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Christen müssen „auf dem Marktplatz bestehen“

Die Deutsche Evangelische Allianz will Gemeinsamkeit und Einheit unter den Christen stärken. In Hannover treffen sich derzeit mehrere hundert Teilnehmer bei einem „Zukunftsforum“, um voneinander zu lernen und Ideen zu entwickeln, um Menschen mit dem Wort Gottes zu erreichen.
Von PRO
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Christian Sterzik leitet die EKD-Stabsstelle für Digitalisierung
Christian Sterzik leitet die EKD-Stabsstelle für Digitalisierung

Das „Zukunftsforum“ der Deutschen Evangelischen Allianz startete in der Elim-Gemeinde in Hannover mit verschiedenen Grundlagenvorträgen und der Vorstellung verschiedener Praxisbeispiele, unter anderem zu den Themen Bibel, Gebet, Evangelisation und Digitalisierung. Der Generalsekretär des Bibellesebundes, Andreas Klotz, sprach über den Verlust des Bibelwissens und Bibellesens in der Gesellschaft, auch unter Christen. Früher sei eine tägliche „Stille Zeit“ mit dem Studium der Bibel und mit Gebet viel mehr im Alltag verbreitet gewesen. Die Bibellesekultur, wie es sie früher einmal gegeben habe, sei eingebrochen. Oft gebe es auch Vorbehalte gegen die Bibel oder einen Vertrauensverlust gegenüber dem Wort Gottes. Durch die Digitalisierung habe man zudem ein Übermaß an Angeboten, gegen die das Bibellesen oft verliere. Das alles führe dazu, dass es auch an Bibelwissen in der Gesellschaft fehle.

Andreas Klotz, Generalsekretär des Bibellesebundes pro/Swanhild Zacharias
Andreas Klotz, Generalsekretär des Bibellesebundes

In Europa habe der Glaube lange Zeit eine prägende Rolle für die Kultur gespielt, sagte Frank Bauer, Leiter von Jugend mit einer Mission, zum Thema Evangelisation. Der Gottesdienstbesuch sei am Sonntag zum Beispiel fest verankert gewesen. Mittlerweile sei es aber schwer, den Menschen Glauben zu vermitteln. „Wie passen wir unsere Methoden an, sodass sie in die heutige Zeit passen und die Fragen der heutigen Zeit beantworten?“, fragte Bauer. Das sei die Herausforderung von Evangelisation heute. In der Gesellschaft herrsche vermehrt eine Orientierungslosigkeit. „Für uns ist das die Chance, den Menschen ein neues Zuhause vorzustellen – ihnen Gott vorzustellen“, sagte Bauer. „Die Menschen sind hungrig und suchen Antworten – und wir haben einen Schatz von Antworten. Die Menschen warten darauf, in die Nachfolge eingeladen zu werden.“

Das Internet biete gigantische Möglichkeiten, sagte Christian Sterzik, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Kirche und ihre Inhalte gingen bei dem großen Angebot im Netz jedoch oft unter. Deshalb müsse man sich fragen: „Wie gut setzen wir uns dafür ein, dass junge Menschen aus unseren Gemeinden gute Angebote im Internet finden?“ Sterzik stellte fest: „Wir müssen auf dem Marktplatz bestehen. Wir sind da noch nicht so gut.“ Der Digitalexperte stellte deshalb einfache Möglichkeiten vor, wie Gemeinden besser im Netz präsent sein können, unter anderem die bessere Auffindbarkeit bei Google und Google Maps für die jeweiligen Ortsgemeinden. Auch im Bereich Podcasts könne Kirche auf einfache Weise aktiver sein. Sterzik betreut bei der EKD auch das Projekt „Kirche im digitalen Wandel“.

Reinhardt Schink, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, begrüßte die Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung pro/Swanhild Zacharias
Reinhardt Schink, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, begrüßte die Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung

Die Deutsche Evangelische Allianz will Gemeinsamkeit und Einheit unter den Christen stärken. Bei dem „Zukunftsforum“ in Hannover treffen sich mehrere hundert Teilnehmer, um bei Impulsvorträgen und Barcamps voneinander zu lernen und Ideen zu entwickeln, Menschen mit dem Wort Gottes zu erreichen.

Von: Swanhild Zacharias

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