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80 Jahre und kein bisschen leise

Besonders bekannt wurde er als ProChrist-Evangelist und CVJM-Generalsekretär. Und auch heute noch ist Ulrich Parzany hoch aktiv. Am 24. März wird er 80.
Von Norbert Schäfer
Ulrich Parzany evangelisierte viele Jahre mit ProChrist, war CVJM-Generalsekretär und leitet nun das Netzwerk Bibel und Bekenntnis

Foto: Israelnetz/Michael Müller

Ulrich Parzany evangelisierte viele Jahre mit ProChrist, war CVJM-Generalsekretär und leitet nun das Netzwerk Bibel und Bekenntnis

Ulrich Parzany wurde am 24. März 1941 in Essen geboren und wuchs in der Stadt auf. Im Weigle-Haus kam er durch den Jugendpfarrer Wilhelm Busch zum christlichen Glauben. Nach dem Theologiestudium war Parzany von 1967 bis 1984 als Jugendpfarrer und Leiter des Weigle-Hauses in Essen tätig. Die „harte Schule der Jugendarbeit“ im Weigle-Haus war prägend für den jungen Mann, wie er später berichtete. Seit 1967 ist Parzany mit seiner Frau Regine verheiratet. Die Eheleute haben drei Kinder. Das Paar lebt heute in Kassel.

1984 wechselte Parzany zum CVJM-Gesamtverband nach Kassel. Dort war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2005 als Generalsekretär tätig. 

Nach der evangelistischen Großveranstaltung „ProChrist ’93“ mit dem US-amerikanischen Evangelisten Billy Graham setzte Parzany 1995 dessen Arbeit in Deutschland fort. Von 1997 bis 2009 war Parzany dann Hauptredner von ProChrist. Die evangelistische Großveranstaltungsreihe erreichte über die Jahre Millionen Menschen. Im März 2013 gab Parzany die Leitung des gleichnamigen Trägervereins ab.

Parzany bekleidete zahlreiche Ämter. Von 1994 bis 1998 war er Vorsitzender des Exekutivkomitees der Lausanner Bewegung in Europa, von 2002 bis 2005 Vorsitzender der „Koalition für Evangelisation in Deutschland“, des deutschen Zweiges der Lausanner Bewegung. Von 1987 bis 2005 gehörte er dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) an. Bei der Expo 2000 in Hannover war Parzany Direktor des „Pavillons der Hoffnung“.

Ab 2006 predigte Parzany mehrere Jahre lang in der Reihe „Gottesdienst als Entdeckungsreise“ in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Bibel-TV strahlt die Serie„Bibellesen mit Ulrich Parzany“ aus. Darin gibt der Theologe Denkanstöße und ungewohnte Einblicke in biblische Texte.

„Glaubensmutigen Beter, schlagfertigen Gesprächspartner“

Der Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher vertritt eine theologisch konservative Linie. Parzany kritisiert immer wieder Entwicklungen in der Kirche, die er als Demontage christlicher Glaubensgrundlagen beurteilt. Der Pfarrer betont stets die Autorität der Bibel als Wort Gottes zu kontroversen Fragen.

Theologische Differenzen mit dem ehemaligen Vorsitzenden der DEA, Michael Diener, über die Vereinbarkeit von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit dem christlichen Glauben führten 2016 zur Gründung des „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ unter Parzanys Ägide. Heute setzt sich das Netzwerk für eine konservative, bibeltreue Schriftauslegung ein.

Der langjährige Geschäftsführer von ProChrist, der heutige Vorstandsvorsitzende der Stiftung Marburger Medien, Frieder Trommer, würdigte Parzany als „leidenschaftlichen, engagierten Verkündiger und Evangelisten“. Trommer habe Parzany aber auch als einen „klugen Manager, einen glaubensmutigen Beter, schlagfertigen Gesprächspartner“ in Pressekonferenzen, „freundschaftlichen Berater und belesenen Bibelausleger“ kennen und schätzen gelernt, erklärt Trommer gegenüber PRO.

Von dem Theologen könne man lernen, wie Gottes Liebe und Wahrheit zusammenpassten und dass Gottes „Rettungsprogramm“ mit Jesus oberste Priorität habe. „Für Parzany gehören logisches Denken und Glauben zusammen und das Evangelium ist für ihn ohne Nächstenliebe bei sozialem Engagement undenkbar“, sagt Trommer über den Jubilar.

Der Regisseur und Filmemacher Martin Nowak produziert für Bibel-TV die Serie„Bibellesen mit Ulrich Parzany“. „Ich bin immer wieder beeindruckt, welch ein bescheidener und bodenständiger Mensch er ist“, sagt Nowak. „Ein echter Diener Gottes.“  In seinen Botschaften betone Parzany immer wieder, wie wichtig die persönliche Beziehung zu Jesus für einen Menschen sei und wie wichtig aus seiner Vergebung heraus zu leben.

„Daran immer wieder erinnert zu werden, ist für mein eigenes, geistliches Leben sehr wichtig geworden“, bekennt Nowak. Bei einer TV-Aufzeichnung habe Parzany einmal gesagt, dass er so lange das Wort Gottes verkünden wird, solang er körperlich und geistig dazu in der Lage sei. Nowak: „Ich glaube und hoffe, dass er das noch lange tun wird.“

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7 Antworten

  1. Lieber Herr Pfarrer Parzany, ich wünsche Ihnen nachträglich Gottes Segen zu ihren besonderen Geburtstag, den Sie gestern gefeiert haben!
    Die Jugendtage in Schladming, CREDO 81, die ABC Treffen mit Ihnen als Referent bleiben mir unvergessen!

