Die „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“ ist vergangenen Donnerstag zum letzten Mal erschienen. Damit endete eine 78 Jahre lange Geschichte christlicher Publizistik.
„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, teilte „Christ und Welt“ mit. „Wir haben uns mit viel Herzblut für Christ und Welt eingesetzt.“ Dennoch erreiche das Angebot heute weniger Menschen als früher, während zugleich immer mehr neue Leserinnen und Leser über die digitalen Angebote zur „Zeit“ fänden. Daher könne das Angebot nicht fortgeführt werden.
„Christ und Welt“ war zwar Teil der erfolgreichen Wochenzeitung „Die Zeit“, die etwa 500.000 Abonnenten hat, allerdings musste das Medium als „Zeit“-Sonderseiten extra hinzugebucht werden. Zuletzt hatte „Christ und Welt“ etwa 10.000 Empfänger.
Religiöse und christliche Themen sollen weiter in den „Zeit“-Seiten „Glauben und Zweifeln“ vorkommen. Am 29. Oktober und November sollen diese in einem erweiterten Umfang erscheinen. „Zugleich wollen wir die Themen auf unseren digitalen Kanälen stärken.“
„Christ und Welt“ war 1948 als evangelische Wochenzeitung gegründet worden. 1980 kaufte die katholische Deutsche Bischofskonferenz das Medium und integrierte es in die katholische Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“, die ab da „Rheinischer Merkur. Christ und Welt“ hieß. Ab 2010 wurde „Christ und Welt“ mit sechs Seiten der „Zeit“ beigelegt.