In der Nähe der Shisha-Bar „Midnight“ haben Menschen Blumen und Kerzen auf den Boden gelegt

In der Nähe der Shisha-Bar „Midnight“ haben Menschen Blumen und Kerzen auf den Boden gelegt

Hanau: Die Wut trauert mit

Die rassistischen Morde von Hanau versetzen eine ganze Stadt in Trauer. Die Kirchen öffnen ihre Türen, um Trost zu spenden. Doch auf der Gedenkveranstaltung entlädt sich auch Zorn – vor allem gegen die AfD. Religiöse Stimmen bleiben außen vor. Ein Protokoll.

Donnerstag, Hanauer Innenstadt, 12.15 Uhr

Am Mittag ist wenig davon zu spüren, dass sich hier vor zwölf Stunden eines der schwerwiegendsten Attentate der Bundesrepublik ereignet hat. Von einer „Stadt in Schockstarre“, wie es sinngemäß in manchen Medien schon zu diesem Zeitpunkt heißt, kann keine Rede sein. Zwar haben die meisten wohl von dem Terroranschlag gehört, bei dem elf Menschen starben, darunter der mutmaßliche Täter. Sie haben den Hubschrauber über die Stadt kreisen gehört, wurden stutzig, weil er für einen Rettungshelikopter viel zu lange unterwegs war, sie informierten sich im Internet und lasen von einer Schießerei. Die wahre Dimension scheinen viele aber noch nicht registriert zu haben. Schülerinnen flanieren scherzend über die Einkaufsmeile. Rentner erledigen ihre Besorgungen in den zahlreichen Geschäften. Mütter schlendern mit ihren Kindern über den Marktplatz, den zentralen Treffpunkt in Hanau, wo auch das Brüder-Grimm-Nationaldenkmal steht. Noch sieht die Doppelstatue aus wie immer. Am Abend wird ihr Sockel mit Kerzen und Kondolenzkarten übersät sein.

Tatort Innenstadt, 12.50 Uhr

Vom Grimm-Denkmal sind es 260 Meter bis zum ersten Tatort, der Shisha-Bar „Midnight“ am Heumarkt. Der Bereich ist im Gegensatz zum Hotspot des Marktplatzes migrantisch geprägt. Türkische Restaurants, kleine Elektronikläden und Spielhallen bestimmen das Straßenbild. Polizisten haben den Bereich zwischen Krämerstraße und Römerstraße abgesperrt. Die Ermittler haben die Fundstellen von Beweismitteln mit pinkfarbenem Spray markiert. Etwa 20 Journalisten, überwiegend TV-Teams, beobachten das „Midnight“ aus 15 Metern Entfernung, machen Aufsager für die Nachrichten und filmen Schnittbilder. Ein paar Kerzen und Blumen liegen neben den Absperrbändern. Außer der Presse ist so gut wie niemand hier. Nur wenige Hanauer stehen am Kebap-Imbiss und unterhalten sich. Sie sprechen mit türkischem Akzent. Sie wirken ernst, aber gefasst.

Im Hintergrund: Die Shisha-Bar „Midnight“

Im Hintergrund: Die Shisha-Bar „Midnight“

Um etwa 22 Uhr am Vorabend hatte der mutmaßliche Täter Tobias R. in und vor der Shisha-Bar das Feuer eröffnet und dabei vier Menschen erschossen. Die Behörden gehen von einer rassistisch motivierten Tat aus. In einer Art Manifest, das pro vorliegt, berichtete Tobias R. davon, dass er seit seinen ersten Lebenstagen von einer verborgenen Geheimorganisation ausspioniert werde, die seine Gedanken steuern könne. Seine Verbrechen begründete er mit rassistischen Thesen. Er suchte maximale Aufmerksamkeit für seine wirre Gedankenwelt.

