Bätzing verzichtet auf erneuten DBK-Vorsitz

Nach sechs Jahren im Amt gibt der Limburger Bischof Georg Bätzing das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz ab. Bei der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe im Februar tritt er nicht erneut zur Wahl an.
Von Norbert Schäfer
Georg Bätzing sieht keinen Bedarf, an der aktuellen Lösung des Schwangerschaftsabbruchs zu rütteln

Bischof Georg Bätzing, seit 2016 Leiter des Bistums Limburg und seit 2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), tritt bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Bischöfe vom 23. bis 26. Februar in Würzburg nicht mehr für eine Wiederwahl an. „Bischof Bätzing steht für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung“, lautet es in einer Mitteilung des Bistums vom Montag.

Bätzing beschreibt den Verzicht auf eine erneute Kandidatur als Ausdruck von Dankbarkeit für den Dienst in „anspruchsvollen Zeiten“, zugleich als Einladung, offenen Dialog und „konstruktives Ringen“ innerhalb der Bischofskonferenz fortzuführen. In einem persönlichen Schreiben an die Mitglieder der Bischofskonferenz betont er, dass diese Entscheidung nach reiflicher Überlegung gefallen sei. Er dankt für die Zusammenarbeit der vergangenen sechs Jahre und bittet um Gottes Geist für die anstehende Wahl und künftige Herausforderungen der Kirche.

Georg Bätzing ist seit 18. September 2016 Bischof von Limburg. Nach philosophischem und theologischen Studium in Trier und Freiburg wurde er 1987 zum Priester geweiht und hatte in der Folge leitende Positionen, etwa in der Priesterausbildung im Bistum Trier, inne.

Am 3. März 2020 wurde Bätzing zum DBK-Vorsitzenden gewählt, als Nachfolger von Kardinal Reinhard Marx. In seiner sechsjährigen Amtszeit war Bätzing einer der Präsidenten des Synodalen Weges, dem bundesweiten Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland. Bätzing wird in dem Prozess der Seite der Reformer zugerechnet. Er macht sich beispielsweise dafür stark, dass Frauen Diakoninnen werden dürfen und möchte Laien stärker an Entscheidungen innert der Kirche beteiligen.

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