Felix Nmecha betet mit Gegenspielern auf dem Platz

Deutschland ist mit einem Sieg ins Fußball-WM-Turnier gestartet. Nach Abpfiff versammeln sich Spieler beider Mannschaften am Mittelkreis zum gemeinsamen Gebet. Bereits zuvor bekannte Nmecha beim Torjubel seinen christlichen Glauben.
Von Martin Schlorke
Felix Nmecha, Jonathan Tah und Spieler von Curacao beten

Am Sonntagabend hat Deutschland sein WM-Auftaktspiel gegen Curaçao mit 7:1 gewonnen. Einer der auffälligsten Sportler war Mittelfeldspieler Felix Nmecha – während und nach dem Spiel. In der sechsten Spielminute erzielte der Dortmunder zunächst das 1:0. Kurz vor der Halbzeit holte er noch einen Elfmeter für die deutsche Mannschaft heraus.

Für unzählige Reaktionen in den sozialen Medien sorgten jedoch nicht nur sein Tor, sondern auch der ungewöhnliche Jubel. Zunächst kniete sich Nmecha auf den Boden, zeigte mit seiner rechten Hand gen Himmel und setzte eine imaginäre Krone ab. Eine Geste, die zeigen soll, dass Jesus Herr über allem ist.

Nach dem Abpfiff stand Nmecha erneut im Fokus der Kameras. Die „Bild“-Zeitung schreibt von einer „kuriosen Szene“. Die „Augsburger Allgemeine“ von seiner „bemerkenswertesten Aktion“ und der „Stern“ von einer „besonderen Szene“. Nmecha, Nationalspieler Jonathan Tah und einige Spieler des Gegners trafen sich am Mittelkreis, legten ihre Arme umeinander und beteten gemeinsam.

In der ARD darauf angesprochen erklärte der 25-Jährige: „Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Wir haben einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir alle sehr dankbar sind.“ Und weiter: „Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns, aber auch im Ganzen glauben wir alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird. Deswegen sind wir zusammengekommen und haben zusammen gebetet.“

Bereits vor Anpfiff bezeugte Nmecha seinen Glauben, als er mit einer Bibel in der Hand aus dem Mannschaftsbus stieg. Nach dem Spiel postete er auf Instagram ein Bild seines Jubels und schrieb dazu: „Danke, Jesus.“

Nmecha bekennt sich seit vielen Jahren öffentlich zu seinem Glauben. Nach seinem Wechsel 2023 zu Borussia Dortmund wurden dem Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters Homophobie und Transfeindlichkeit vorgeworfen (Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen). Nmecha hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.  

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