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ZDF untersucht “Wunder Gottes”

Blut weinende Madonnen, Menschen, die plötzlich von schwerster Krankheit genesen oder angeblich die Wundmale Jesu tragen – viele Gläubige sehen solche Phänomene als Wunder Gottes. Ein ZDF-Dreiteiler stellt ab kommenden Dienstag die Frage: Sind die unerklärlichen Phänomene Zeichen göttlichen Wirkens oder Betrug und Scharlatanerie?

Von PRO

Foto: ZDF/Michael Parente

Die dreiteilige Dokumentation "Macht der Wunder – Die Geheimnisse des Vatikans" strahlt das ZDF vom 26. Oktober an jeweils dienstags um 20.15 Uhr aus. Wie der Sender mitteilt, recherchierten die Autoren Volker Schmidt-Sondermann und Peter Sydow im Vatikan, aber auch an heiligen Orten auf der ganzen Welt. Menschen bezeugen in der Sendung vor laufender Kamera "ihre" Wunder, und Experten untersuchen im Auftrag des ZDF angebliche Wunder mit wissenschaftlichen Methoden.

Teil eins mit dem Titel "Wenn Madonnen weinen" erzählt unter anderem eine Geschichte aus Civitavecchia, wo 1995 eine Muttergottes-Statue im Garten der Familie Gregori an fünf Tagen hintereinander Blut geweint haben soll. Tausende Pilger zog es danach in den Ort nördlich von Rom. Der Vatikan hingegen erkennt das vermeintliche Wunder nicht an. Der ZDF-Dreiteiler fragt: Wie entscheidet die strenge Kongregation, was als Wunder anerkannt wird und was nicht? Welche Rolle spielt die "Stimme des Volkes"? Und warum ließ sich Johannes Paul II. eben jene Marienstatue aus Civitavecchia nach Rom bringen, um vor ihr zu beten?

"Wenn Todgeweihte auferstehen", Teil zwei der Serie, führt die Zuschauer unter anderem in den bosnischen Wallfahrtsort Medjugorje, wo die Muttergottes regelmäßig sechs Sehern erscheinen soll. Mehr als 50 Millionen Menschen, darunter viele Priester, sind in den vergangenen 30 Jahren in das Bergdorf gepilgert, dem der Vatikan nach wie vor die offizielle Anerkennung als Wallfahrtsort versagt.

"Wer mit dem Teufel kämpft" lautet der Titel des dritten Teils der Dokumentation. Darin geht es unter anderem um den Kapuzinerpater Pio, der 2002 von Johannes Paul II. heilig gesprochen wurde. Erstaunlich war dies laut ZDF vor allem deshalb, weil vier seiner Vorgänger Padre Pio, der angeblich die Wundmale Jesu trug und an zwei Orten gleichzeitig sein konnte, eher für einen Schwindler und Betrüger hielten. (pro)

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