    Jesus segne Sie Ihr Christian Semrad

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  2. U.P. ist in seinem Format “frontal monologisch” immer noch einer der Besten seines Fachs. ich wünsche ihm die Geduld, den evangelistschen Nachwuchs seines Formats zu beraten und zu motivieren. Schade, wenn dieser Erfahrungsschatz nicht weitergegeben würde.
    Vor ein paar Jahren war der Evangelist Alcides Juksch aus Brasilien in Marburg zu Besuch. Er hat vor 70 Jahren im damaligen Brüderhaus Tabor seine theologische Ausbildung erhalten und wollte seine “Brüder ” besuchen. Er hatte auch einig Predigten und Vorträge gehört, die ihm nicht gefallen haben. Er sagt vor seinem Rückflug zu mir: Jürgen, jede evangelistische Rede muss wie eine Liebeserklärung sein. Und Liebeserklärungen liest man nicht vor oder ab, die kennt man auswendig. Ich habe mir das zu Herzen genommen und in der evangelistischen Predigtlehre an der EH Tabor an die jung Generation weitergegeben. U.P. ist ein Meister der freien Rede. Durch meine neurodegenerative Erkrankung morbus Parkinson funktioniert die freie Rede leider nicht mehr.

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  3. Sonntag, 28. Juli 1974, 10.00 Uhr: Ulrich Parzany betritt mit flotten Schritten das Rednerpult in der Grugahalle Essen anlässlich der 17. EC-Weltbundtagung. Der Essener Jugendpfarrer spricht packend zu einem Text aus dem Römerbrief Kapitel 6.
    So war meine erste Begegnung mit Ulrich Parzany, vor allem aber eine starke und unvergessliche Begegnung mit dem Wort Gottes. Das Thema zu den Versen 19-23: Unterschätzen wir Jesus nicht.
    Die drei Punkte dazu: 1. Bitte keinen frommen Frieden mit der Sünde 2. Lüge und Hass und Krieg sind verlorene Sachen. 3. Protest: Wir sind doch keine Sklaven.
    Parzany beendet die Predigt mit folgenden Sätzen: Alle Zeichen stehen auf Sieg. Wir können uns deshalb leisten, nur noch dem Sieger und seinem Willen verpflichtet zu sein. Unterschätzen wir Jesus nicht!!
    Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, lieber Ulrich Parzany. Seien und bleiben Sie behütet und gesegnet.

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  4. Herzliche Glück- und Segenswünsche zum 80. Geburtstag lieber Ulrich Parzany.

    Ich danke Ihnen herzlich für das treue, beharrliche Festhalten am Wort Gottes in der evangelischen Welt. Das ist in unserer Zeit so dringend Not-wendig.

    Noch eine persönliche Bemerkung: Mein Vater war eher ein politisch, wie ein nach außen frommer Mann. Doch er liebte ihren Klartext bei den Pro Christ Veranstaltungen und freute sich Sie zu hören.

    Mögen Sie noch einige von Gottes Gegenwart und Seinem Frieden erfüllte Zeit mit ihrer Familie haben und noch weiter Ihre Kompetenzen zur Ehre Gottes und zum Wohl für die Menschen einbringen.

    Ciao und Shalom von Stefan Köhler aus Mutterstadt/Pfalz

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  5. Sehr geehrter, lieber Ulrich,
    zum hohen und runden Geburtstag wünschen ich Dir von Herzen weiterhin Gottes reichen Segen und Tag für Tag den vertrauensvollen Blick nach oben und den mutigen Blick nach vorn.
    Da ich als erster evangelischer Christ im Wiener Stephansdom gemeinsam mit dem Kardinal gepredigt habe, konnte ich Dich mit dem Kardinal in Verbindung bringen.
    Diene kosequente Haltung gegenüber allen theologischen Verwerfungen im Blick auf die Glaubwürdigkeit des biblischen Wortes teile ich. Die Bibel ist Gottes Wort.
    In der nächsten Zeit erscheint mein evangelistsiches Taschenbuch (180 Seiten) zu dem Du ein Geleitwort geschrieben hast.
    Der Herr behüt Dich und die Deinen!
    Herzlichst grüßt,
    Fritz

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  6. Lieber Herr Parzany.
    lange konnte ich ihren Weg verfolgen -auch als Generalsekretär des CVJM Gesamtverbandes- und bei Pro Christ. Mich hat ihre direkte Verkündigung, die an alle Menschen gerichtet ist, bewegt und angesprochen.
    Herzlich möchte ich Ihnen nachträglich zum 80. gratulieren mit dem Wort des Lehrtextes:
    “Alles ist euer, ihr aber seid Christi. ” für diesen Tag. Ihnen und ihrer Frau Gottes Segen und weiterhin Mut zur Verkündigung in dieser Zeit.
    Gerhard Retting

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  7. Lieber Herr Parzany,
    nachträglich zu ihrem runden Geburtstag wünsche ich Ihnen weiterhin viel Lebensfreude, eine robuste Gesundheit und Gottes reichen Segen auf Ihre weitere evangelistische Arbeit. Ihre biblischen Beiträge sind interessant, präzise und mit dem nötigen Tiefgang. Ihre angenehme und plastische Vortragsart inspiriert dazu, das vermittelte Wissen gerne zu verinnerlichen und im täglichen Leben bewusst anzuwenden. Und das weckt in uns das Bestreben, eine persönliche und lebendige Beziehung zur Gottfamilie zu pflegen.
    Herzlichen Dank für Ihren fleißigen Einsatz bei der Verkündigung der göttlichen Botschaft an die Welt.

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