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„Zeit“ besucht Flüchtlinge aus dem Irak

Christen werden im Irak verfolgt, gefoltert und oft sogar getötet. Die Irakerin Nur G. ist eine der 2.500 Flüchtlinge, die Deutschland aufnimmt. In der "Zeit" berichtet sie von ihrem Leben zwischen Krieg, Angst und Glauben.
Von PRO

„Ohne Gott wären wir nicht hier“, sagt Nur G. Das stimmt im doppelten Sinne. Wäre sie keine gläubige Christin, wäre sie im Irak nicht verfolgt worden. Hätte Gott ihr nicht beigestanden, so hätten sie und ihre Familie auch nicht nach Deutschland fliehen können. Momentan lebt sie mit ihrem Mann Faruk und ihren beiden Söhnen im Auffanglager Friedland in Niedersachsen. Hier dürfen die Christen aus dem Irak zum ersten Mal seit Jahren ihr Kreuz offen tragen, Gottesdienste feiern und ihren Glauben bekennen. In ihrer Heimat war das anders.

„Erst flogen Zettel mit Drohungen in den Vorgarten, dann bepöbelten Nachbarn Nur G., ihren Mann Faruk und die beiden Söhne als Ungläubige“, berichtet die Onlineausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ in einer Reportage. Doch es kam noch schlimmer für die Familie. Faruk G. und einer seiner Söhne werden an Heiligabend 2006 entführt, die Täter verlangen 50.000 Dollar Lösegeld. „Die Entführer schlugen und quälten sie. Immer wieder zwangen sie Farku G., im Koran zu lesen – er sollte versprechen zum Islam überzutreten“, heißt es in der Reportage.

Schließlich bringt die Familie die 50.000 Dollar zusammen. Die Entführer lassen die Männer mit den Worten frei: „Morgen kommen wir bei euch vorbei und schauen, ob ihr Muslime geworden seid“. Daraufhin flieht die Familie nach Damaskus. Drei Jahre später darf sie nach Europa einwandern. Wie Nur und ihren Angehörigen ergeht es tausenden Christen im Irak. Terroristen von Al-Qaida kämpfen gegen Amerikaner, Briten, aber auch gegen Gläubige, wie Faruk G. berichtet. In sein Heimatland will er niemals zurückkehren: „Für die Christen gibt es keine Zukunft im Irak und keine Sicherheit“, sagt er. (PRO)

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