Das christliche Medienmagazin

Wirtschaften mit Gottvertrauen

Für Friedhelm Loh, Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, schließen sich christlicher Glaube und erfolgreiches Wirtschaften nicht aus. In der Sendung "Bibel TV Das Gespräch" sprach Loh mit dem Geschäftsführer des Senders, Henning Röhl, darüber, dass sein Glaube seiner Arbeit nicht im Weg steht, dass die Kirche eine klare Position in der Gesellschaft beziehen muss und dass das Grundgesetz auch nur "ein Stück abgeschriebene Bibel" ist.
Von PRO

Foto: Screenshot der Fernsehaufzeichnung (pro)

Christ zu sein und erfolgreich ein Unternehmen zu führen, funktioniert für Loh "hervorragend". Geschäfte zu machen, empfindet der Inhaber der "Friedhelm Loh Group" als nichts Negatives. Christen sollen seiner Meinung nach darauf achten, dass sie "ordentlich und verantwortungsvoll" wirtschaften und dass das Ziel des Wirtschaftens nicht nur die "persönliche Bereicherung" ist. Die 10 Gebote sind für ihn Geschäftsgrundlage. "Es gibt kein Gebot, welches das Geschäft ausschließt", sagt er im Interview.

So versucht Loh in seinem Unternehmen und persönlich das dritte Gebot, "du sollst den Feiertag heiligen", umzusetzen. Soweit möglich verzichtet er auf Sonntagsbeschäftigung. Überdies gibt er an, zehn Prozent seines Bruttoeinkommens und zehn Prozent seiner Arbeitszeit für gemeinnützige Zwecke zu spenden.

Bete und arbeite

Sein Familienmotto laute "ora et labora" (bete und arbeite), verrät der Unternehmer. Der sonntägliche Gottesdienstbesuch sei für ihn sehr wichtig: "Man kann nicht nur geben, man muss auch nehmen." Die Gemeinde sei für ihn deshalb einer der wichtigsten Orte zum Auftanken. Hilfe und Kraft erfahre er aus dem Gebet: "Es ist für mich wichtig, dass ich eine höhere Instanz habe, dass ich nicht die letzte bin", sagt er.

Loh versucht, sein Leben nach der Bibel auszurichten. Das deutsche Grundgesetz bezeichnet der Unternehmer in dem Gespräch als ein "Stück Bibel abgeschrieben und auf die Zeit formuliert". Christen sollen seiner Ansicht nach Vorbilder in der Gesellschaft sein: "Wir leben alle ein Stückchen davon, dass jemand ein Vorbild für uns ist und Vorbilder braucht gerade die Jugend. Denn, wenn sie in ihrem Leben ein persönliches Ziel formulieren will, dann wird sie es an Vorbildern aufhängen wollen." So müsse auch die Kirche eine "klare Position" in der Gesellschaft beziehen und die Botschaft Christi besser "verkaufen".

Mittelstand ist Stärke der Bundesrepublik

Auf die Frage "Haben wir im Moment eine Krise unseres Wirtschaftssystems?" antwortet Loh, dies sei so eindeutig nicht zu beantworten, "aber ich stehe auf der positiven Seite und sage: Nein!".  Er erläutert, dass die freie Marktwirtschaft immer noch enorme Stärken hat und dass die Bürger die Finanzkrise nicht gleich zur Krise der Marktwirtschaft machen dürften. Außerdem sei "der Mittelstand die Stärke der Bundesrepublik".

Eine Bibelstelle, die Loh während seines Lebens besonders wichtig geworden ist und ihn begleitet, ist Johannes 3,16: "Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben". Dieser Vers sei die Plattform für sein Leben und eine Beruhigung für ihn, dass es auch "in bewegten Zeiten eine feste Führung gibt".

Loh ist Geschäftsführender Gesellschafter der "Friedhelm Loh Group" (Haiger) mit mehr als 12.000 Mitarbeitern in weltweit 63 Tochtergesellschaften. Zu der Gruppe gehören Unternehmen wie "Rittal", "Stahlo" und "Würz Energy". Neben seinem Amt als Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie engagiert er sich als Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Darüber hinaus ist er Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Christliche Medien und Vorstandsmitglied des Bibellesebundes. Der verheiratete Familienvater ist Mitglied einer Freien evangelischen Gemeinde. (pro)

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