Die Mitglieder der US-amerikanischen „Evangelical Press Association“ (EPA) haben für eine Umbenennung ihres Verbandes gestimmt. Das hat die Organisation am Donnerstag mitgeteilt. Demnach votierten 140 Mitglieder (57 Prozent) für den neuen Namen „Christian Communicators Network“. 102 Mitglieder (42 Prozent) stimmten dagegen, zwei enthielten sich. Insgesamt beteiligten sich 244 der insgesamt 664 Stimmberechtigten an der Abstimmung. Die Wahlbeteiligung lag damit bei rund 37 Prozent.
Mit der Entscheidung verschwindet der Begriff „evangelikal“ aus dem Namen des traditionsreichen Medienverbandes. Der Vorstand hatte die Umbenennung zuvor einstimmig empfohlen. Hintergrund sind unter anderem Veränderungen in der öffentlichen Wahrnehmung des Begriffs „evangelikal“ in den Vereinigten Staaten, wo dieser zunehmend mit politischen Positionen und insbesondere der republikanischen Bewegung um Donald Trump in Verbindung gebracht wird.
Die Verantwortlichen betonen, dass mit der Namensänderung keine Abkehr von den theologischen Grundlagen des Verbandes verbunden sei. Das Glaubensbekenntnis und die christliche Ausrichtung der Organisation sollen unverändert bleiben.
Die EPA ist ein Zusammenschluss christlicher Medien und Medienschaffender in Nordamerika. Sie setzt sich unter anderem für journalistische Qualität ein und vergibt Auszeichnungen für herausragende journalistische Arbeiten. Mit dem neuen Namen will sich die Organisation künftig breiter als Netzwerk christlicher Kommunikatoren positionieren.