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EKD-Bevollmächtigter Dutzmann geht in den Ruhestand

Im Rahmen des traditionellen Johannisempfangs der Evangelischen Kirche in Deutschland soll der langjährige EKD-Bevollmächtigte in Berlin, Martin Dutzmann, verabschiedet werden. Er geht in den Ruhestand. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Von Johannes Blöcher-Weil
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Martin Dutzmann

Foto: PRO/Anna Lutz

Martin Dutzmann ist seit 2013 Bevollmächtigter der EKD

Martin Dutzmann wird am 22. Juni offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Dies teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag mit. Würdiger Rahmen soll der traditionelle Johannisempfang sein, bei dem der Theologe entpflichtet wird.

Zu der Feier wird auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus wird einen Festvortrag halten. Dutzmanns offizieller Titel lautet „Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union“. Als solcher ist er zugleich Seelsorger für Regierungsmitglieder und Abgeordnete. Der 66-jährige Dutzmann vertritt seit Oktober 2013 die Interessen der EKD in Berlin und Brüssel.

Dutzmann hat nach seinem Abitur zunächst in Marburg, Straßburg und Bonn Evangelische Theologie studiert. Nach seinem Vikariat im Kirchenkreis Wetzlar und seiner Promotion an der Universität in Bonn war er Pfarrer in Remscheid. Es folgte eine Station als Superintendent des Kirchenkreises Lennep. Vor seinem Wechsel nach Berlin war er Landessuperintendent und damit leitender Geistlicher der Lippischen Landeskirche.

Klare Position zu griechischen Flüchtlingslagern

Der verheiratete Vater von drei Söhnen war von 2008 bis 2014 nebenamtlich Militärbischof der EKD. Seit September 2021 ist Dutzmann im Ehrenamt Präsident des Gustav-Adolf-Werks, für das er sich auch im Ruhestand weiter engagieren will.

Klar positioniert hatte sich Dutzmann in einem ZDF-Interview im Juni 2020 zu den Zuständ in den griechischen Flüchtlingslagern. Er rief dazu auf, dringend mehr Menschen von dort zu evakuieren. In der Debatte um das Kirchenasyl forderte der Theologe im September 2020 im Namen der evangelischen Kirche in Deutschland die Innenminister von Bund und Ländern mit Hinweis auf den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Juni 2020 zu einer Rücknahme der verschärften Regelungen für das Kirchenasyl auf.

Der Johannisempfang der EKD soll in diesem Jahr erstmals seit der Corona-Pandemie wieder in Präsenz stattfinden. 2020 wurde der Jahresempfang abgesagt, im vergangenen Jahr durch eine digitale Veranstaltung ersetzt. Ein Nachfolger für Martin Dutzmann wurde noch nicht bekanntgegeben.

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