Der Reformator Martin Luther und sein Werk werden im Jubiläumsjahr der Reformation in allen Facetten dargestellt
Der Reformator Martin Luther und sein Werk werden im Jubiläumsjahr der Reformation in allen Facetten dargestellt

2017: Luther und Reformation total

Im Jubiläumsjahr 2017 kommen Kultur-, Geschichts- und Kunstinteressierte nicht an dem Reformator Martin Luther vorbei. pro hat Veranstaltungen rund um die Reformation zusammengetragen.

Am 31. Oktober 1517 schlug der Theologe Martin Luther 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg, um gegen Missbräuche beim Ablass zu protestieren. Der Akt gilt als Initialzündung weltgeschichtlicher Tragweite, der Umwälzungen in Politik, Religion und Gesellschaft nach sich zog. Entsprechend vielfältig wird das Thema im Jubiläumsjahr auf unterschiedliche Weise aufgegriffen.

Die Feierlichkeiten für das Jubiläumsjahr haben in Deutschland am 31. Oktober im vergangenen Jahr mit einem Festgottesdienst und einem Staatsakt in Berlin offiziell begonnen. Bis zum 31. Oktober 2017 wird in Veranstaltungen, künstlerischen Projekten und Feierlichkeiten an das Vermächtnis des Mannes erinnert, der die Bibel ins Deutsche übersetzt und mit seiner Kritik am Ablasshandel der Kirche die Reformation ausgelöst hat.

pro hat für Interessierte Veranstaltungshinweise zusammengetragen:

Zentraler Veranstaltungskalender

>> Ein detaillierter Online-Veranstaltungskalender auf der Webseite luther2017.de listet derzeit mehr als 1.000 Veranstaltungen auf, die nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden können. Die Webseite liefert zudem Hintergründe und weiterführende Informationen. Diese Informationen stellen die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt und die Geschäftsstelle „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Wittenberg zur Verfügung.

Ausstellungen

Drei Nationale Sonderausstellungen in Berlin, Eisenach und der Lutherstadt Wittenberg stellen von April bis November die „Volle Wucht der Reformation" dar.

>> Das Deutsche Historische Museum im Martin-Gropius-Bau in Berlin geht unter der Titel „Der Luthereffekt" vom 12. April bis zum 5. November 2017 der Frage nach, welche Spuren der Protestantismus in anderen Konfessionen und Religionen hinterlassen hat und wie sich Menschen die evangelische Lehre angeeignet haben.

>> Die Wartburg-Stiftung erinnert mit der Nationalen Sonderausstellung „Luther und die Deutschen" vom 4. Mai bis zum 5. November 2017 an die „wechselvolle Beziehung" zwischen dem Reformator und seinen Landsleuten. Die Ausstellung beleuchtet Reformator Martin Luther als nationale deutsche Symbol- und Projektionsfigur und zeigt, wie jede historische Epoche ihr ganz eigenes Lutherbild prägte.

>> Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt stellt vom 13. Mai bis zum 5. November 2017 unter dem Titel „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen" den Thesenanschlag in den Mittelpunkt einer Sonderausstellung. „95 Schätze“ illustriert anhand außergewöhnlicher Exponate, die aus dem Umfeld des jungen Luther stammen, dessen Weg hin zum Reformator. Der zweite Teil der Ausstellung stellt „95 Menschen“ mit ihren jeweiligen sehr persönlichen Beziehungen zum Reformator und seinem Werk vor. Die Sonderausstellung „Martin Luther. Sein Leben in Bildern" ist noch bis zum 29. Januar 2017 in Wittenberg zu sehen.

Zahlreiche Veranstaltungen zur Reformation und Luther finden sich auf www.luther2017.de
Zahlreiche Veranstaltungen zur Reformation und Luther finden sich auf www.luther2017.de

Veranstaltungen der Kirchen

Zum Reformationsjubiläum 2017 haben der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und die EKD den Verein Reformationsjubiläum 2017 e.V. gegründet. Der Verein plant verschiedene kirchliche Veranstaltungen und setzt diese um, darunter:

>> Der „Europäische Stationenweg"

>> Die „Weltausstellung Reformation"

>> Der „Deutsche Evangelische Kirchentag Berlin - Wittenberg" vom 24. bis 28. Mai 2017 unter dem Motto „Du siehst mich" wird begleitet von sechs „Kirchentagen auf dem Weg" in Erfurt und Weimar/Jena, Dessau-Roßlau, Halle/Eisleben und in Leipzig.

Zentrale Anlaufstelle des Vereins im Internet ist die Webseite r2017.org, über die Karten für die Veranstaltungen bestellt werden können.

Musik

>> Zum Jubiläum hat die Stiftung Creative Kirche aus Witten das „Pop- Oratorium Luther – das Projekt der tausend Stimmen“ angestoßen. Das Werk aus der Feder Dieter Falks – Komponist, Produzent und bekannt als Juror aus „Popstars“ – wird 2017 in Kooperation mit der EKD, den Evangelischen Landeskirchen und weiteren Partnern in zahlreichen Metropolen, darunter Berlin, Düsseldorf, Halle (Westf.), Hamburg, Hannover, Mannheim, München und Stuttgart, aufgeführt. Dabei wirken ein Chor mit bis zu 3.000 Sängern, ein Symphonieorchester mit 40 Mitgliedern, eine Rockband, Musicalstars und etwa 100 zum Teil ehrenamtliche Mitarbeiter mit. Die Uraufführung war im Oktober 2015 vor rund 16.000 Zuschauern in der Dortmunder Westfalenhalle.

Zeitgenössische Kunst

>> Bei der Kunstausstellung „Luther und die Avantgarde" trifft Internationale Gegenwartskunst auf das geistige „Modell“ Luther. Vom 19. Mai bis 17. September 2017 präsentieren rund 60 internationale Künstler ihre Auseinandersetzung mit impulsgebenden Gedanken der Reformation. Unter den teilnehmenden Künstlern sind Günther Uecker, Ai Weiwei und Markus Lüpertz. Zentraler Ausstellungsort ist das ehemalige Gefängnis in Wittenberg. Weitere Standorte der Ausstellung sind Berlin und Kassel. Hier zieht die Kunst in Kirchengebäude ein.

Web

>> Die Online-Enzyklopädie Wikipedia liefert mit dem als „lesenwert" ausgezeichneten Artikel über Leben und Theologie Martin Luthers einen übersichtlichen und breiten Zugang zu der Thematik. (pro)

Von: nob

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