Auf diesem Fluss, dem Lee Navigation, ist die „Genesis“ momentan unterwegs

Auf diesem Fluss, dem Lee Navigation, ist die „Genesis“ momentan unterwegs

Kanalboot wird zu schwimmender Kirche

Seit kurzem ist im Osten Londons eine schwimmende Kirche unterwegs. Das moderne Gotteshaus soll Gemeindearbeit flexibler gestalten. Aufmerksam macht die „Genesis“ nicht nur mit ihrem Namen, sondern auch mit einem ganz besonderen Dach.

Der Stadtteil Hackney Wick im Osten Londons hat eine neue Attraktion: eine schwimmende Kirche. Auf dem Lee Navigation, einem kanalisierten Fluss, ist seit kurzem die „Genesis“ unterwegs. Zwischen vielen Kanalbooten, sogenannten Widebeam Narrowboats, liegt sie nahe des Olympiaparks vor Anker. Der Stadtteil ist geprägt von vielen Restaurants, Cafés und Startups. Benannt nach dem ersten Buch der Bibel, bildet das Gotteshaus einen Kontrast und passt sich gleichzeitig an.

Das Unternehmen, das für die Planung des Gebiets rund um den Olympiapark zuständig ist, lehnte den Bau eines neuen Gotteshauses ab. Daraufhin entschloss sich die Kirche von England (Church of England), dieses außergewöhnliche Projekt in Angriff zu nehmen. Das Architektenbüro „Denizen Works“ entwarf und baute gemeinsam mit dem Schiffsbauingenieur Tony Tucker die „Genesis“. Die Kosten betrugen umgerechnet etwa 726.000 Euro. Im März dieses Jahres wurde das Projekt fertiggestellt. Der Umbau des einstigen Lastkahns dauerte vier Jahre.

Dach erinnert an Orgelbalg

Das 8,5 Meter lange Boot bietet etwa 40 bis 60 Personen Platz. Neben einem Versammlungsraum befinden sich noch ein kleines Büro, eine Miniküche und Toiletten an Bord. Der Versammlungsraum soll sowohl für Gottesdienste als auch für weitere Aktivitäten wie gemeinsame Mittagessen dienen. Hölzerne Tische und Stühle sind deshalb einklappbar. Der ebenfalls einklappbare Altar erinnert an einen Schiffsbug.

Durch ein ausfahrbares Dach kann die Raumhöhe auf bis zu 3,60 Meter erweitert werden. In ausgefahrenem Zustand erinnert es an einen Orgelbalg. Gefertigt wurde das Dach aus einem lichtdurchlässigen Segeltuch. Zudem ist es mit LED-Leuchten ausgekleidet. Insgesamt hat das Boot eine Fläche von 60 Quadratmetern.

Zunächst soll die „Genesis“ die Pfarreien St. Paul Old Ford und St. Mary of Eton bedienen. Langfristiges Ziel ist es jedoch, neue Menschen und Gemeinden zu erreichen. Pastor der neuen Bootsgemeinde mit Namen St. Columba ist Dave Pilkington.

Für die kommenden drei bis fünf Jahre wird das schwimmende Gotteshaus die Kanalstraßen von Hackney Wick befahren. Danach geht es auf zu neuen Ufern – und Stadtteilen.

Von: Valerie Wolf

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