Am 10. Juni verleiht der Zentralrat der Juden in Deutschland dem Kabarettisten Dieter Nuhr in Berlin den Leo-Baeck-Preis. Das teilte der Zentralrat am Montag mit. Man würdige damit seinen „entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus in der Medienlandschaft“, heißt es zur Begründung.
Zentralratspräsident Josef Schuster erklärt weiter: „Dieter Nuhr setzt sich bereits seit geraumer Zeit in seinen Beiträgen mit herausragender Klarheit gegen Antisemitismus ein.“ Dabei nutze er seine Rolle als Kabarettist und seine Plattform im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, „um konsequent Doppelstandards in der deutschen Debatte um Israel offenzulegen“. Zudem positioniere er sich klar an der Seite jüdischen Lebens.
Laudator ist der Islamexperte und Psychologe Ahmad Mansour. Dieser bezeichnete es auf „X“ als „Ehre“, die Laudatio auf Nuhr halten zu dürfen.
Mit dem Leo-Baeck-Preis ehrt der Zentralrat der Juden in Deutschland seit 1957 Persönlichkeiten, die sich für die jüdische Gemeinschaft und gegen Antisemitismus engagieren. Vor Nuhr erhielt ihn zuletzt BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke. Weitere Preisträger sind der designierte Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Cem Özdemir (Grüne), die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer SE, Mathias Döpfner, und der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider.