Finanzplanung ist ein lang andauernder Prozess. Sparer sind meist risikoscheu. In Zeiten der Niedrigzinsen ist ein gewisses Umdenken gefordert, sagen Finanzberater.
Finanzplanung ist ein lang andauernder Prozess. Sparer sind meist risikoscheu. In Zeiten der Niedrigzinsen ist ein gewisses Umdenken gefordert, sagen Finanzberater.
Christian Müller ist Direktor des Vorstandsstabs der Bank für Kirche und Diakonie. Er beobachtet ein steigendes Interesse von Kunden an Investitionen in nachhaltig agierende Unternehmen.
Christian Müller ist Direktor des Vorstandsstabs der Bank für Kirche und Diakonie. Er beobachtet ein steigendes Interesse von Kunden an Investitionen in nachhaltig agierende Unternehmen.
Johannes Sczepan, Geschäftsführer des Finanzplanungsunternehmens Plansecur, sagt, die niedrigen Zinsen dürfen Kleinsparer nicht davon abhalten, mit dem Sparen zu beginnen
Johannes Sczepan, Geschäftsführer des Finanzplanungsunternehmens Plansecur, sagt, die niedrigen Zinsen dürfen Kleinsparer nicht davon abhalten, mit dem Sparen zu beginnen

Sparen ohne Spaß und Zins

Die niedrigen Zinsen erschweren das Sparen und Anlegen von Geld. Wie sieht ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Geld in Zeiten der Niedrigzinsen aus? Welche geistlichen Aspekte hat das? pro hat mit Finanzexperten darüber gesprochen. Der Konsens ist: Ohne Risiken einzugehen, ist derzeit schwerlich Rendite zu erzielen.

Money, Money, Money, must be funny, in a rich man‘s world“ – muss das nicht toll sein, in der Welt der Reichen und Schönen zu leben, wo Geld keine Rolle spielt, fragte sich bereits 1976 die Band ABBA in ihrem bekannten Lied „Money, Money, Money“. Auch heißt es in dem Song: „Ich schufte Tag und Nacht, damit ich die Rechnungen bezahlen kann. [...] Und es sieht ganz so aus, als ob nie auch nur ein Cent für mich übrigbleibt.“ Dass Geld gefühlt oder tatsächlich knapp ist, ist eine Erfahrung, die womöglich jeder kennt. Geld längerfristig zu vermehren, ist derzeit besonders schwierig. Denn wer spart und Geld fest anlegt, bekommt dafür so gut wie keine Zinsen mehr.

Besonders seit die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im März dieses Jahres auf null Prozent gesenkt hat, verlieren Millionen deutsche Sparer Geld – vor allem die Kleinsparer leiden langfristig darunter. Der „Nullzins kostet Sparer 125 Milliarden Euro!“, titelte die Bild-Zeitung im April. Die Gruppe der kleinen Sparer habe seit 2011 aufgrund dieser Politik insgesamt 88 Milliarden Euro Zinseinnahmen eingebüßt, bei den Lebensversicherungen sind es zirka 37 Milliarden Euro. Grund: Die eingezahlten Beiträge verzinsen sich niedriger als früher.

Christian Müller, Direktor des Vorstandsstabs der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank), macht im Gespräch mit pro deutlich: „Die aktuelle Situation ist für Sparer dramatisch. Die mit sicheren Anlagen zu erzielenden Renditen liegen in Deutschland unterhalb der Inflationsrate. Damit verlieren Gelder, die auf Sparkonten angelegt sind, zurzeit effektiv an Wert.“

Doch was hat es mit den Niedrigzinsen auf sich? Im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise, die mit dem Zusammenbruch der Immobilienmärkte begann, senkten die Notenbanken den Leitzins. Hintergrund war eine Immobilienblase, die sich in den USA gebildet hatte. Die niedrigen Zinsen sollen die Konjunktur beleben. Denn es ist dadurch für Unternehmen billiger, Kredite aufzunehmen. Das macht es im besten Fall attraktiv, Investitionen zu tätigen – was wiederum der Volkswirtschaft gut tun würde. Auch privaten Investitionen und dem Wohnungsbau sind niedrige Zinsen förderlich. Allerdings bedeutet ein niedriger Zins nicht automatisch, dass Unternehmen mehr unternehmen und Verbraucher mehr verbrauchen. Denn unsichere wirtschaftliche Zukunftsaussichten können dies hemmen. Das ist derzeit in Deutschland der Fall – Unternehmen halten sich mit Investitionen trotz des niedrigen Zinses eher zurück.

