Das christliche Medienmagazin

Zocken unterm Weihnachtsbaum

Computer- und Konsolenspiele stehen auf vielen Weihnachts-Wunschzetteln. Eltern und Großeltern wissen oft nicht recht, wie sie mit diesen Wünschen umgehen sollen. Soll man Computerspiele verbieten oder erlauben, weil alle es tun? Und woher weiß man eigentlich, welches Spiel das richtige ist?
Von PRO

Foto: istockphoto/creature-landscape

Computerspiele sind eine der liebs­ten Freizeitbeschäftigungen von Jungen. Sie sind anerkanntes Kulturgut – und trotzdem vielen Eltern unheimlich, vor allem, weil diese sich nicht gut genug damit auskennen. Aber das kann sich ändern, denn immer mehr Erwachsene entdecken Spiele zur Unterhaltung und als Hobby. 443 Millionen Euro haben die Deutschen 2010 für PC-Spiele ausgegeben, fast doppelt so viel, nämlich 884 Millionen, für Konsolenspiele.

Was tun aber nun Eltern, wenn sie die Spiele, die auf dem Wunschzettel stehen, nicht kennen? Allein auf der diesjährigen Computerspielmesse Gamescom wurden 300 neue Spiele präsentiert. Da hat kaum noch jemand den Überblick. Aber es gibt Hilfe: Etliche Organisationen bieten pädagogische Bewertungen und nützliche Informationen – natürlich im Internet:

Hier finden Eltern Informationen und Bewertungen von Spielen:

www.spielbar.de ist ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Portal bietet alphabetisch geordnete Informationen über neue Computerspiele und pädagogische Bewertungen.

www.internet-abc.de/eltern/spieletipps.php Auf den Elternseiten des Ratgeberportals Internet-abc finden Eltern Spieletipps. Hier kann man nach Titel, Alter, Genre oder USK-Einstufung suchen und bekommt eine kurze pädagogische Bewertung.

http://www.spieleratgeber-nrw.de Pädagogischer Ratgeber zu Computer- und Konsolenspielen des  Vereins "Computerprojekt Köln e.V." . Spiele werden von Erwachsenen und Kindern bewertet.

www.usk.de Auf der Seite der USK kann man über Alter oder Titel nach der Bewertung suchen.

Auf Altersempfehlung achten

Beachten sollte man beim Kauf eines Spiel auf alle Fälle die Freigabe der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK). Diese gibt an, ab welchem Alter nach Ansicht der Gutachter keine Gefährdung vorliegt. Ein Spiel, das mit USK6 gekennzeichnet ist, kann allerdings trotzdem für einen Sechsjährigen  ungeeignet sein. Deshalb sind pädagogische Bewertungen für Eltern hilfreich, um abzuschätzen, ob das Kind mit den Spielanforderungen zurecht kommen kann.

Warum nicht einfach verbieten?

Hört sich alles kompliziert an. Da mag bei manchen Eltern der Gedanke "Wäre es nicht besser, das Spielen einfach zu verbieten?" auftauchen. Das könnte man tun – je nach Alter und Temeperament des Nachwuchses dürfte dies aber heftige Diskussionen auslösen, welche es dann auszusitzen gilt. Aber machen wir uns nichts vor: Computerspiele gehören heute zum Umfeld der Kinder dazu. In einer Welt, in der Medien eine große Rolle spielen, ist es sehr wichtig, dass Kinder lernen, mit dem riesengroßen Angebot und der Faszination umzugehen. Das funktioniert nicht ohne Begleitung der Eltern, die das medienkritische Bewusstsein der Kinder wecken und fördern. Sondern durch Regeln, die ausgehandelt werden und begründete Verbote, aber auch durch Gespräche über Spielinhalte.

Wenn Eltern Interesse zeigen und sich ein Spiel einmal erklären lassen, vielleicht sogar gelegentlich mitspielen, kann das zu interessanten Gesprächen führen. Kinder akzeptieren die Argumente der Eltern auch besser, wenn sie merken, dass sich diese wirklich mit der Materie beschäftigen. Familienspiele, die Eltern und Kinder gemeinsam spielen, liegen übrigens im Trend. Man muss nicht unbedingt auf eine Eltern-Lanparty gehen, um sich auszukennen. Fragen Sie einfach Ihren Sohn oder Ihre Tochter.

Tipps zum Umgang mit Computerspielen in der Familie finden Sie auch in der neuesten Ausgabe des Christlichen Medienmagazins pro. Das Magazin kann kostenlos bestellt werden unter 06441-915151 oder unter info@kep.de.  (pro)

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