Der deutsche Theologe und ehemalige Geschäftsführer der Stiftung Marburger Medien, Jürgen Mette, feiert am 29. Februar seinen 65. Geburtstag

Der deutsche Theologe und ehemalige Geschäftsführer der Stiftung Marburger Medien, Jürgen Mette, feiert am 29. Februar seinen 65. Geburtstag

Jürgen Mette wird 65

Der deutsche Theologe und ehemalige Geschäftsführer der Stiftung Marburger Medien, Jürgen Mette, feiert diese Woche seinen 65. Geburtstag. 2013 schied er aus diesem Amt aus. 2009 wurde bei ihm die Parkinson-Krankheit diagnostiziert. Mit seinem Buch darüber schaffte er es in die Spiegel-Bestsellerlisten.

Mette studierte zunächst von 1974 bis 1978 evangelische Theologie am Theologischen Seminar Tabor in Marburg. Danach war er Jugendpastor im Südwestdeutschen Gemeinschaftsverband und anschließend Jugendevangelist beim Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband.

Von 1990 bis 1996 war Mette Gemeindeberater und Lehrbeauftragter am Theologischen Seminar Tabor. Ab 1998 leitete der Jubilar bis zu seinem Ausscheiden 2013 als geschäftsführender Vorsitzender die Stiftung Marburger Medien. Der christliche Verlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Glauben an Jesus Christus durch Zeitungen, Magazine und Bücher zu verbreiten, die allgemein verständlich sind. Das Motto lautet „Glaube sichtbar machen“.

Spannungsfeld zwischen Krankheit und christlichem Glauben

2009 wurde bei Mette die Krankheit Parkinson diagnostiziert. In dem Buch „Alles außer Mikado. Leben trotz Parkinson“, das auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, verarbeitete er seine Erlebnisse und Emotionen rund um die Erkrankung. Die Krankheit habe ihn gezwungen, das Leben zu führen, das er zuvor „vollmundig“ anderen von der Kanzel herab gepredigt habe, hatte Mette einmal in der Sendung „Kölner Treff“ gesagt.

Im Spannungsfeld zwischen der Krankheit und seinem christlichen Glauben hätten ihm vor allem seine Frau und die Musik Johann Sebastian Bachs geholfen. „Da kam eine Kraft und Geborgenheit in mein Leben“, sagte Mette 2013. Offen und ehrlich beschreibt der Theologe in dem Buch seine Zweifel und Anklagen an Gott. Ihm sei klar gewesen, dass er entweder diese Krankheit mit dem christlichen Glauben durchstehen, „oder ich kann den ganzen Kram hinwerfen.“

Mit dem Buch wolle er einerseits Betroffenen Mut machen, nicht zu verzweifeln, andererseits auch sein eigenes Leid verarbeiten. Seine eigene Krankheit habe ihn sensibilisiert für die Krankheiten und Leiden anderer. Mette beschreibt die Auseinandersetzung mit Gott und die Frage, warum Gott Leid zulässt.

Mette als Krimiautor

2015 veröffentlichte der Theologe den Kriminalroman „Gnadenzeit“. Das Buch thematisiert Kränkungen und Enttäuschungen in christlichen Gemeinden. Der Mord an einer jungen Frau bringt Kommissar Bachhuber ins geistliche „Milieu der Denkverbote“. Auch der Kommissar muss sich bei seinen Ermittlungen mit Glaubensfragen beschäftigen.

Aber es gibt auch Protagonisten, die zum ersten Mal im Leben spüren, völlig frei zu sein. Der Autor macht deutlich, wie Versöhnung möglich ist und Umdenken stattfinden kann. Das Buch thematisiert Schuld, Unrecht und geistlichem Missbrauch, aber auch die „Gnadenzeit“. Mette hat viele Vorträge und Predigten gehalten, in denen er diese Botschaft weitergeben möchte.

Neben seinem Hauptamt hat sich Mette auch in den Führungsgremien der Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor, des Bibellesebunds und bei Willow Creek engagiert. Außerdem gehörte der verheiratete Vater von drei Söhnen zum Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz. (pro)

Von: jw

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