Klopp über Nmecha-Gebet

Die Gebetsaktionen von Felix Nmecha sind weiter in aller Munde. Vor dem Spiel gegen Ecuador fand Jürgen Klopp dafür lobende Worte. Und auch Moderator Johannes B. Kerner erwähnte seinen Glauben.
Von Martin Schlorke
Trainer Jürgen Klopp

Jürgen Klopp findet die Gebetsaktionen von Nationalspieler Felix Nmecha „ungewöhnlich und trotzdem natürlich wunderschön“. Auf dieses Thema angesprochen hatte ihn Moderator Johannes B. Kerner in der Vorberichterstattung vor dem Spiel gegen Ecuador am Donnerstag bei „MagentaTV“. Kerner leitete seine Frage mit dem Satz ein, dass er selbst Christ sei.

Das bekannte er bereits bei anderen Gelegenheiten. Anlässlich seines 60. Geburtstages etwa erklärte er 2024: „Ich bin Christ – respektiere natürlich aber auch alle anderen Religionen. Werte meines katholischen Glaubens wie Nächstenliebe und Solidarität spielen für mich eine große Rolle.“

Klopp, der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und Liverpool, führte weiter aus, dass „in der Zeit, in der die Religion relativ häufig dazu führt, dass es – gelinde gemeint – zu Missverständnissen, zu Kriegen kommt, ist es wunderschön, dass sich Menschen zusammen da hinstellen und öffentlich zeigen, dass sie an Gott glauben“.

Auch nach Niederlage gegen Ecuador wieder Gebet

Damit meinte Klopp das gemeinsame Gebet von Nmecha, seinem Teamkollegen Jonathan Tah und einigen Spielern von Curaçao. Diese hatten sich nach dem ersten Gruppenspiel am Mittelkreis getroffen und gemeinsam gebetet. Nmecha erklärte anschließend, dass „wir im Spiel Gegner sind, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Wir haben einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir alle sehr dankbar sind.“ Und weiter: „Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns, aber auch im Ganzen glauben wir alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird. Deswegen sind wir zusammengekommen und haben zusammen gebetet.“

Klopp, der sich selbst als gläubigen Christen bezeichnet und in der Vergangenheit immer wieder die Bedeutung des christlichen Glaubens in seinem Leben betonte, fand das „absolut in Ordnung“. Es müsse daraus aber kein größeres Thema gemacht werden, „weil es ist und bleibt persönlich“, meinte der frühere Toptrainer. „Ich fand das wirklich ein sehr, sehr schönes Bild.“

Auch nach der Niederlage gegen Ecuador am Donnerstag versammelten sich die Spieler zum gemeinsamen Gebet.

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