Auch verschuldete Staaten profitieren von den niedrigen Zinsen und von der Entscheidung von Mario Draghi, dem Chef der Europäischen Zentralbank, unbegrenzte Staatsanleihen zu kaufen und somit gewissermaßen die Notenpresse anzuwerfen. Die Staaten müssen für die Schulden, die sie machen, derzeit weniger zahlen. Der Spiegel berichtete über eine Studie der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank (DZ Bank), die besagt, dass dadurch die Entlastung der öffentlichen Haushalte enorm sei und bleibe. Durch den sogenannten „Draghi-Effekt“ sei allein der Staatshaushalt Italiens von 2012 bis 2015 um etwa 53 Milliarden Euro entlastet worden. Blieben die Renditen der Staatsanleihen auf dem Level von Ende 2015, würden sich die Entlastungen bis 2022 auf knapp 670 Milliarden Euro addieren, heißt es in der vom Spiegel zitierten DZ-Bank-Studie.

Wenn aus Altersvorsorge Alterssorge wird

Verschuldete Euro-Staaten erleben eine Entlastung, Kleinsparer eine Belastung durch den Niedrigzins. Es scheint, als seien bekannte Regeln außer Kraft. „Der ökonomische Grundsatz, dass Zinsen eine Belohnung für verliehenes Geld sind, ist damit ausgehebelt“, schreibt Thomas Klemm in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Der Geschäftsführer des Kasseler Finanzplanungsunternehmens Plansecur, Johannes Sczepan, sagt gegenüber pro: „Sparer werden für die Nullzins-Politik bestraft und Schuldner sind die Gewinner dieser Politik. Anlagen wie das Sparbuch oder das Tagesgeld sind aktuell nicht geeignet, die Kaufkraft des Ersparten zu erhalten.“ Ein Ende der Niedrigzinspolitik sei nicht in greifbarer Nähe.

Besonders jetzt ist es wichtig, finanzielle Schritte sehr überlegt zu gehen. „Ohne Risiko ist derzeit nichts zu holen“, sagt der Direktor des Vorstandsstabs der KD-Bank, Müller. „Gerade weil die Renditen, die mit Spareinlagen und festverzinslichen Wertpapieren zu erzielen sind, so gering sind, gibt es den Reflex, in Anlagen mit höheren Risiken oder alternativ in extrem kurzfristige Anlagen auszuweichen.“ Da sei eine gute und individuelle Beratung nötig. Müller rät den Kunden seines Geldinstituts, ihre Vermögenswerte über unterschiedliche Laufzeiten und Produktklassen zu streuen und sich breit aufzustellen. Die Kunden sollten auch Anlagen in Sachwerte wie Immobilien und Aktien ins Auge fassen – je nachdem, wie viel Risiko sie eingehen wollen und können. Müller erkennt einen Trend, in Sachwerte zu investieren: „Das aktuelle Zinsniveau macht den Immobilienerwerb attraktiver. Auch als krisensichere Altersvorsorge werden Immobilien geschätzt.“ Parallel dazu sind allerdings die Immobilienpreise vor allem in Großstädten in den vergangenen Jahren angestiegen.

Plansecur-Geschäftsführer Sczepan sieht Bundesanleihen als sehr vertrauenswürdig an, „weil die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland seine Schulden nicht zurückbezahlen kann, annähernd null ist“. Jedoch gibt es dafür ebenfalls so gut wie keine Zinsen. Auch er rät deshalb dazu, das Vermögen in verschiedene Anlageklassen aufzuteilen, in denen diejenigen weniger Gewicht haben sollten, in denen der Sparer Geld über Zinsen bekommt.

In jedem Fall dürften die niedrigen Zinsen Kleinsparer nicht davon abhalten, mit dem Sparen zu beginnen. „Bei einem geringeren Zinssatz muss eher mehr als weniger gespart werden.“ Sczepan ist überzeugt, dass jeder Verbraucher für das Alter privat einen zusätzlichen Betrag angespart haben muss, um die Versorgungslücke zu schließen. Diese ergebe sich aufgrund des Unterschieds zwischen dem letzten Nettolohn und der Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. „Ein guter Einstieg ist unserer Meinung nach, trotz aller öffentlichen Kritik, die Riester-Rente: Sie ist staatlich gefördert, garantiert den Erhalt des angesparten Kapitals und ist vor allem für die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen gut geeignet.“

Gute Fonds, böse Fonds

Sparer handelten „meist sehr risikoscheu“, sagt Sczepan. Aber in Zeiten von Niedrigzinsen sei ein gewisses Umdenken gefordert. Wenn Anleger Interesse an Aktien haben, empfiehlt Sczepan „Investmentfonds, in denen Anlageprofis viele verschiedene Aktien zusammenfassen“. Fonds seien derzeit „ein Muss“, um die Kaufkraft des eigenen Geldes zu erhalten oder eine kleine Rendite zu erzielen. Vor allem bei Fonds stellt Plansecur fest, dass nachhaltige Geldanlagen stärker nachgefragt werden. Hier habe sich bei vielen Menschen in Finanzfragen ein tieferes ethisches Bewusstsein entwickelt.

