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WM: „Gott“ in Nationalhymnen

Das häufigste Nomen in den Hymnen der 32 WM-Nationen ist „Gott“. Allein acht Mal rufen die Schweizer in ihrem „Schweizerpsalm“ den Höchsten an.
Von PRO
44 Mal Gott, 38 Mal Vaterland – das ist die Bilanz beim Wörterzählen der 32-WM-Nationalhymnen
44 Mal Gott, 38 Mal Vaterland – das ist die Bilanz beim Wörterzählen der 32-WM-Nationalhymnen
In den Hymnen der 32 an der Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmenden Nationen kommt insgesamt 44 Mal „Gott“ vor. Damit ist das Nomen Spitzenreiter vor „Vaterland“, das 38 Mal vorkommt, und „Freiheit“, die insgesamt 32 Mal auftaucht. Englands Hymne trägt „Gott“ schon im Titel: „God save the Queen“ (Gott schütze die Königin). In der ursprünglich sechs Strophen zählenden Hymne kommt das Wort zehn Mal vor. Allerdings werden die letzten drei Strophen heute nicht mehr gesungen. So singen die Briten nun sechs Mal zu Gott anstatt zehn Mal. „God save the Queen“ gilt zudem als eine der zwei Nationalhymnen von Neuseeland sowie der Commonwealth-Nationen.

Schweizer suchen neue „zeitgemäße“ Hymne

In ihrem „Schweizerpsalm“ singen die Schweizer in der ersten Strophe: „Wenn der Alpenfirn sich rötet, betet, freie Schweizer, betet! Eure fromme Seele ahnt, eure fromme Seele ahnt, Gott im hehren Vaterland.“ Das Lied schrieb Leonard Widmer im Jahr 1840. Der Zisterziensermönch Alberich Zwyssig komponierte die Melodie dazu. 1981 wurde es zur Nationalhymne der Eidgenossenschaft erklärt. Die Hymne sei allerdings nicht mehr aktuell, meint Lukas Niederberger, Geschäftsführer der Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG): „Der Schweizerpsalm ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“ Ein Wettbewerb, der Ende Juni zu Ende ging, soll einen neuen Text hervorbringen. Die SGG will der Landeshymne einen „zeitgemäßeren Text“ verpassen. Grundlage für die neue Hymne soll die Präambel der Bundesverfassung sein. Die Melodie des heutigen Schweizerpsalms soll erkennbar bleiben.

Spitzenreiter Niederlande

„Het Wilhelmus“ (Der Wilhelm) heißt die Nationalhymne der Niederländer, die 15 Strophen hat. Die Anfangsbuchstaben der einzelnen Strophen aneinandergereiht ergeben den Namen „Willem von Nazzov“. Ein unbekannter Verfasser schrieb den Text im 16. Jahrhundert zu Ehren von Wilhelm I. von Oranien-Nassau während des Aufstandes gegen die Spanier. In den 15 Strophen kommt zwölf Mal das Wort „Gott“ vor. Damit sind die Niederländer Spitzenreiter. In der Regel wird nur die erste, bei festlichen Anlässen auch die sechste Strophe gesungen. Seit 1932 ist „Het Wilhelmus“ die offizielle Hymne. Gesungen wurde sie allerdings schon seit dem 16. Jahrhundert. Übrigens: Spaniens Nationalhymne, die „Marcha Real“ (Königlicher Marsch), ist die einzige Hymne der 32 Weltmeisterschaftsteilnehmer, die keinen Text hat – seit rund 250 Jahren. Inoffiziell wurden ihr allerdings häufig Texte unterlegt. Einer dieser ist „Kommt, ihr Spanier folgt dem Ruf. Gott schütze die Königin, Gott schütze das Land“ von Ventura de la Vega aus dem Jahr 1843. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/pastor-unterstuetzt-brasiliens-neymar-bei-wm-88458/
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/bei-gott-darf-ich-schwach-sein-88307/
http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/index.php/4077/mit-gottes-hilfe
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