In vier Jahren rund 1,6 Millionen Bibeln für die Ukraine

In der Ukraine ist die Nachfrage nach Bibeln groß. Menschen suchen nach Halt, so der Leiter der Ukrainischen Bibelgesellschaft.
Ukraine-Flagge

Seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine vor vier Jahren wurden dort rund 1,6 Millionen Bibeln weitergegeben. Dies seien pro Tag etwa 1.000 Exemplare, sagte der Leiter der Ukrainischen Bibelgesellschaft, Oleksandr Babiychuk, laut einer Mitteilung vom Dienstag der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft in Stuttgart. Das Erstaunliche sei, dass der Bedarf nicht abnehme, sondern immer größer werde, sagte Babiychuk.

Neben Bibeln in altersgerechten Ausgaben für Kinder und Erwachsene hilft die Deutsche Bibelgesellschaft in den Kriegsgebieten mit verschiedenen Hilfsgütern und seelsorgerlichen Angeboten. So begleiten Babiychuks Kolleginnen und Kollegen Menschen, die vom Krieg und seinen Folgen traumatisiert wurden.

Eine neue Offenheit

„Fast jede ukrainische Familie trägt Schmerzen und Verluste, auch unsere Mitarbeitenden sind betroffen“, so Babiychuk. Er selbst lebe in Cherson, nur wenige Kilometer von russischen Stellungen entfernt. „Der Weg zur Kirche, zum Bäcker oder zum Arzt – alles ist durch Drohnen- und Raketenbeschuss potenziell gefährlich.“

Die allgegenwärtige Bedrohungslage führe aber auch zu einer neuen Offenheit. „Menschen suchen nach Ermutigung, nach Halt, nach einer Kraftquelle, die ihnen hilft, überhaupt weiterzuleben“, so Babiychuk. „Und sie entdecken die Bibel als verlässliche, lebendige Quelle der Hoffnung.“

epd
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