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Wo Weihnachten verboten ist

Der Sultan von Brunei, Hassanal Bolkiah, hat seiner Bevölkerung verboten, in diesem Jahr Weihnachten zu feiern. Er sorgt sich um die Muslime, deren Glaube durch das Feiern des Festes erschüttert werden könnte.
Von PRO
Der Sultan von Brunei verbietet Weihnachten und möchte damit seine muslimische Bevölkerung beschützen

Foto: Arcimboldo/Wikipedia

Der Sultan von Brunei verbietet Weihnachten und möchte damit seine muslimische Bevölkerung beschützen
Im asiatischen Sultanat Brunei dürfen Christen Weihnachten feiern, aber nicht öffentlich. Dies hat der Sultan von Brunei, Hassanal Bolkiah, verordnet. Das Religionsministerium des Landes hat Bedenken, dass es zu einer „Imitation des Westens“ komme und der muslimische Glaube der Menschen dadurch gefährdet wäre. Damit könne Weihnachten das Land destabilisieren. Mehrere Medien berichten, dass bei Nichteinhaltung bis zu fünf Jahre Haft drohen. Diese Strafe drohe jedem, der andere mündlich oder schriftlich zu Weihnachten beglückwünsche oder eine Weihnachtsmütze aufsetze. Nicht-Muslime dürfen zwar Weihnachten feiern, müssen aber vorher die Behörden informieren. Ihre Feierlichkeiten dürfen sie nur in geschlossenen Gemeinden abhalten. Manche Einwohner widersetzen sich dem Gesetz. Im Internet sind schon zahlreiche verpixelte Weihnachtsbilder aufgetaucht. Das amerikanische Magazin The Daily Beast zeigt eine Fotomontage, auf der Sultan Hassanal Bolkiah als „Grinch“ dargestellt wird, jene Märchenfigur, die Weihnachten siehlt.

Keine Lieder, keine Bäume, keine Glückwünsche

Verboten ist das Aufstellen von Weihnachtsbäumen, das Singen von religiösen Weihnachtsliedern oder auch Glückwünsche zum Fest, berichtet der die Zeitung Borneo Bulletin. Ein Imam äußert sich dort zu dem Schritt: obwohl es befremdlich wirken kann, müssten Muslime davon fern gehalten werden, da ihr Glaube durch Weihnachtsfeiern beeinflusst werden könne. In dem 423.000-Einwohner-Staat ist es verboten, Muslime und Anhänger anderer Religionen zu missionieren. Die Behörden zensieren Zeitschriften mit christlichen Symbolen. Gottesdienste und Geistliche werden überwacht. Der Ölreichtum erlaubt es dem Sultan, sein Volk mit kostenlosen Schulen und kostenloser Gesundheitsfürsorge zu versorgen. Der Ölstaat ist seit 30 Jahren von Großbritannien unabhängig. 65 Prozent der Einwohner sind Muslime. Im April 2014 hatte der Sultan einen „Scharia“-Strafkodex eingeführt. Danach können Menschen gesteinigt werden, die Sodomie, Ehebruch oder Vergewaltigungen begangen haben. Zudem ist weder das Trinken von Alkohol, noch das Rauchen in dem kleinen Staat erlaubt. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/advent-zeit-fuer-seelsorge-94453/
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