Aus der ganzen Welt kommen Beileidsbekundungen nach Deutschland. Die Bundeskanzlerin nimmt in Berlin Stellung: „Rassismus ist ein Gift. Der Hass ist ein Gift. Und dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft, und es ist schuld an schon viel zu vielen Verbrechen.“ Um 18 Uhr soll es eine Gedenkveranstaltung geben. Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, soll teilnehmen. Auch der Bundespräsident hat sich angekündigt.

Marienkirche, 13.30 Uhr

Durch den gotischen Bau in der Hanauer Innenstadt hallen getragene Orgeltöne. Normalerweise ist die Kirche die Woche über geschlossen. Das wäre an einem Tag wie heute nicht denkbar. Sabine Kropf-Brandau ist Pröpstin des Sprengels Hanau-Hersfeld. Sie hat mit Helmut Götze, der die Kirche beaufsichtigt, die Türen der Marienkirche geöffnet. Am Morgen um sieben Uhr erhielt sie eine WhatsApp-Nachricht ihrer Tochter: In Hanau habe es einen Anschlag gegeben. Sie setzte sich sofort in den Zug von Hersfeld nach Hanau. Schon seit dem späten Abend leisten sieben Pfarrerinnen und Pfarrer Notfallseelsorge. Die Kirche ist seither im Krisenmodus: Sitzungen fallen aus, ein Fastnachtsgottesdienst wurde abgesagt. In den kommenden Tagen werden sich alle Andachten und Predigten nur mit einem Thema beschäftigen: Dem Anschlag von Hanau.

Für die Trauernden da sein: Pröpstin Ute Kropf-Brandau hat mit Helmut Götze die Marienkirche geöffnet

Für die Trauernden da sein: Pröpstin Ute Kropf-Brandau hat mit Helmut Götze die Marienkirche geöffnet

„Kirchen sind ein guter Ort, wo man seine Fassungslosigkeit und Trauer hintragen kann“, sagt Kropf-Brandau. Sie weiß, dass es nichts hilft, nach Antworten oder Erklärungen zu suchen. Gott ist für sie nicht der, der diese Fassungslosigkeit auflöst. Sondern der, dem man diese Fassungslosigkeit klagen kann. „Wir glauben, das ist bei Gott gut aufgehoben.“ Offene Kirchen außerhalb des Wochenendes sind die Hanauer nicht gewöhnt, sagt die Pröpstin. „Wir stehen bereit, den Schmerz mit den Menschen zu teilen.“ Bis jetzt sind nur wenige Menschen in die Marienkirche gekommen. Es braucht wohl noch Zeit, bis die Menschen realisiert haben, was geschehen ist.

Tatort „Midnight“, 14 Uhr

Mittlerweile drängen sich etwa 100 Journalisten vor den Absperrungen. Die BBC ist vor Ort, Kollegen aus Frankreich, Polen, der Türkei, Italien. Auch immer mehr Anwohner und Menschen, die Opfer kannten, haben sich versammelt, insgesamt etwa 100 Personen. Die meisten von ihnen sind Migranten. Sie wollen ihre Solidarität mit den Ermordeten ausdrücken, sich ein Bild von der Lage machen. Einige fotografieren. Drei Jungs im Alter von etwa zehn Jahren mit Schulranzen auf dem Rücken betrachten die Szene ehrfürchtig. Die Stimmung ist gedrückt, etwas angespannt, aber ruhig.

Unter den Trauernden ist auch Ismail Tipi. Er sitzt für die CDU seit zehn Jahren im hessischen Landtag. Sein Wahlkreis „Offenbach Land“ grenzt an Hanau. Er unterhält sich mit einigen Männern auf Türkisch. „Heute ist ein trauriger Tag“, sagt er. Tipi will Anteil nehmen und Gesicht zeigen. Am Vormittag noch hat er den islamischen Kulturverein „AYDD“ besucht, zu dem eines der Opfer gehörte. Dessen Eltern waren auch dort. Die Familie empfinde große Trauer, gehe aber sehr besonnen mit der Situation um.

