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„Bonifatiusbote“ wird eingestellt

Drei Bistümer haben angekündigt, ihre Bistumszeitung einzustellen. Grund ist der Rückgang der Auflage.
Von Norbert Schäfer
Der „Bonifatiusbote“ des Bistums Fulda erscheint (mit Unterbrechungen) seit 1884

Foto: Bistum Mainz / Blum

Der „Bonifatiusbote“ des Bistums Fulda erscheint (mit Unterbrechungen) seit 1884

Die Bistümer Fulda, Limburg und Mainz haben beschlossen, ihre Bistumszeitungen nur noch bis Ende des Jahres 2023 herauszugeben. Das geht aus einer Pressemeldung des Bistums Mainz vom Freitag hervor. Betroffen sind die Titel „Glaube und Leben“ (Mainz), „Der Sonntag“ (Limburg) sowie der „Bonifatiusbote“ aus Fulda mit einer Gesamtauflage von derzeit 21.000 Exemplaren.

Als Hauptgrund führt das Bistum Mainz den kontinuierlichen Rückgang der Auflage an, der zu einem immer höheren Zuschussbedarf durch die Bistümer geführt habe. Zwar habe es viele Bemühungen gegeben, die Kirchenzeitungen attraktiv zu halten, aber man müsse zur Kenntnis nehmen, dass sich der Umgang der Menschen mit Medien massiv verändert habe. Laut Pressemeldung ist das Vorhaben „eine unumgängliche Entscheidung, da die Kirchenzeitungen im bisher bestehenden Modell keine wirtschaftliche Zukunft haben“.

Bis zur Einstellung der Zeitungen wollen die Bistümer „neue Wege und Formate in der Kommunikation“ entwickeln und die Printmedien mit den elektronischen Medien enger verzahnen.

Von der Einstellung der Zeitung sind 22 Mitarbeiter betroffen. Sie seien am Donnerstag in Mainz darüber informiert worden, heißt es in der Pressemeldung des Bistums. Für die MItarbeiter haben die Bistümer eigenen Angaben zufolge „sozialverträgliche kirchennahe Lösungen“ vorgesehen. Herausgegeben werden sie den Angaben zufolge von der gemeinsamen Gesellschaft für kirchliche Publizistik.

Von: Norbert Schäfer

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