt, die unter anderem fordern: „Du sollst keinen Verbrenner besitzen“ (5. Gebot) und „Du sollst nicht falsch Zeugnis im Internet verbreiten, sondern aufklären über die Mission Teslas und die Wunder der Elektromobilität“ (8. Gebot).

Raumfähre, Tunnel und Elektroautos

Elon Musk wurde am 28. Juni 1971 in Pretoria, Südafrika, geboren. Mit zwölf verkaufte er sein erstes selbst programmiertes Computerspiel. Mit 16 wanderte er gemeinsam mit seinem Bruder nach Kanada aus. Er studierte in Philadelphia Physik, später in Palo Alto in Kalifornien und an der Stanford University, er gab sein Studium jedoch auf, um stattdessen ein eigenes Internetunternehmen zu gründen. Der Unternehmer wurde wohlhabend durch seine Beteiligung an der Gründung des Online-Bezahlsystems PayPal. Musk gründete zudem das Raumfahrtunternehmen „SpaceX“. Seine Firma zur Herstellung des Elektroautos „Tesla“ bescherte ihm zudem großen Erfolg auf dem Markt der E-Autos. Seit längerem plant Musk bemannte Flüge auch zum Mars.

Musk war drei Mal verheiratet, aus erster Ehe hat er fünf Söhne (Zwillinge und Drillinge). Seit einigen Jahren ist Musk mit der kanadischen Sängerin Grimes liiert, mit der er einen Sohn hat, dessen Name beide mit „X Æ A-12“ angaben. Musk wohnt in Los Angeles, doch stellte er sein Anwesen im Mai 2020 zum Verkauf.

Im Jahr 2004 gründete Musk die Firma Tesla und sorgte mit dem gleichnamigen Elektroauto für eine große Nachfrage auf dem Markt. Im November 2019 kündigte Musk anlässlich der Verleihung des „Goldenen Lenkrads“ an, im deutschen Grünheide südöstlich von Berlin, in der Nähe des Flughafens Berlin Brandenburg, eine Fabrik errichten zu wollen. Der Bau soll in Kürze beginnen, es sind über 3.000 neue Arbeitsplätze in Aussicht gestellt. Zu den weiteren Firmen, die Musk gründete, gehört „The Boring Company“ und „Hyperloop“, mit denen Tunnel entwickelt werden, in denen Transporter Menschen und Fracht schnell von einem Ort zum anderen transportieren. Derzeit befinden sich Tunnel rund um Los Angeles sowie Verbindungen zwischen New York, Philadelphia, Baltimore und Washington, D.C. in der Entwicklung.

In Form von Aktien nur allein an den eigenen Firmen Tesla und SpaceX ist Musk mehrfacher Milliardär und damit einer der reichsten US-Bürger. Das Magazin Forbes schätzte sein Vermögen im Jahr 2017 auf 20,7 Milliarden US-Dollar. Im Mai 2020 kündigte er an, seine „physischen Besitztümer“ verkaufen zu wollen, also vor allem seine Häuser, um stattdessen in einer kleineren Wohnung zur Miete zu wohnen.

Von: Jörn Schumacher

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