Ismail Tipi beschäftigt sich seit langem mit religiösem Extremismus und innerer Sicherheit. Für die CDU in Hessen ist er sehr wichtig, weil er Brücken vor allem in die türkischstämmige Gemeinschaft baut. Tipi will, dass der mutmaßliche Täter nicht als psychisch gestörter Irrer abgetan wird, stattdessen sei er ein Rechtsextremist gewesen. Rechtsextremismus müsse „wie jeder andere Terrorismus, ob linksextrem oder religiös, mit demokratischen Mitteln bekämpft werden“.

Tatort Kesselstadt, 14.45 Uhr

Als Tobias R. nach seinen Morden in der Hanauer Innenstadt floh, suchte er eine zweite Shisha-Bar auf, diesmal im gut zwei Kilometer entfernten „Arena Bar & Café“ in Kesselstadt. Vor der Bar ist ein großer Parkplatz, der zu einem Discounter gehört. Die Polizei sperrt mit vielen Einsatzfahrzeugen den Bereich ab. Mert, 17, und Dennis, 16, beobachten vom Innenhof eines Mehrfamilienhauses aus, wie Ermittler in weißen Schutzanzügen zwischen der Bar und einem blickdichten Feuerwehrzelt hin- und herlaufen. Sie sind noch mit der Spurensicherung beschäftigt.

In der „Arena“ starben fünf Menschen

In der „Arena“ starben fünf Menschen

Mert kannte mehrere der fünf Opfer, die am Vorabend ermordet wurden. „Wir sind schockiert“, sagt Mert. „Ich realisiere das noch nicht“, sagt Dennis. Schüsse haben sie keine gehört, wohl aber den Polizeihubschrauber. Ein Freund hatte Mert ein Bild vom Parkplatz vor der Shisha-Bar geschickt. „Alles voll mit Polizisten.“ Mert erkundigte sich im Netz, von einem Anschlag war die Rede. Die beiden Jungs erzählen von weiteren Zielen, in denen der Täter zugeschlagen haben soll: In Bruchköbel, in Lamboy. Die Gerüchte bewahrheiteten sich nicht. Auch in Kesselstadt leben viele Migranten. Erfahrungen mit Rassismus haben Mert und Dennis bisher nicht gemacht. Alle kämen gut miteinander aus.

Fünf Gehminuten von der Arena-Bar entfernt hat Tobias R. gewohnt. Nach der Tat fand ein Sondereinsatzkommando den 43-Jährigen tot auf, ebenfalls seine Mutter. Lange, schmale Gärten ziehen sich von dem Reihenhaus zur Straße hin. In einem Garten nebenan hängt eine rosa Kinderschaukel. Der gesamte Komplex wird von Polizisten abgeriegelt, da die Spurensicherung noch zu Gange ist. In der Straße, in der R. wohnte, liegt auch das Gemeindezentrum der evangelischen Kirche. Zu dem Backsteinbau gehört das „Juz k.town“, das Jugendzentrum der Gemeinde. Die jungen Menschen, die sich hier treffen, sind erschüttert von der Tat. Menschen starben in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnungen. Auch am Tag nach der Tat treffen sie sich. Es sind nicht nur die Familien der Ermordeten, deren Welt ins Wanken geraten ist. Fast jeder kennt hier jemanden, und wenn auch nur über drei Ecken, der am Mittwoch ermordet oder verwundet worden ist.

Tatort Innenstadt, 17.15 Uhr

Mittlerweile füllt eine große Menschenmenge die Kreuzung vor dem „Midnight“, es sind wohl Hunderte. Ein Junge im Vorschulalter legt eine Rose in das Beet aus Blumen und Kerzen, das über die vergangenen Stunden immer stärker gewachsen ist. Sein Vater fotografiert das Lichtermeer mit dem Handy. Frauen mit und ohne Kopftuch blicken auf den Bauzaun, den die Polizei mittlerweile errichtet und mit einer blauen Plane verhüllt hat. Die meisten unterhalten sich, wenn auch eher gedämpft. Manche werden von TV-Reportern interviewt. Sie berichten, wie sie sich fühlen, wovor sie Angst haben und welche Schlüsse sie aus den Anschlägen ziehen, die sich mehrheitlich gegen Einwanderer gerichtet haben.

