Das christliche Medienmagazin

Elon Musk: Von Jesus gerettet werden? Warum nicht?

Unternehmer Elon Musk hat als Kind in Südafrika eine christliche Erziehung genossen. In dem satirischen christlichen Podcast „The Babylon Bee“ sagte er auf die Frage, ob er Jesus Christus als persönlichen Retter annehmen wolle: „Warum nicht?“
Von Jörn Schumacher

Foto: The Babylon Bee

Glaubt Elon Musk an Jesus? Fast hätten die Podcaster von „The Babylon Bee“ ihn so weit gehabt, Jesus Christus als seinen „persönlichen Herrn und Heiland“ anzuerkennen

Der Leiter und teils auch Mitgründer des Bezahldienstes PayPal, des Raumfahrtunternehmens SpaceX und des Elektroautoherstellers Tesla, Elon Musk, war Gast im Podcast der amerikanischen christlichen Satire-Website „The Babylon Bee“. Dabei handelt es sich nach Aussage der Macher um „die beste Satire-Website der Welt“. Die Meldungen der „Babylon Bee“, die man als englischsprachiges „christliches Postillon“ umschreiben könnte, betreffen Themen rund um den christlichen Glauben, Politik und den Alltag.

Das Interview mit Elon Musk fand allerdings tatsächlich statt, und der Tesla-Chef stand den drei Autoren des Satire-Magazins anderthalb Stunden Rede und Antwort. Musk war „The Babylon Bee“ zuvor bereits bekannt und lobte sie als lustiges Onlinemagazin, das, anders als etwa „The Onion“, nicht nur rechte Politiker durch den Kakao ziehe, sondern auch linke.

Musk kritisiert den Trend der „Wokeness“, also das stete Bemühen um bewussten respektvollen Umgang mit allen Minderheiten im Sinne der politischen Korrektheit. Dieser Trend habe sich zu einem „Virus“ des Denkens entwickelt, der jede Comedy verbieten wolle, bemängelt Musk. „Wollen wir in einer humorlosen Gesellschaft leben, in der nur Verurteilung und Hass regieren?“, fragt er. Im Kern sei Wokeness „spaltend, ausschließend und hasserfüllt. Es gibt fiesen Menschen eine Rechtfertigung, fies zu sein“.

Musk wurde als Kind oft geschlagen

Der Chef von Tesla und SpaceX sprach auch über seine Kindheit und dass er in seiner Heimat Südafrika in die anglikanische Sonntagsschule gegangen sei. „Ich ging außerdem in eine hebräische Schule. Auch wenn ich kein Jude bin. Ich sah also sozusagen zuerst Hava Nagila und dann Jesus. Als Kind war das super.“

Als Junge habe er eine existenzielle Krise gehabt und sich gefragt, was der Sinn des Lebens sei. Da habe er einige religiöse Bücher gelesen, auch die Bibel. Er habe dabei festgestellt, dass in der Bibel vieles stehe, was in der Sonntagsschule nicht gelehrt werde. „Gott änderte da wirklich sehr seine Meinung vom Alten Testament zum Neuen Testament!“ Er sei zudem als Kind mehrmals verprügelt worden. „Südafrika zu jener Zeit war ein Ort mit viel Gewalt. Ich bin mehrmals fast tot geschlagen worden“, so Musk.

Auf die Frage, welches Buch er zur Bibel hinzufügen würde, wenn er könnte, antwortet Musk: „Wir könnten ein Buch nach der Offenbarung gebrauchen. Das ist ja kein Happy End! Wir bräuchten eine ‚Offenbarung, Teil 2: Das Happy End‘.“ Am Ende lautet seine Antwort: „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams.

Gegen Ende des Gesprächs betonen die Podcaster, dass sie ein christliches Unternehmen seien, und Elon Musk fragt sie, gespielt empört: „Aber warum macht ihr eure Show am Sonntag? Warum seid ihr Heiden nicht in der Kirche? Gott sagte: Ihr dürfte nicht am Sonntag arbeiten. Dafür kommt ihr in die Hölle!“

Dann fragen die Gastgeber Musk mit einem Augenzwinkern, ob er Jesus Christus als seinen persönlichen Herrn und Retter anerkennen wolle, und Musk antwortet nach einer langen Pause:

„Ich stimme mit den Prinzipien von Jesus überein. In Jesu Lehre steckt eine Menge Weisheit und mit der stimme ich überein. Dinge wie ‚Halte deine andere Wange hin‘ sind sehr wichtig. Ich bin gegen das Prinzip ‚Auge um Auge‘, denn da wird am Ende jeder blind sein. Auch ‚Liebe deinen Nächsten‘ ist sehr wichtig.“

