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Allianz veröffentlicht „Leitgedanken zu Ehe und Homosexualität“

Die Deutsche Evangelische Allianz hat eine Erklärung zu Ehe und Homosexulität beschlossen. Darin heißt es: „Die in der Bibel beschriebene homosexuelle Praxis ist mit dem Willen Gottes unvereinbar.“ Das Dokument sei auf der Basis der Bibel formuliert worden. Ein verurteilendes Verhalten von Christen gegenüber Homosexuellen solle jedoch nicht verschwiegen werden.
Von PRO
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Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter, erklärt gegenüber pro, dass die Leitgedanken zu Ehe und Homosexualität „mit großer Mehrheit verabschiedet“ wurden

Foto: pro/Michael Müller

Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter, erklärt gegenüber pro, dass die Leitgedanken zu Ehe und Homosexualität „mit großer Mehrheit verabschiedet“ wurden

Der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) hat in seiner Herbstsitzung am Donnerstag „Leitgedanken zu Ehe und Homosexualität“ beschlossen. In der Stellungnahme äußert sich das Gremium in drei Kernpunkten zur Ehe, zur Homosexualität und zum Umgang mit Vertretern anderer Überzeugungen. Darin heißt es: „Die in der Bibel beschriebene homosexuelle Praxis ist mit dem Willen Gottes und damit dem biblischen Ethos unvereinbar.“ Die Allianz wollte die Frage nach der Bewertung von Homosexualität „auf der Grundlage der Heiligen Schrift klären“. Als „das geschriebene Wort Gottes“ diene sie als „verbindlicher Maßstab in allen Fragen des christlichen Glaubens und der Lebensführung“.

Die Allianz verweist in dem Dokument auf zahlreiche Bibelstellen und erklärt: Menschen seien „nach biblischem Zeugnis im Bild Gottes als Mann und Frau geschaffen“. Hierin liege „ihre unverwechselbare Identität und Würde. Dem entspricht die Ehe als eine gute Stiftung Gottes, in der Mann und Frau einander ganzheitlich – inklusive der geschlechtlichen Gemeinschaft – zugeordnet sind.“ Die eheliche Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau sei „lebenslang, exklusiv und offen für Kinder“. Sexualität werde immer „als Gabe und Aufgabe, Geschenk und Verantwortung zugleich gesehen, die in der durch die Sünde geprägten Welt verantwortlich gelebt werden muss“. Und weiter: „Eheloses Leben wird nach biblischem Verständnis als Gabe und vollwertige Alternative zur Ehe gewertet.“

Homosexuelle Partnerschaften der Ehe nicht gleichgestellt

Aus diesen Erklärungen zieht der Hauptvorstand die Schlussfolgerung, „dass homosexuelle Partnerschaften der Ehe nicht gleichgestellt werden können. Mit denjenigen, die in Bezug auf Homosexualität anders denken, bleiben wir im Dialog“. Weiter heißt es: „Dass auch christliche Gemeinden vielfach durch Hartherzigkeit, Arroganz und verurteilendes Verhalten Homosexuellen gegenüber schuldig geworden sind, wird nicht verschwiegen und als Schuld bekannt.“

Der DEA-Vorsitzende Ekkehart Vetter erklärte gegenüber pro: Die Stellungnahme „wurde mit großer Mehrheit verabschiedet. In der Erklärung wird aber auch erwähnt, dass es durchaus keine komplette Übereinstimmung in allen Fragen gab, aber die Diskussion dennoch von Respekt und Wertschätzung gekennzeichnet war.“ Vor einem halben Jahr wurde bereits ein Textentwurf „diskutiert und dann festgestellt, dass es noch ,eine Runde‘ brauche“. Der Pastor fügte hinzu: „Die Beschäftigung mit diesem Thema lief über mehrere Jahre, die eigentliche Arbeit an der Formulierung der Leitgedanken hat nun zwei Hauptvorstands-Sitzungen gedauert.“

Die Deutsche Evangelische Allianz hat sich laut eigenen Angaben „in den vergangenen Jahren intensiv mit der Frage nach dem Verhältnis des christlichen Glaubens zur Homosexualität beschäftigt“. In mehreren Foren seien dabei „unterschiedliche Überzeugungen zum biblischen Befund und zum Umgang mit Menschen, die einen gleichgeschlechtlichen Lebensstil praktizieren, vorgetragen“ worden. Der Austausch sei von Wertschätzung, Sachlichkeit und Differenzierung geprägt gewesen. Die Vertreter beschreiben ihn als „hilfreich und weiterführend“. Die Allianz wisse „um die Brisanz des Themas, um das Problem der Diskriminierung von Homosexuellen in Vergangenheit und Gegenwart, aber auch um Ausgrenzung von Menschen, die sich um ihres Glaubens willen heutigen Mehrheitsmeinungen nicht anschließen können“.

Von: Martina Blatt

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