„Ich bin heute hier, um zu bekennen, dass ich dem Zauber Gottes verfallen bin.“ So zitiert die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) den Hollywoodstar Antonio Banderas („Zorro“, „Desperado“, „Evita“). Gemeinsam mit Papst Leo XIV. trat er in der Madrider Movistar-Arena auf. Anlass war eine katholische Jugend-Gebetsveranstaltung.
Banderas sagte, er sei „dem Zauber Gottes verfallen“ und spielte damit auf ein von ihm inszeniertes und produziertes Broadway-Musical mit dem Titel „Godspell“ an. In der spanischen Version heißt es übersetzt „Der Zauber Gottes“. Es basiert auf dem Matthäus-Evangelium.
Antwort auf die Frage nach Gott
Banderas lobt die katholische Kirche als „größten Kunstproduzenten in der Geschichte der Menschheit“ und Jesus Christus sei die am häufigsten dargestellte Figur in der Kunstgeschichte und damit „der große Protagonist im Film des Lebens“.
Auch den Papst würdigte Banderas dem Bericht zufolge. „Er ist mutig. Das hat er bewiesen, indem er sich dem Präsidenten seines eigenen Landes entgegenstellte“, sagte der Schauspieler und meinte damit Leos öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Donald Trump anlässlich des aktuellen Irankriegs.
Banderas lebt im spanischen Málaga und nimmt der FAZ zufolge regelmäßig an den Prozessionen in der Karwoche teil, oft in einer weißen Tunika mit schwarzer Büßerkapuze. In der Karwoche, so sagte er nun, „verschmelzen das Künstlerische und das Spirituelle“. Schon mit vier oder fünf Jahren habe er bei den Prozessionen erste Antworten auf seine Fragen nach Gott gefunden. Zudem gehöre er einer katholischen Bruderschaft an.