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Belgischer Diplomat wird neuer EU-Beauftragter für Religionsfreiheit

Nach einer mehr als einjährigen Unterbrechung wird das Amt des EU-Sonderbeauftragten für weltweite Religionsfreiheit neu besetzt.
Von Johannes Schwarz
Der frühere belgische Diplomat Frans van Daele wird neuer EU-Sonderbeauftragter für weltweite Religionsfreiheit.
Der erfahrene Karrierediplomat Frans van Daele setzt sich nun für Religionsfreiheit ein (Archivbild)

Der belgische Diplomat Frans van Daele wird neuer EU-Sonderbeauftragter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit in der Welt. Dies teilte die Kommission der Europäischen Union am Mittwoch in Brüssel mit.

Der 75-jährige van Daele ist in den Niederlanden geboren. An der Katholischen Universität Löwen studierte er Romanistik und Kunstwissenschaft. Anschließend wurde er schon im jungen Alter Diplomat. Während seiner diplomatischen Laufbahn war van Daele Belgiens Botschafter in Rom und in Washington. Er hatte auch die Botschafterposition bei den Vereinten Nationen in New York inne. Zuletzt war er von 2013 bis 2017 Kabinettschef des belgischen Königs Philippe.

Die EU-Kommission sprach sich für den Belgier aus, da er „langjährige herausragende Erfahrung im diplomatischen Bereich“ habe. Weiter würdigte die EU „sein Engagement für den Schutz der Menschenrechte und religiösen Überzeugungen“.

Italiener galt als neuer Beauftragter

Der EU-Vizepräsident Margaritis Schinas, dem der Sonderbeauftragte untersteht, hatte Anfang des Jahres verkündet, dass das Amt neu besetzt werden sollte. Zuletzt war es mehr als ein Jahr unbesetzt. Im September 2021 gab der Grieche Christos Stylianides diese Aufgabe zugunsten eines Ministerpostens im eigenen Land nach nur vier Monaten wieder ab.

Im Sommer hieß es aus Kreisen der EU-Kommission, dass der Italiener Mario Mauro das Amt übernehmen könnte. Die Kommission entschied sich nun anders. Van Daele wird das noch junge Amt übernehmen. 2016 schuf der damalige Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker den Posten des Beauftragten für Religionsfreiheit.

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