Irgendwann platzt einem Besucher mit einer weißen Wollmütze der Kragen. „Die Wahrheit muss ausgesprochen werden, alle schweigen hier!“, ruft der Mann. Sofort ist er umringt von Zuhörern, Mikrofonen, Smartphone- und Fernsehkameras. Der Mann hebt den rechten Zeigefinger. „Seit 20 Jahren wird gegen den Islam gehetzt!“ Er redet über Islam-Hass, den es auch in den Medien gebe, und zeigt dabei auf das „Midnight“. „Das ist das Ergebnis.“ Die Presse solle lernen, angemessen zu berichten und nichts zu verfälschen. „Wie geht es weiter?“ Der Mann mit der weißen Mütze breitet seine Arme fragend aus. „Indem wir differenzieren, und das wünsche ich mir von Ihnen auch“, sagt eine Radiojournalistin. Der Mann gibt sich damit nicht zufrieden. Es seien Menschen gestorben. „Super gemacht“, klatscht er in Richtung der Journalisten. Sie sollten ihre Berichterstattung überdenken, fordert er. „Geben Sie den Rechtsradikalen keine Plattform!“ Applaus. Derweil laufen die ersten Menschen in Richtung Marktplatz, um an der Mahnwache teilzunehmen.

Brüder-Grimm-Denkmal, 17.45 Uhr

Die Verantwortlichen haben hastig eine provisorische Bühne errichtet und eine Lautsprecheranlage installiert. Schon jetzt warten Tausende Hanauer auf dem großen Marktplatz. Viele von ihnen tragen Kerzen. Auch Pastor Daniel Storek wartet darauf, dass es losgeht. Er trägt einen schwarzen Anzug und einen schwarzen Hut. Das Haus seiner Baptistengemeinde ist keine 50 Meter vom Tatort „Midnight“ entfernt. Die Baptisten haben sich bewusst für das Viertel entschieden. Sie wollen den zahlreichen Spielhallen ein Angebot entgegensetzen, das auch Familien und Kinder nutzen können. Unter den Gottesdienstbesuchern stammen einige aus dem arabisch und nordafrikanisch geprägten Stadtteil. Storek arbeitet im Vorstand des Arbeitskreises Christlicher Kirchen (ACK) mit. Für Freitagabend ist ein ökumenischer Gottesdienst in den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde geplant. „Wir wollen als gesamte Christenheit Hanaus zusammenstehen, sowohl vom ACK als auch der Evangelischen Allianz.“ Nach der Mahnwache wollen die Baptisten für Hanau beten. „Wir können jetzt nicht viel mehr machen, als den Angehörigen und den Einsatzkräften zur Seite zu stehen.“ Gott sei die richtige Adresse für die Trauer der Menschen. „Jesus geht mit durchs dunkle Tal hindurch.“

Das Brüder-Grimm-Denkmal am Donnerstagabend

Das Brüder-Grimm-Denkmal am Donnerstagabend

Marktplatz, 18.15 Uhr

Die Mahnwache, die für 18 Uhr angesagt war, hat immer noch nicht begonnen. Vor der Bühne drängen sich die Journalisten und andere Besucher. Wenn der Bundespräsident kommt, gilt eigentlich die höchste Sicherheitsstufe. Heute ist das anders: Keine Absperrungen, nicht einmal Sicherheitskräfte stehen zwischen Plattform und der Menschenmenge. Die Polizei spricht von 2.500 bis 3.000 Personen. In Wahrheit sind es wohl deutlich mehr, eher 5.000. Die Stimmung ist seltsam aufgeheizt. Ismail Tipi, der hessische Landtagsabgeordnete, hat sich unter die Zuschauer in den vorderen Reihen gemischt. Mehrere Frauen mit Hijab halten Transparente in die Höhe, auch das Foto eines ermordeten jungen Mannes.