Mit Einstein würde er von sich sagen, er glaube an den Gott Spinozas. Dann fügte er hinzu: „Aber hey, wenn Jesus Menschen rettet, stehe ich nicht im Weg. Wenn es stimmt, würde ich auch gerettet sein wollen, warum nicht?“ Einer der Podcast-Gastgeber fügt hinzu: „Ich denke, das ist ein Ja.“

Auf die Frage: „Willst Du jetzt noch getauft werden?“, antwortet Musk: „Ich wurde schon mal getauft. Als Baby in der Anglikanischen Kirche.“ Er habe es immer als etwas seltsam empfunden, Blut zu trinken und den Leib Christi zu essen. Er finde es aber erstaunlich, dass Jesu erstes Wunder gewesen sei, Wein zu einer Party zu bringen. „Sie hatten ja bereits den ganzen Wein ausgetrunken, und Jesus fand, dass man weiter feiern sollte. Die Läden waren schon geschlossen, und Jesus sagte: Ich bin am Start. Wasser – jetzt Wein. Party on!“

Das Podcast-Interview mit Elon Musk in voller Länge
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11 Antworten

  1. Findet ProChrist keine lesenswerten Themen mehr ??? Herr Musk stimmt also mit einigen Anschauungen Jesu überein…..Ich hätte noch einen Vorschlag : “Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in das Himmelreich Gottes !” Jesus Christus Dieser ganze Beitrag ist beschämend und der ewige Tod wird in solchen und ähnlichen Beiträgen verharmlost. Aber das muss die Redaktion von ProChrist selber wissen.

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    1. Lieber Herr Michael Wüsthoff,
      mir ist nicht bekannt, wie „ProChrist“ über Herrn Elon Musk denkt, aber ich vermute sehr stark, dass „ProChrist“ ( wie ich Ulrich Parzany einschätze und erlebt habe, wird der sich nicht anmaßen, zu entscheiden, wer von uns in das Himmelreich kommt und wer „auf keinen Fall“. „ProChrist“ würde das sehr wahrscheinlich Gott und SEINEM Sohn Jesus überlassen. Die allein sind nämlich a l e i n zuständig
      für „Sowas“ . Wenn über mich ( nur) fromme, selbstgerechte Mit-Christen „richten“ müssten, …. hätte ich Null—Chancen in den Himmel zu kommen..😰😇

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      1. Hallo Herr Gerlach, nein vielen Dank für den Hinweis. .keine Verwechslung. Sie sehen vielleicht in der Bezeichnung PRO CHRISTliches Medienmagazin. Das Magazin ist in seinem Selbstverständnis PRO CHRIST, oder anders gesagt FÜR JESUS.
        Lesen sie sich doch das ganze noch einmal durch und stellen sich die Frage, ob solche Beiträge diesem Verständnis noch gerecht werden können. Mit freundlichen Grüßen auch an Herrn Müllerberg 😉

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    2. Hallo Hr Wüsthoff, ProChrist und das Medienmagazin sind ganz verschiedene Organisationen. Da verwechseln Sie was. Und wenn ein christliches Magazin so einen Beitrag zum Beurteilen publiziert finde ich das okay. Da kann ich mir doch selbst meine Gedanken dazu machen.

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    3. Dies weiss und entscheidet nur Gott kein Mensch Ja die Bibel steht so, weil die meisten Reichen von
      die Schrift nicht kennen und von Erretung nicht wissen weollen

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  2. Auch wenn die Einlassungen Musks eher nach “Volxbibel” klingen, sollte man doch erkennen, dass Musk sich mit dem Christentum auseinandersetzt, bereits eine Grundlage durch die Sonntagsschule in Südafrika mitbringt und am Christsein durchaus interessiert ist. Keine schlechten Voraussetzungen, um das Ziel zu erreichen.

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  3. Ich hätte sofort zu Herrn Musk gesagt , nachdem er die Frage mit Ja beantwortet hat , dann lasst uns zusammen jetzt beten und Jesus Christus das Leben geben !!!
    Wann kommt wieder die Gelegenheit? Aber lasst uns zusammen für ihn beten , dass er tatsächlich sein Leben Jesus gibt ! Amen !

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  4. Sehr geehrter Herr Musk,
    Besuchen Sie mich und ich werde Ihnen
    Die WAHRHEIT sagen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter S.

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  5. Ich finde, dass alle Menschen die hier leben und schon gestorben sind und dem Herrn gehören sind
    vor der Erschaffung der Welt prädestiniert oder auserwählt wurden. Kein Mensch kommt in den Himmel
    der nicht vom Herrn schon vor Erschaffung der Welt in das Buch des Lebens eingetragen worden ist.
    Trotzdem glaube ich, dass der Herr bestimmt schlussendlich von uns allen wer in den Himmel kommt!

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Kommentare sind geschlossen.

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