Konservative Menschen sind glücklicher

Konservative Menschen sind glücklicher

Konservativ macht glücklich

Menschen, die sich als konservativ betrachten, sind mit ihrem Leben zufriedener. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wissenschaftlers David Newman aus Los Angeles. Demnach erkennen diese Menschen häufiger als andere in ihrem Leben einen Sinn.

Liberale oder politisch Linke können in ihrem Leben häufig schwerer einen Sinn erkennen als Konservative. Das geht aus einer Studie des amerikanischen Wissenschaftlers David Newman von der University of Southern California in Los Angeles hervor. Er hat seine Ergebnisse im Fachjournal „Social Psychological and Personality Science“ veröffentlicht.

Newman hatte zusätzlich zu eigenen Forschungen weitere Untersuchungen und deren Daten ausgewertet. Dazu gehörte unter anderem auch die Studie des Baylor Instituts aus dem Jahr 2007, in der sich 1.595 Amerikaner zu ihrer Religiosität geäußert haben. Insgesamt konnte Newman anhand der Ergebnisse aus 16 westlichen Ländern und über vier Jahrzehnte hinweg beobachten, dass konservative Menschen mit ihrem Leben zufriedener sind als andere.

Ein Ergebnis des Baylor-Instituts ist es, dass Konservative häufig religiöser sind. Diese Einstellung wirke sich auf die Einstellung zum Leben und auf die Zufriedenheit aus. Ähnliche Beobachtungen hatten die Forscher bei der Auswertung der Daten der Internetseite YourMorals.org gemacht. Dort wurden die Antworten von 3.300 Nutzern genauer analysiert.

Religiosität und Konservatismus trennen

In einer weiteren Studie mussten die Teilnehmer sich selbst in eine von sieben politischen Kategorien einordnen. Zudem sollten sie auf einer Vierer-Skala die Frage beantworten, ob ihr Leben einen Sinn habe. Die Korrelation war am stärksten bei sehr konservativen Teilnehmern. Bei ihrer eigenen Untersuchung haben Newman und seine Wissenschaftler darauf geachtet, die möglichen Effekte durch Religiosität und Konservativismus voneinander zu trennen.

Sie fanden heraus, dass sich das Glück der Konservativen nicht ausschließlich durch Religion erklären lässt. Das Wohlbefinden der Konservativen lasse sich durch eine stärkere soziale Verankerung im Familien- und Freundeskreis erklären. Mögliche Korrelationen müssten aber auch mit der gebotenen Sorgfalt betrachtet werden.

Konservatismus fuße auf der Idee von Stabilität und Stimmigkeit. Dies seien Faktoren, die das eigene Empfinden der Bedeutung ihres Lebens wachsen lassen können. Die Ergebnisse bestätigen frühere Untersuchungen anderer Wissenschaftler. Soziologinnen an der Universität Köln hatten herausgefunden, dass Konservative im Schnitt glücklicher sind. Dies sei insbesondere dann der Fall, wenn der politische Zeitgeist ebenfalls eher konservativ geprägt ist, fanden sie heraus.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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