Wissenschaftler der Universität Kassel werteten 2014 35 Studien zu Fonds aus, die in ökologisch und sozial nachhaltig wirtschaftende Unternehmen investieren. Dabei stellten sie fest, dass mit nachhaltigen Fonds nicht weniger Gewinne erzielt werden können als mit konventionellen Fonds. Zudem sei das Risiko etwas geringer. „Das kann damit zusammenhängen, dass Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzen, beim Konsumenten besonders positiv wahrgenommen werden. Oft sind sie auch zuverlässiger, das heißt, sie handeln weniger riskant“, erklärte Christian Klein, einer der Leiter der Studie. Bisher seien weniger als zwei Prozent des in Fonds investierten Geldes in nachhaltigen Fonds angelegt. „Wir beobachten jedoch, dass die Nachfrage von Jahr zu Jahr steigt“, sagte Klein.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat einen Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlagen herausgegeben, der in diesem Jahr in dritter Auflage erschienen ist. Geistlicher Ausgangspunkt der EKD ist dafür Luthers Auslegung der Zehn Gebote im Katechismus. Dort heißt es: „Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.“ Praktisch sieht der Leitfaden vor, etwa auf Geldanlagen in Unternehmen zu verzichten, die an Rüstungsgeschäften beteiligt sind, die Kinderarbeit tolerieren oder Menschen unter unwürdigen Arbeitsbedingungen beschäftigen, die Tabakprodukte oder Spirituosen produzieren. Auch Staaten, die etwa die Menschenrechte einschränken, sollten bei Investitionen gemieden werden. Bevorzugen sollten Anleger stattdessen etwa Unternehmen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern, die gute Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter weltweit schaffen oder die in allen Regionen den Bau von Schulen, Wasser- und Energienetzen fördern und umweltschonend arbeiten.

Müller von der KD-Bank zeigt sich überzeugt, dass sich langfristig die Unternehmen am Markt durchsetzen werden, „die ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell haben, die sich an Regeln und Gesetze halten und die Mitarbeitenden und Zulieferer anständig behandeln“. Falls Unternehmen das nicht täten, ergäben sich immense Risiken für Investoren. „Die negativen Kursentwicklungen von RWE, die die Energiewende verschlafen haben, und Volkswagen, die vom ‚Dieselgate-Skandal‘ erschüttert wurden, sind aus unserer Sicht eindrucksvolle Beispiele.“

Bei Investitionen in Aktien sollten die Anleger ihren Fokus nicht auf das schnelle Geld haben. Auch ist Gier ein schlechter Berater. Spekulationen, die das schnelle Geld, aber auch den schnellen Verlust bringen können, erteilt Sczepan – auch mit dem Fokus auf christliche Werte – eine Absage: „Reichtum und Besitz werden in der Bibel ja nicht verurteilt, sondern sogar mit dem Segen Gottes in Verbindung gebracht. Auf dieser Grundlage lehnen wir Spekulationsgeschäfte, hochriskante Geldgeschäfte oder Geschäfte auf dem Grauen Kapitalmarkt, der nicht der staatlichen Finanzaufsicht unterliegt, ab.“ Ihm persönlich helfe auch eine simple Weisheit: „Wer gute Geschäfte machen will, muss auf schlechte verzichten!“

Konsumieren oder investieren?

Einen Kredit aufzunehmen, kann dank der niedrigen Zinsen derzeit ein gutes Geschäft sein. Dies bedarf jedoch vorheriger Überlegungen. Ob eine Person einen Kredit erhält, hängt von ihrer Kreditwürdigkeit ab. Davon also, ob die Bank damit rechnen kann, dass der Kunde den Kredit mit seinen Vermögensverhältnissen zurückzahlen kann. Darüber hinaus fragen sich Kreditnehmer, in welchem Fall sie guten Gewissens einen Kredit aufnehmen können und damit in der Schuld einer Bank stehen. Müller von der KD-Bank sieht Geld als „ein Gestaltungsmittel“. Es komme darauf an, was die Kreditnehmer mit dem geliehenen Geld tun. Konsumieren oder investieren sie? Müller ist der Überzeugung, „dass jeder Euro, den wir in Altenheime, Krankenhäuser, Behinderteneinrichtungen oder Kindergärten investieren, gut investiert ist. Das gilt auch für Privatpersonen, wenn Kredite in die Ausbildung oder eine Immobilie investiert werden.“ Kritisch werde es, wenn der Konsum im Vordergrund stehe und vor allem dann, wenn die Kreditvergabe leichtfertig erfolge und der Kreditzins zu hoch sei oder verschleiert werde.

