Das christliche Medienmagazin

Bundespräsident: „Botschaft des Neuen Testaments für alle bedeutsam“

Der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen ist wieder in die evangelische Kirche eingetreten. Dies hat er in einem Interview der österreichischen Kirchenzeitungen bestätigt. Das Christentum hält er für Österreich vor allem wegen der Botschaft des Neuen Testaments für bedeutsam.
Von PRO
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
Alexander van der Bellen äußert sich in einem Gespräch mit den konfessionellen Zeitungen Österreichs auch zu seiner Haltung zur Kirche
Alexander van der Bellen äußert sich in einem Gespräch mit den konfessionellen Zeitungen Österreichs auch zu seiner Haltung zur Kirche

Der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen wünscht sich, dass sich nicht nur Kirchenmitglieder an der biblischen Botschaft des Neuen Testaments orientieren. Angst davor, dass die Religiosität ausstirbt, hat er nicht: „Dazu ist das Bedürfnis nach etwas zu groß, das zu erklären versucht, was Leben ist, woher es kommt und wohin wir nach dem Tod gehen.“ Dies hat er in einem Interview der österreichischen Kirchenzeitungen gesagt.

Van der Bellen ist kürzlich wieder in die „evangelische Kirche des Augsburger Bekenntnisses eingetreten“, nachdem er als junger Mann aus Ärger über seinen lokalen Pfarrer der Kirche den Rücken gekehrt hatte. Den Schritt, wiedereinzutreten, hatte er 2016 vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten erwogen. Im Laufe seiner politischen Laufbahn hatte van der Bellen mehrmals erklärt, nicht an einen persönlichen Gott zu glauben.

In Österreich hat die Evangelische Kirche des Augsburger Bekenntnisses in 200 Gemeinden rund 285.000 Mitglieder. Der Name gründet sich auf die 1530 auf dem Reichstag in Augsburg dargelegten, verbindlichen Bekenntnisschriften der lutherischen Kirchen.

„Kirchen müssen sich zu sozialen Fragen äußern“

Er tausche sich regelmäßig mit dem Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, und dem evangelischen Bischof Michael Bünker aus. Der Kontakt zwischen Politik und Religionsgemeinschaften sei ihm wichtig, „und dass sich die Kirchen, Caritas und Diakonie zu sozialen Fragen zu Wort melden“. Österreich ohne den „unersetzlichen Einsatz der Kirchen“ möchte er sich nicht vorstellen.

Papst Franziskus habe mit seiner Enzyklika „Laudato si’“ den Klimaschutz mit ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Menschen müssten sich im Klaren sein, „dass wir die erste Generation sind, die die Klimakrise hautnah verspürt – und zugleich die letzte Generation, die es noch in der Hand hat, etwas Wesentliches zu ändern“. Van der Bellen findet es nicht problematisch, wenn Schüler die Schule schwänzen, um für das Klima zu demonstrieren. Den Schulstoff könnten die Kinder nachlernen. Der Prozess des Klimawandels sei nicht mehr umkehrbar.

In Bezug auf die anstehende Wahl zum EU-Parlament und die europäische Idee wünscht sich der frühere Grünen-Politiker einen EU-Patriotismus – „auch weil wir weltweit nicht nur von Freunden umgeben sind“. Für die Bewältigung vieler politischer Gefahren gebe es keinen besseren Partner als die Europäische Union.

Von: Johannes Blöcher-Weil

Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen