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50-jähriger CVJM-Jugendreferent rockt „Ninja Warriors“

Die Kandidaten der „stärksten Show Deutschlands“ überwinden trickreiche Hindernisparcours. Wer dabei am meisten Kraft und Ausdauer beweist, wird am Ende „Ninja Warrior“. Mit dabei ist auch der CVJM-Jugendreferent Eckart Weiß. Hier schildert er seine Eindrücke.
Von Johannes Blöcher-Weil
Eckart Weiß bei Ninja Warrior Germany

Foto: RTL/Markus Hertrich #njawarriorgermany #nwg

Eckart Weiss hat die Hindernisse auf dem Weg ins Halbfinale von „Ninja Warriors“ überwunden

Insgesamt 100 Kandidaten wollen in der diesjährigen Ausgabe der „Ninja Warriors“ am Ende auf dem Siegertreppchen stehen. In der RTL-Sendung mit von der Partie ist auch der Jugendreferent im CVJM Betzdorf, Eckart Weiss. Mit seinen 50 Jahren gehört er zu den „älteren Semestern“, konnte sich aber trotzdem für das Halbfinale der Show qualifizieren. Das läuft am 3. Dezember.


PRO: Hand aufs Herz: Wie oft wurden Sie schon mit dem Fußballtrainer Jürgen Klopp verwechselt?

Eckart Weiss: Das ist schon das eine oder andere Mal passiert. Ich wurde einmal auf einem Parkplatz gebeten, für ein Selfie-Bild zur Verfügung zu stehen, weil der Sohn ein Klopp-Fan sei.

Sportlich sind Sie ja ganz offensichtlich auch. Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, sich bei den „Ninja Warriors“ zu bewerben?

Mich hat die Sendung schon lange interessiert. Ich mache selbst viel Sport und liebe die körperliche Herausforderung. Mit meiner Jugendgruppe haben wir mal einen Ninja-Parcours in einer Halle ausprobiert. Ich war wirklich nicht gut und habe angefangen das Hangeln zu üben. Als ich das dann einigermaßen konnte, habe ich gedacht, 50 Jahre sind ein gutes Alter, um sich mal bei Ninja Warrior zu bewerben.

Haben Sie sich speziell auf die Sendung vorbereitet?

Natürlich. Als ich wusste, dass ich dabei bin, habe ich auf gesunde Ernährung geachtet. Ich habe mir einen Trainingsplan erstellt, bei dem ich ohne Geräte alle Muskelgruppen trainieren konnte.

Welche persönlichen Erfahrungen nehmen Sie mit?

Die Anerkennung, die ich in der Show bekommen habe, ist schon gewaltig. Ich glaube, da kann man sich schnell verlieren. Als ich wieder zurück bei meiner Frau und meinen Kindern war, hatte ich größten Respekt davor, was sie in dieser Zeit geleistet hat. Aber dafür bekommen Eltern oft nur wenig Anerkennung von der Gesellschaft.

Kommen Sie mit den anderen Kandidaten über den christlichen Glauben ins Gespräch?

Ich lebe den Grundsatz, keine Fragen zu beantworten, die nicht gestellt wurden. Da ich ein Neuling in der Ninja-Szene bin, wurden mir nicht so viele Fragen gestellt.

Moderator Frank Buschmann hat Sie als „coole Socke“ bezeichnet. Braucht es mehr „coole Socken“ als Christen?

Ich glaube, wir Christen stehen in der Gefahr, uns schnell nur noch mit uns selber zu beschäftigen. So verlieren wir leicht den Bezug und die Sprachfähigkeit zu der Kultur, in der wir leben. Es wäre schön, wenn sich das wieder ändern würde und wir Christen mitten in den Bezügen unserer Lebenswirklichkeit drin sind. Im Verein, in der Politik, im Alltag und eben auch in Fernsehshows. 

Welche Rückmeldung bekommen Sie aus Ihrem CVJM-Umfeld?

Ich bekomme von den Menschen, die mich kennen, viele Glückwünsche. Menschen freuen sich mit mir und lassen mich das wissen. Aber das ist unabhängig davon, ob sie im CVJM sind oder nicht. 

Haben Sie noch andere Ziele oder Sendungen, wo Sie sich beweisen möchten?

Ich hoffe mal, dass die Ninja-Warrior-Reise noch länger weitergeht. Ich würde nämlich schon gern mal den Buzzer drücken.

Vielen Dank für das Gespräch.

Eckart Weiss ist 50 Jahre als und wurde in Kenia geboren. Der verheiratete Vater von vier Kindern hat zunächst eine Ausbildung zum Energieelektroniker absolviert. Sein Theologiestudium hat er mit dem Master-Abschluss beendet. Er hat in verschiedenen Gemeinden als Jugendreferent gearbeitet und ist jetzt beim Christlichen Verein junger Menschen (CVJM) in Betzdorf angestellt.

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Eine Antwort

  1. “Als ich wieder zurück bei meiner Frau und meinen Kindern war, hatte ich größten Respekt davor, was sie in dieser Zeit geleistet hat. Aber dafür bekommen Eltern oft nur wenig Anerkennung von der Gesellschaft.”
    Das ist ja eine super Einstellung! Meine Anerkennung haben Sie dafür!

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Kommentare sind geschlossen.

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