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ZDF-Dokumentation: Quo vadis Islam?

Der Islam ist fanatisch, ruft zur Gewalt auf und passt nicht zu unserer Demokratie. So lauten gängige Vorurteile der deutschen Bevölkerung. Was davon wirklich stimmt, versuchen die beiden Autoren Friedrich Klütsch und Daniel Gerlach in der ZDF-Dokumentation "Wohin treibt der Islam?" zu beantworten. Die beiden Teile werden am 14. September um 22.45 Uhr und am 15. September um 22.15 Uhr ausgestrahlt.


Von PRO

Foto: See Wah Cheng / flickr

Die Autoren haben für ihren Beitrag Muslime und Nichtmuslime begleitet, die Antworten auf diese Fragen geben können, darunter der zum Christentum konvertierte Nassem Ben Iman. Laut Pressemitteilung des ZDF wird das Thema erstmals in dieser "intensiven und aktuellen Weise" im deutschen Fernsehen aufgegriffen. Dabei entstehe ein "differenziertes und vielgesichtiges Bild des Islam jenseits gängiger Klischees".

 Die erste Folge fragt nach der Bedeutung des so genannten Heiligen Krieges ‘Dschihad’. Der Beitrag überprüft, inwieweit sich Gewalt durch den Islam rechtfertigen lässt. Die Autoren zeigen unter anderem einen Hassprediger aus Hamburg, sprechen mit Verfassungsschützern und stellen Aussteigerprogramme für Terroristen in England vor. Und sie treffen auf Menschen, für die der Dschihad etwas anderes bedeutet, nämlich ein guter und frommer Mensch zu sein.



Auch große Koran-Gelehrte, wie der im Juli verstorbene Nasr Abu Zaid, kommen zu Wort und fragen, ob der Islam zum Heiligen Krieg oder zur Frömmigkeit treibt? Neben Deutschland, wo mittlerweile 4 Millionen Muslime leben, zeigt die Dokumentation auch die aktuellen Entwicklungen in Ägypten und Indonesien.

Wie Koran und Demokratie zusammen passen, danach fragt die zweite Folge. Darin kommt auch der zum Christentum konvertierte Nassem Ben Iman zu Wort, der den Zorn von religiösen Eiferern fürchtet. Weil er sich in Deutschland nicht frei bewegen kann, erhält er Personenschutz. Die Theologin Hamideh Mohagheghi ist überzeugt davon, dass die Demokratie die beste Staatsform für Muslime sei. Der Grünenpolitiker Cem Özdemir sieht sich als "Vorbild und Ermutiger für Muslime und Migranten in dieser Demokratie". Angesichts zorniger junger Männer, die in den Vorstädten Frankreichs demonstrieren und randalieren, warnt der bekannte Vertreter eines europäischen Islam, Tariq Ramadan, davor, Probleme ständig zu islamisieren.



Wie groß die Angst vor dem Islam in der Gesellschaft ist, zeige der Minarett-Streit in der Schweiz und die Proteste gegen einen Moscheebau in Köln. Laut ZDF-Pressemitteilung sollen die Fakten, Einschätzungen und Einblicke einer "oftmals diffusen Stimmungs- und Kenntnislage begegnen". Dabei entstehe ein vielfältiges Bild des Islam, das auch zeigt, wie in Zukunft ein zeitgemäßer Islam in Deutschland aussehen kann. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news[action]=detail&news[id]=2517
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