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Auf der Suche nach Weihnachten

In diesem besonderen Jahr 2020 ist alles anders: So viel unfreiwilliger Wandel für alle. So viel Verunsicherndes. So viele Beschränkungen und permanente Änderungen, die kurz danach erneut geändert werden. Und doch: Auch in diesem Jahr können wir Wertvolles und Heilsames erleben. Anmerkungen zum Weihnachtsfest 2020 von Christoph Irion.
Von PRO
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Eine stille Nacht: Weihnachten wird dieses Jahr anders als sonst

Foto: pro/Christoph Irion

Eine stille Nacht: Weihnachten wird dieses Jahr anders als sonst

Eine aktuelle Allensbach-Studie sieht die Menschen in Deutschland in einem beispiellosen „Stimmungstief“: Bei den befragten 30- bis 59-Jährigen sprechen die Demoskopen von einem „Absturz des Optimismus“: Nur noch 22 Prozent blicken hoffnungsvoll in die Zukunft – in den vergangenen fünf Jahren hatten sich immer mindestens doppelt so viele zuversichtlich geäußert.

Und nun soll Weihnachten werden? Das Fest der Familie, des Genießens und der Freude? Wie denn? Was ist in diesem Jahr der Corona-Pandemie, die unser Leben und Miteinander derart einschnürt, übriggeblieben vom strahlendsten, buntesten und traditionsreichsten Fest des europäischen Kulturkreises? Hat dieses große Fest der Christen, die die Geburt von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, feiern, in unserer säkularen Gesellschaft nicht ohnehin längst seine Faszination verloren? Manche mögen so empfinden. Doch viele sehnen sich nach Weihnachten – nicht nur Kinder!

Tatsache ist: Weihnachten findet statt. Anders als sonst. Tannengrün, Lichter, Düfte, Musik, Weihnachtsmärkte und Geschenke – das alles ist nicht wie üblich. Und vor allem: Die menschliche Nähe in Familie und unter Freunden kann gefährlich sein. Aber wer Weihnachten sucht, der kann auch in diesem Jahr das Wertvolle und Heilsame erleben, das dieses Fest schon immer einzigartig gemacht hat.

Ewig gültige Basis-Botschaft

Nach dem Lukas-Evangelium bekommen Hirten auf einem Feld bei Bethlehem vor gut 2000 Jahren einen riesigen Schreck: Mitten in der Nacht umstrahlt sie ein unbeschreiblicher Lichterglanz. Ein Engel Gottes tritt hinzu und hält die allererste Weihnachtspredigt. Sie besteht aus nur drei Worten – kurz, einfach, wesentlich: „Fürchtet euch nicht.“ Der Engel verkündet „eine große Freude“, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: „Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der versprochene Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr.“ Ein kleiner Junge in Windeln, geboren unter prekären Umständen, ist der Hoffnungsträger für die Menschheit, sagt die Bibel.

„Fürchtet euch nicht“ – Hoffnung für diese Welt. Dies ist eine ewig gültige Basis-Botschaft. Sie hat Menschen aller Epochen und Kulturkreise ermutigt, gestärkt, getröstet, erfrischt – und erfreut. Diese zeitlose Mutmacher-Formel aus drei Worten tut auch uns gut. Gerade jetzt.

Traditionell liegen uns jetzt Menschen am Herzen, die bedürftig und einsam sind. In diesem Jahr benötigen auch jene Solidarität, die sonst um diese Zeit die wichtigsten Einnahmen des Jahres erzielen. Mancher Verlust, den wir jetzt erleben, kann aber auch zum Gewinn werden: Wir werden weniger Trubel haben. Und aus Klugheit und Rücksichtnahme weniger Menschen treffen. Dieses besondere Weihnachten kann tatsächlich besinnlich werden – statt besinnungslos. „Stille Nacht“ ist nicht nur der Titel eines legendären Weihnachts-Schlagers: Viele werden Weihnachten in diesem Jahr tatsächlich ruhiger, stiller und bescheidener erleben als sonst.

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