Von der Leyen kündigt Vorschlag zu Mindestalter für soziale Medien an

Die EU-Kommission will nach der Sommerpause Vorschläge zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Netzwerken vorlegen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hält einen stufenweisen Zugang nach Altersgruppen für überzeugend.
Ursula von der Leyen errang am Dienstag im EU-Parlament 383 Stimmen. Damit erhielt sie die nötige absolute Mehrheit der 747 Abgeordneten.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat für Herbst einen Vorschlag zu einem europaweiten Mindestalter für soziale Medien angekündigt. „Die Frage ist nicht mehr, ob Kinder im Internet Gefahren ausgesetzt sind, sondern was wir tun können, um Kindern einen sichereren Start im Internet zu ermöglichen“, sagte von der Leyen am Montag in Brüssel. Dort nahm sie den Bericht einer von der EU-Kommission eingesetzten Expertengruppe zum Schutz von Kindern im Internet entgegen.

„Wir werden diesen Bericht und die Empfehlungen sorgfältig prüfen und anschließend nach der Sommerpause einen Vorschlag vorlegen“, sagte von der Leyen. Sie sprach sich dabei für einen gestuften Zugang zu sozialen Medien je nach Alter aus.

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Social Media unter 13 Jahren nur unter Aufsicht

Die Expertengruppe empfiehlt einen europaweit einheitlichen, stufenweisen Zugang zu sozialen Medien. Kinder unter 13 Jahren sollten soziale Netzwerke demnach nur unter Aufsicht und zeitlich begrenzt nutzen dürfen. Für Kleinkinder empfiehlt das Gremium, ganz auf Bildschirme zu verzichten.

Ab dem Alter von 13 Jahren soll der Zugang schrittweise erweitert werden. Voraussetzung sei allerdings, dass Plattformen nachweisen, dass ihre Angebote altersgerecht und sicher für Jugendliche seien, sagte von der Leyen. „Ich persönlich halte diesen Ansatz für sehr überzeugend.“

epd
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