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Autonome wollen gegen Lebensrecht anstinken

Am Samstag wollen in Berlin Lebensrechtler mit einem Schweigemarsch durch das Regierungsviertel für das Recht auf Leben und gegen Abtreibung demonstrieren. Linksautonome haben angekündigt, den friedlichen Protest zu stören.
Von PRO
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Rund 7.000 Teilnehmer nahmen 2015 am „Marsch für das Leben“ teil

Foto: Markus Pletz/idea

Rund 7.000 Teilnehmer nahmen 2015 am „Marsch für das Leben“ teil
Am Samstag wollen in Berlin Lebensrechtler beim „Marsch für das Leben“ durch das Regierungsviertel der Hauptstadt für das unbedingte Lebensrecht aller ungeborenen, kranken, alten oder beeinträchtigten Menschen demonstrieren. Der Marsch beginnt am Samstag um 13 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Kanzleramt und soll die Teilnehmer anschließend auf einer Strecke von rund fünf Kilometern duch die Innenstadt führen. Veranstalter ist der Bundesverband Lebensrecht (BVL). Dieser setzt sich zudem gegen Abtreibung und Euthanasie ein. Im Vorfeld der Veranstaltung haben Linksautonome im Internet dazu aufgerufen, die Veranstaltung zu stören. Nach Angaben auf einer Webseite von Medienaktivisten wollen die Autonomen, die sich für die Störaktion den Namen „AK Codename Kot“ gegeben haben, „durch bestialischen Gestank die Auftaktkundgebung zum Desaster machen“. Dazu sollen sich die Aktivisten unbemerkt unter die Demonstranten mischen und auf ein Signal hin stinkende Substanzen in der Versammlung verteilen. Die Linksautonomen sehen im „Marsch für das Leben“ eine „Propopagandashow“ christlicher „Fundamentalist*innen“ aus dem „Mittelalter“. Im vergangenen Jahr liefen nach Angaben des Veranstalters rund 7.000 Teilnehmer bei dem Schweigemarsch mit. So viele werden auch in diesem Jahr erwartet.

Gegendemo von links

Widerstand gegen den „Marsch für das Leben“ regt sich auch beim „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“, dessen Gegendemonstration mit einer Auftaktkundgebung am Brandenburger Tor beginnt und die Teilnehmer in Richtung Alexanderplatz führen soll. Das Bündnis fordert nach eigenen Angaben „den uneingeschränkten Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch und die Streichung des Paragraphen 218 aus dem Strafgesetzbuch.“ Es wird laut seiner Webseite unterstützt von namhaften Poltikern aus den Reihen von SPD, Grünen und Linken, darunter dem regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), und der Parteivositzenden der Linken, Katja Kipping. Das Bündnis kritisiert unter anderem, dass an dem Marsch auch die Berliner Landesvorsitzende der „Alternative für Deutschland“ (AfD), Beatrix von Storch, teilnimmt. Medienberichten zufolge wurde die Geschäftsstelle des Veranstalters in Berlin auch mit Farbbeuteln beworfen und mit Parolen beschmiert. Nach Polizeiangaben sind insgesamt 4.000 Gegendemonstranten angemeldet.

Marx und Parzany befürworten Lebensrecht

Der „Marsch für das Leben“ hat neben vielen Kritikern auch namhafte Befürworter und Unterstützer. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, dankt in einem Grußwort den Teilnehmern für deren beständigen Einsatz für den Lebensschutz. „Sich für die unverbrüchliche, von Gott geschenkte Würde aller Menschen einzusetzen und dabei gerade die kranken, alten und behinderten Menschen im Blick zu haben, ist auch in unserer Gesellschaft eine beständige Verpflichtung. Durch den alljährlichen Marsch setzen Sie ein augenfälliges Zeichen des Respekts vor der Würde eines jeden menschlichen Lebens“, erklärt der Kardinal. Grußworte schickten auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich, die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner sowie der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens, Carsten Rentzing. Zu den Befürworteren des „Marsches für das Leben“ gehört auch der ehemalige ProChrist Hauptredner und langjährige Generalsekretär des CVJM, Pfarrer Ulrich Parzany. Auf seiner Facebookseite zeigte sich Parzany enttäuscht über die Ablehnung des Marsches vonseiten der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Die Landeskirche hatte laut der evangelischen Nachrichtenagentur idea ihren Gemeindegliedern von der Teilnahme abgeraten, weil sie – anders als der BVL – für eine ergebnisoffene Schwangerschaftskonfliktberatung stehe, welche die Gewissensentscheidung von Frauen und Paaren unterstütze. „Das werden die Verantwortlichen vor Gott verantworten müssen. Aber die vielen Christen aus evangelischen Kirchen und Freikirchen wie aus der katholischen Kirche, die gemeinsam an dem Marsch teilnehmen, geben ein ermutigendes Signal für Europa. Gott segne euch!“, schreibt Parzany auf seiner Facebookseite.

Evangelische Allianz: Lebensrechtler haben Recht auf Demonstrationsfreiheit

Der designierte Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) am Sitz der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages, Uwe Heimowski, erklärte auf Anfrage: „Die DEA ist überzeugt: Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes. Schon vor seiner Geburt besitzt er seine spezifische Würde, die er auch durch eine Behinderung oder eine demenzielle Erkrankung am Ende seines Lebens nicht verliert. Leben zu geben und Leben zu nehmen steht niemals in der Wahl eines anderen Menschen.“ Daher sehe auch das Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland kein Recht auf Abtreibung vor. Der „Marsch für das Leben“ setzte sich für die Unverletzlichkeit der Würde eines jeden Menschen ein, erklärte Heimowski. „Er erinnert friedlich und schweigend an das Recht auf Leben. Dieses Anliegen unterstützt die DEA. Mit dem Ja zum Leben geht ein Nein zu pränatalen Untersuchungsmethoden einher, die keine kurative Relevanz haben, und damit letztlich zu einer Selektion potenziell behinderter Menschen führen.“ Heimowski äußerte sich besorgt über verbale Verleumdungen gegen den „Marsch für das Leben“, vermehrt auch aus dem parteipolitischen Raum, sowie tätliche Angriffe. „Demokratie- und Diskursfähigkeit sieht anders aus. Die Lebensschützer mögen eine Minderheit darstellen, dennoch stehen ihnen die demokratischen Rechte der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit zu“, sagte Heimowski. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/parlamentarier-wollen-weltweit-religionsfreiheit-foerdern-97575/

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Eine Antwort

  1. Wie weit ist der Mensch gesunken, wenn er meint, die Kinder im Mutterleib nach Lust und Laune ermorden zu dürfen. Die Parteien müssen aufpassen, dass ihnen diese Schweinerei nicht um die Ohren fliegt. Jeder Mord wird geahndet, aber nicht bei den wehrlosesten überhaupt. Welche Doppelmoral ist dass denn. Jede Abtreibung muss bestraft werden. Gehts noch? Gesundheitsvorsorge nennt man die Euthanasie plötzlich. Schwangerschaft ist keine Krankheit und die Abtreibung soll plötzlich über die Krankenkassen abgerechnet werden. Dieser Zustand, sollte dieser nicht beendet werden, wird der Welt noch Leid tun.

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