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EKD-Sportbeauftragter kritisiert Vergabe der Fußball-WM

Der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Volker Jung, kritisiert die FIFA für die WM-Vergabe nach Russland. Dabei sei es hauptsächlich um finanzielle Interessen gegangen, sagte er in einem Interview des Nachrichtenportals Domradio. Außerdem habe das Land die Menschenrechte beim Bau der Stadien missachtet.
Von PRO
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Der EKD-Sportbeauftagte Volker Jung fordert vom Deutschen Fußball-Bund Mut, auch Probleme in den Austragungsländern von Turnieren anzusprechen

Foto: pro/Norbert Schäfer

Der EKD-Sportbeauftagte Volker Jung fordert vom Deutschen Fußball-Bund Mut, auch Probleme in den Austragungsländern von Turnieren anzusprechen

Der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Volker Jung, hält die Vergabe der Fußball-WM nach Russland für bedenklich. Es sei schwierig, eine solche Großveranstaltung in einem Land wie Russland abzuhalten. Einerseits würden die Menschen auf die Probleme im Land aufmerksam gemacht. Andererseits präsentierten sich Länder bei großen Sportereignissen von ihrer besten Seite.

Jung stimmte dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, zu, dass Fußball keine weltpolitischen Probleme löse. Dennoch trage der Fußball politische Verantwortung. DFB-Vertreter müssten seiner Meinung nach mutig sein, um die Probleme anzusprechen.

Kritik übte Jung auch am Weltfußballverband FIFA. Dieser habe vor allem finanzielle Interessen im Blick und nicht politische Aspekte sowie Menschenrechtsfragen. Große Sportereignisse würden häufig an Länder vergeben, die sich nicht mit Menschen- und Arbeitsrechten befassten. Jung spekulierte, dass bei Vergaben der großen Turniere auch finanzielle Aspekte und Korruption eine Rolle spielen.

Vom angekündigten Besuch des Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) bei der Weltmeisterschaft erhofft sich Jung einiges. Der Politiker solle seinen Besuch in Moskau nutzen, um dort die Menschenrechtsfragen anzusprechen. Außerdem sei es wichtig für die Sportler, die Politik an ihrer Seite zu wissen.

Von: Niklas Fischer

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