Die Bühne auf dem Marktplatz während der Mahnwache voll besetzt

Die Bühne auf dem Marktplatz während der Mahnwache voll besetzt

Dann endlich betreten der Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) die Bühne, mit ihnen eine große Gefolgschaft aus Repräsentanten des öffentlichen Lebens. Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime in Deutschland steht in der Mitte, Josef Schuster vom Zentralrat der Juden auf der rechten Seite. Die Bühne ist voll. Bouffier wirkt so müde und matt wie selten. Der Mord an seinem Freund Walter Lübcke in Kassel, nun die Morde in Hanau – alles in seinem Bundesland. „Manchmal gibt es Situationen im Leben, da versch… “ – Bouffier muss neu ansetzen – „… da verschlägt es einem die Sprache.“ Er bringt es dann doch noch auf den Punkt. Deutschland dürfe Rassismus „keinen Millimeter“ nachgeben.

Die drei Politiker sind sich einig: Der Hass darf die Gesellschaft nicht spalten, wir gehören zusammen, wir sind mehr als die Rassisten. „Nazis raus!“, rufen einige linke Demonstranten mit Antifa-Fahnen. „Achten wir auf unsere Sprache“, sagt der Bundespräsident. Viel zu oft bereite sie den Nährboden für Gewalttaten. Das konnte man als Angriff auf den Rechtspopulismus verstehen. Zwar hat Steinmeier seine Rede beendet, der Tross auf der Bühne setzt sich schon wieder in Bewegung. Doch das Schlusswort hat die Frau mit dem Foto des getöteten jungen Mannes in der Hand. „Mein Cousin ist tot!“, ruft sie in Richtung Steinmeier. Sie fordert, die AfD zu verbieten, die sie für die Tat verantwortlich macht. „Jeden Tag gibt es Rassismus!“ Die Umstehenden nicken und klatschen. Die Wut trauert mit. Manche skandieren wieder „Nazis raus“, bevor Aktivisten antifaschistische Parolen skandieren.

Religiöse Vertreter kamen nicht zu Wort

Viele Teilnehmer sind dankbar, dass der Bundespräsident und viele andere Gesicht gezeigt haben. Aber nicht alle sind zufrieden. Vor allem einigen Muslimen geht die Verurteilung des Rassismus nicht weit genug. Auf der Bühne gab es nur Statements politischer Verantwortungsträger. Religiöse Vertreter, weder aus den Kirchen noch aus Moscheen, kamen nicht zu Wort. Dabei hätten Bischöfin Hofmann und Mazyek bereit gestanden. Dass sie nicht die Möglichkeit hatten, aus Sicht der Religionen ein Zeichen des Friedens zu setzen, wirkt wie eine vergebene Chance.

„Hass ist krass, Liebe ist krasser“

„Hass ist krass, Liebe ist krasser“

„Es gibt noch eine Demo“, ruft ein Aktivist der Antifa um 19.05 Uhr. Ein Zug von etwa 150 Personen beginnt zu marschieren. Ihre Wut richtet sich gegen Rassismus, aber auch gegen die Politik: „Nazis morden, der Staat macht mit! Der NSU war nicht zu dritt!“ Die Polizei scheint überrascht von der Demonstration, hat die Lage aber gut unter Kontrolle.

Um 20 Uhr haben die meisten Menschen den Marktplatz verlassen. Manche bleiben noch stehen vor dem Grimm-Denkmal, auf dem sich Kerzen, Karten und Blumen türmen. Dann machen sie sich auf den Nachhauseweg. Es muss ja weitergehen.

Von: Nicolai Franz

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