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Zwischen Autos und Motoren: Christen auf der IAA

Die Christen in der Automobilindustrie (CAI) haben am Donnerstag zu einem Gottesdienst auf der 65. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) eingeladen. Es war die erste Veranstaltung des neugegründeten Interessenverbands.
Von PRO

Foto: pro

„Millionen Menschen beschäftigen sich weltweit damit, die Mobilität weiterzuentwickeln“, sagte Peer-Detlev Schladebusch, Pastor in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover und Coach für Unternehmenskräfte, auf dem IAA-Gelände. Er hatte den Gottesdienst auf der IAA organisiert. „Bewegung gehört zum Leben. Sie ist von Gott geschenkt.“ Um Mobilität weiterentwickeln zu können, müssten die Ressourcen der Schöpfung jedoch verantwortlich genutzt werden. „Christen in der Automobilindustrie stellen sich dieser Herausforderung aus der Verantwortung gegenüber Gott und ihren Mitmenschen.“

Rund 30 IAA-Besucher und Angestellte von Autoherstellern nahmen an dem Gottesdienst der CAI teil. In einer anschließenden Gesprächsrunde berichteten Angestellte der Autofirmen, wie sie als Christen in ihrem Unternehmen arbeiten und diskutierten, wie sie sich künftig vernetzen können.

Gebetskreise bei Autoherstellern

Die Idee zu einem Gottesdienst mit anschließendem Austausch auf der IAA sei vor rund zwei Jahren unter Teilnehmern von Gebetskreisen einzelner Autohersteller entstanden, erklärt Schladebusch gegenüber pro. Gebetskreise gibt es unter anderen bei Unternehmen wie Daimler und Volkswagen, aber auch bei Automobilzulieferern. Die CAI ist eine Art Dachverband der einzelnen Gruppen. Sie beschreibt sich selbst als eine „Plattform zur Begegnung von engagierten Christen“ in der Automobilbranche.

Der Zusammenschluss setzt sich nicht nur für die Initiierung und Entwicklung von Gebetskreisen in Unternehmen ein. Die CAI will vor allem Menschen in Führungspositionen unterstützen, in ihrem Beruf verantwortungsvoll und werteorientiert zu handeln. „Egal in welcher Position, egal bei welchem Autohersteller sind wir Mitarbeiter Gottes auf Lebenszeit“, sagte Schladebusch im Gottesdienst. „Wir können werksübergreifend füreinander beten und uns helfen.“

Ruhepol auf der IAA

Als Veranstaltungsort für die Andacht hat die CAI die so genannte „Lichtkirche“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und des Katholischen Bistums Limburg gemietet. „Die Lichtkirche ist eine mobile Kirche, die an besonderen Orten wie auf der IAA präsent sein soll“, sagte Pfarrer Wolfgang Weinrich von der EKHN gegenüber pro. „Und was passt besser zu den automobilsten Show der Welt als eine mobile Kirche?“

Während der IAA vom 12. bis 22. September haben Besucher des Frankfurter Messegeländes die Möglichkeit, sich dort auszuruhen. „Die Lichtkirche lädt IAA-Besucher ein, mitten im Messetrubel innezuhalten, Luft zu holen und sich am ‚Rasthof Lichtkirche’ von den Gottesdiensten, Gesprächen und Meditationen inspirieren zu lassen“, erzählt Weinrich.

Auf dem Messegelände sticht die Lichtkirche durch ihre auffallende Optik hervor. Sie hat ein rund 14 Meter langes Kirchenschiff, an dessen Ende ein Altar aus Holz zu finden ist. Sie erinnert, passend zur IAA, an eine Autobahnkirche – ruhige Musik im Hintergrund, ein Buch für Gebetsanliegen sowie Blumenschmuck. Etwa 30 Sitzplätze stehen darin zur Verfügung. Mitarbeiter der Notfallseelsorge sowie von Evangelischen und Katholischen Kirche stehen dort für Gespräche bereit. (pro)

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