Andrea Ballschuh: „Der Glaube hat mich getragen“

Fernsehmoderatorin Andrea Ballschuh spricht in einem Interview mit „Bunte“ erstmals offen über ihre Privatinsolvenz. Auch darüber, wie sie in dieser Lebenskrise zum christlichen Glauben fand.
Von Norbert Schäfer
Die Journalistin Andrea Ballschuh

Die Fernsehmoderatorin Andrea Ballschuh hat nach eigenen Angaben in einer existenziellen Krise zum christlichen Glauben gefunden. Im Interview mit „Bunte“ spricht die 54-Jährige offen über Schulden, Privatinsolvenz und die Rolle, die ihr neu entdeckter Glaube bei der Bewältigung der schwierigen Lebensphase spielt.

Ballschuh meldete dem Bericht zufolge im Februar 2026 Privatinsolvenz an. Ihre Schulden beziffert sie auf 230.000 Euro. Auslöser der finanziellen Schwierigkeiten sei ihre Selbstständigkeit als Videocoach gewesen. Hohe laufende Kosten und die Trennung von ihrer damaligen Geschäftspartnerin hätten schließlich dazu geführt, dass sie zunehmend in finanzielle Schieflage geriet.

„Gott, ich kann nicht mehr“

Bereits 2022, als ihre Existenzängste immer größer wurden, begann für Ballschuh nach eigener Darstellung eine grundlegende Veränderung. „In der größten Not habe ich 2022 zum christlichen Glauben gefunden“, sagt sie im Gespräch mit „Bunte“. Damals habe sie kaum noch gewagt, ihren Briefkasten zu öffnen, und sei bei Telefonanrufen zusammengezuckt – aus Angst, die Bank könnte sich melden. „Als die Ängste besonders groß waren, habe ich zu Gott gefunden“, sagt sie.

Gerade in dieser Situation sei der Glaube für sie zum Halt geworden: „Ich habe mich in Gottes Arme fallen lassen – und der Glaube hat mich durch diese Zeit getragen.“

Den entscheidenden Anstoß habe ein Freund gegeben. Er habe ihr geraten, Sorgen und Nöte Gott anzuvertrauen. Ballschuh reagierte zunächst skeptisch auf den Rat. In guten Zeiten habe sie schließlich nie an Gott geglaubt. Warum sollte sie sich ausgerechnet jetzt an ihn wenden? Schließlich habe sie dennoch gebetet: „Gott, ich kann nicht mehr, bitte hilf mir!“

Wenig Geld, aber Frieden

Ihre Finanzprobleme lösten sich dadurch nicht in Luft auf. Ballschuh befindet sich weiterhin im Insolvenzverfahren und muss ihren Alltag mit deutlich weniger Geld bestreiten. Nach eigenen Angaben stehen ihr monatlich 1.500 Euro zur freien Verfügung. Sie gab deshalb ihre bisherige Wohnung auf und zog zu ihrem Freund. Die Insolvenz soll nach drei Jahren enden.

Doch ihre Haltung zur Krise habe sich durch den Glauben grundlegend verändert. Auf die Frage, ob Gott ihr geholfen habe, antwortet Ballschuh eindeutig: „Ja. Obwohl ich heute so wenig Geld wie noch nie habe, spüre ich einen ganz tiefen Frieden in mir. Weil ich mich von Gott getragen fühle.“

Die Moderatorin beschreibt im Interview keine wundersame Lösung ihrer finanziellen Schwierigkeiten. Die Schulden sind geblieben, ebenso die Konsequenzen der Insolvenz. Nach ihrer eigenen Darstellung hat sich aber verändert, wie sie mit Angst, Kontrollverlust und einer ungewissen Zukunft umgeht.

Ballschuh will mit ihrer Geschichte auch anderen Menschen in finanziellen Krisen Mut machen. Eine Insolvenz müsse nicht das Ende bedeuten, sondern könne die Möglichkeit für einen Neuanfang eröffnen.

Mehr zum Thema

» Andrea Ballschuh – Vom Kind des Sozialismus zum Kind Gottes

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Ihre Nachricht an die Redaktion

Sie haben Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen? Dann schreiben Sie gerne eine Nachricht direkt an die PRO-Redaktion.

Unabhängigen christlichen Journalismus häufiger bei Google sehen

PRO bei Google bevorzugen

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen