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„Woche für das Leben“ begonnen

Die evangelische und katholische Kirche in Deutschland haben mit einem gemeinsamen Gottesdienst in Erfurt die „Woche für das Leben“ begonnen. Sie wollen sich damit für die Würde des menschlichen Lebens und seinen Schutz in allen Lebensphasen einsetzen. Das Thema in diesem Jahr lautet „Herr, Dir in die Hände“.
Von PRO
Hat gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Katholischen Bischofskonferenz, Norbert Trelle, die "Woche für das Leben" eröffnet: der sächsische Landesbischof Jochen Bohl
Hat gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Katholischen Bischofskonferenz, Norbert Trelle, die “Woche für das Leben” eröffnet: der sächsische Landesbischof Jochen Bohl

Schwerpunkt sollen ökumenische Gottesdienste zum Thema „Anfang und Ende des Lebens“ sein. Bundesweit wurden Kirchengemeinden aufgerufen, im Aktionszeitraum das schutzbedürftige Leben – sei es am Anfang oder am Ende – in den Mittelpunkt eines ökumenischen Gottesdienstes zu stellen.

Den Menschen zuwenden

Im Rahmen des Eröffnungsgottesdienstes betonte der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Bischof, Norbert Trelle, in seiner Predigt: „Es wäre ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, wenn der Wunsch, seinem Leben selbstbestimmt ein Ende zu setzen, nur deshalb entsteht, weil jemand sich alleingelassen fühlt.“ Auftrag der Christen sei es, die Menschen im Sterben zu begleiten, ihnen Mut und Hoffnung und vor allem Halt zu geben: „Wir dürfen uns nicht durch eine Hilfe zur Selbsttötung von ihnen abwenden, sondern müssen uns ihnen zuwenden.“ Ausdrücklich stufte Bischof Trelle auch das ungeborene Leben als besonders schutzbedürftig ein.
Der evangelische Landesbischof Jochen Bohl wies auf die Bedeutung der palliativen Versorgung schwerkranker Menschen hin: „Die Hospizdienste, die in den letzten Jahrzehnten überall in Deutschland entstanden sind, sprechen von der Hochschätzung des menschlichen Lebens in bewegender, unmissverständlicher Weise – wir danken allen, die ihre Kräfte einsetzen, dass Leiden gelindert wird und Menschen in Frieden sterben können.“ Die Humanität einer Gesellschaft zeige sich nicht zuletzt im Umgang mit den Sterbenden. „Wir haben uns das Leben nicht selbst gegeben, sondern haben aus Gottes Hand empfangen. Darum ist es uns heilig, von seinem Beginn bis an das Ende.“

Schutzwürdig und schutzbedürftig

Evangelische und katholische Kirche hatten die „Woche für das Leben“ vor gut 20 Jahren gemeinsam ins Leben gerufen. Bis zum 10. Mai thematisieren zahlreiche Gottesdienste das schutzwürdige Leben. In jedem Frühjahr finden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen statt. Sie werden von Gemeinden, Kirchen und Akademien organisiert und sollen Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit menschlichen Lebens in allen seinen Phasen sensibilisieren. Die bundesweite Eröffnung wird jährlich mit einem ökumenischen Gottesdienst in wechselnden Städten feierlich begangen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Woche für das Leben unter www.woche-fuer-das-leben.de. (pro)

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