Das christliche Medienmagazin

Angst junger Menschen vor der Zukunft wächst

Haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Covid-Pandemie mehr Angst vor der Zukunft? Eine aktuelle Studie sagt: Ja. Demnach hat auch die psychische Belastung der jungen Generation zugenommen.
Von Norbert Schäfer
Verzweifelte Jugendliche vor dem Computer
Mehr als die Hälfte der jungen Menschen zwischen 15 und 30 Jahren hat Angst vor der Zukunft

Der Anteil von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Zukunftsängsten hat sich im Lauf der Covid-Pandemie weiter erhöht. Das hat eine Studie der Stiftung Universität Hildesheim unter dem Titel „JuCo III“ ergeben.

Demnach haben 57,4 Prozent der Befragten im Dezember 2021 angegeben, Angst vor der Zukunft zu haben. Das ist ein Anstieg von mehr als zehn Prozent. Bei der „JuCo II“-Studie vor einem Jahr hatten 45,6 Prozent der Befragten angegeben, dass sie Angst vor der Zukunft haben.

Der Frage, ob sie besonders psychisch belastet seien, stimmten im Dezember 2021 rund 54 Prozent der befragten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen „voll“ oder „eher“ zu. Ein Jahr zuvor hatten das bei der „JuCo II“-Studie 41,2 Prozent der Befragten angegeben. Mehr als jeder fünfte Befragte (22,9 Prozent) hat angegeben, ein professionelles Hilfsangebot oder Beratung zu benötigen.

16,5 Prozent gaben bei der Befragung an, dass in der Pandemie innerhalb der Familie emotionaler Support fehle. Etwa 13 Prozent gaben an, keine Vertrauensperson zu haben, um über Sorgen und Probleme in der Pandemie zu reden. Etwa die Hälfte der Befragten (49,1 Prozent) der Befragten gab an, sich an die Pandemie-Situation gewöhnt zu haben.

Bei der dritten bundesweiten Online-Befragung „JuCo III“ der Universität Hildesheim und der Goethe-Universität Frankfurt im Dezember 2021 lag das Durchschnittsalter der 6.159 Befragten bei 20 Jahren. 70 Prozent der Befragten waren weiblich (26,8 Prozent männlich), 2,9 Prozent gaben an „divers“ zu sein.

Fast ein Drittel der Befragten waren zum Zeitpunkt der Umfrage Schüler (31,2 Prozent), etwa jeder Vierte studierte (24 Prozent), 7,6 Prozent waren in einer Berufsausbildung und mehr als jeder Fünfte (21,2 Prozent) war in einem Freiwilligendienst. Die Studie erfasst junge Menschen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren in Deutschland, ist aber nicht repräsentativ.

Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen