Darf nicht in Liverpool predigen: Franklin Graham

Darf nicht in Liverpool predigen: Franklin Graham

Wegen Aussagen zu Homosexualität: Event mit Franklin Graham abgesagt

Der Evangelist Franklin Graham darf nicht in Liverpool auftreten. Wegen seiner Aussagen zu gleichgeschlechtlichen Paaren stellt der Betreiber des Veranstaltungsortes sein Konferenzzentrum nicht mehr zur Verfügung. In einer Stellungnahme rechtfertigt Graham seine Position.

Im Rahmen einer Acht-Städte-Tournee durch das Vereinigte Königreich sollte Franklin Graham am 12. Juni in Liverpool auftreten. Doch daraus könnte nichts werden: „In den vergangenen Tagen wurden wir auf eine Reihe von Aussagen aufmerksam gemacht, die wir als unvereinbar mit unseren Werten betrachten.“ Mit dieser Begründung stornierten die Betreiber des Liverpooler ACC-Konferenzzentrums eine Evangelisations-Veranstaltung des amerikanischen Evangelisten Franklin Graham. Der Schritt sei notwendig, weil „wir das Gleichgewicht zwischen der Redefreiheit und der spaltenden Wirkung, die diese Veranstaltung in unserer Stadt hat, nicht in Einklang bringen können“. Das ACC-Liverpool bezieht sich dabei auf Aussagen Grahams, in denen er gleichgeschlechtliche Ehen als „Sünde“ und den Islam als „sehr böse Religion“ bezeichnete.

Vorrausgegangen war eine Protestaktion gegen den Auftritt des US-Evangelisten. Gleichstellungsaktivisten in Liverpool hatten eine Petition gegen Graham gestartet. Sie befürchteten, dass die Veranstaltung zu „hasserfüllter Mobilisierung anregen und die Sicherheit unserer LGBTQ-Gemeinschaft“ gefährden könne.

In einem Brief hatte sich die Gruppe „Liverpool City Region Pride“ an den Vorstand des Konferenzzentrums, den Stadtrat und den Bürgermeister Liverpools gewandt. Darin warnten die Aktivisten vor den „gefährlichen Ansichten“ Grahams und forderten die Absage der Evangelisationsveranstaltung, berichtet der britische Sender BBC.

Liverpools Bürgermeister Joe Anderson begrüßte nun die Absage. „Unsere Stadt ist eine vielfältige Stadt und stolz auf seine LGBTQ-Gemeinschaft.“ Er sei froh, dass „Hass und Intoleranz“ nicht unkommentiert blieben.

Einladung an LGBTQ-Aktivisten

In einer Stellungnahme am Montag wies Graham die Anschuldigungen zurück. Er wolle keine „hasserfüllte Rede“ halten. „Ich bin gekommen, um das Evangelium zu verkünden.“ Er sei weiterhin überzeugt, dass Gott Homosexualität als Sünde definiert. Aber Gott gehe sogar noch weiter, „indem er sagt, dass wir alle Sünder sind“ – das schließe ihn selbst mit ein. Weiterhin lud Graham die LGBTQ-Gemeinschaft zu seinen Veranstaltungen ein. Die Botschaft, die er verkünde, sei eine Nachricht der Hoffnung. Gott könne jedem vergeben.

Von: Martin Schlorke

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