Auch Sczepan sagt, dass bei Konsumkrediten Vorsicht geboten sei. Denn während ein Anlass wie ein Urlaub rasch vorüber sei, müssten die Kreditnehmer die Schuldung manchmal über Jahre hinweg zurückzahlen. „Im Unterschied dazu können Privatpersonen Investitionskredite, die Werte erhalten oder neue Werte schöpfen, guten Gewissens aufnehmen“, wie etwa beim Kauf eines Eigenheimes. „Wenn die Beratung ergibt, dass der Kunde die finanzielle Belastung aller Voraussicht nach auf Dauer tragen kann, spricht nichts dagegen.“ In der Beratung zu Hypothekendarlehen sei in der aktuellen Niedrigzinsphase darauf zu achten, dass die Zinsen auf Dauer nicht so niedrig bleiben werden, sondern auch wieder steigen können. Deshalb müsse für die Anschlussfinanzierung seriös prognostiziert und auch ein Anstieg der Hypothekenzinsen einberechnet werden.

Weniger Spender, mehr Geld

„Als Christen kennen wir noch eine weitere Form der Geldanlage, die sich lohnt“, sagt Sczepan von Plansecur und zitiert sinngemäß den Fondsmanager Sir John Templeton: „Die beste Geldanlage mit der höchsten Rendite – in Form der Steuerersparnis – und dem geringsten Risiko ist Spenden.“

Es ist nicht bekannt, inwieweit sich die anhaltende Nullzinspolitik auf das Spendenverhalten der Deutschen auswirkt und dieses verändert. Die Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats, Daniela Felser, sagte gegenüber pro: „Zum Spendenverhalten der Deutschen in Bezug auf die Nullzins-Politik der EZB liegen uns keine validen Erkenntnisse vor.“ Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist das Spendenvolumen seit 2006 jährlich gestiegen – mit der Ausnahme der Jahre 2011 und 2012. Allerdings ist der Anteil der Spender an der Bevölkerung in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Für den Anstieg etwa von 2014 auf 2015 sind nicht vordergründig mehr Spender verantwortlich; die Spendenhäufigkeit und der durchschnittliche Betrag pro Spender sind gestiegen. Die Spendensumme insgesamt ist höher.

Diesen Anstieg bestätigten pro auch verschiedene große Spendenwerke. Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Brot für die Welt, Dieter Pool, sagt: „Die Menschen haben uns in den vergangenen Jahren mehr gespendet, in Jahren mit einer Katastrophe sogar deutlich mehr, wie zum Beispiel 2015 beim Erdbeben in Nepal.“ Ein weiteres Ereignis, das für das gute Spendenjahr verantwortlich sein kann, ist die Flüchtlingskrise. Auch das Spendenvolumen der Christoffel-Blindenmission (CBM) hat sich im Vergleich zu 2014 erhöht. Einen Zusammenhang mit der Zinsentwicklung der vergangenen Jahre habe die Organisation jedoch bisher nicht hergestellt, sagte CBM-Pressesprecherin Esther Dopheide.

Gute Zeiten für Kirchenbau

Die aktuelle Situation auf dem Finanzmarkt ist für Gemeinden, die beispielsweise neu bauen oder umbauen wollen, optimal. „Das Umfeld für Investitionen ist sehr günstig“, sagt Müller. Dabei gehe es nicht nur um den Neubau, sondern häufig auch um die energetische Sanierung von kirchlichen Immobilien. „Für diese Zwecke können häufig noch Fördermittel eingesetzt werden, was die Finanzierung weiter verbilligt.“ So lasse sich anvertrautes Kapital gut in die Zukunft investieren.

In der Bibel gibt es das Gleichnis von den anvertrauten Talenten, die sich vermehren, wenn man sie richtig einsetzt und anlegt. Mit den derzeitigen Zinsen lässt sich das Geld durch konservative, feste Anlagen schwer vermehren. Inwieweit hat die aktuelle Situation auch eine geistliche Dimension und Herausforderung? Mit einem Augenzwinkern sagt Müller: „Wir stehen kurz vor dem Jubiläumsjahr der Reformation und nach 500 Jahren haben wir es nun endlich geschafft, der Forderung von Martin Luther zu entsprechen und den Zinswucher abzuschaffen.“ So einfach sei es natürlich nicht. Jedoch biete die aktuelle Situation auch die Chance für Privatpersonen, die Kirchen und den Staat, günstig in sinnvolle Projekte zu investieren. „Nicht mit dem Ziel, die Gewinne zu maximieren, sondern das Gemeinwohl zu stärken.“ Müller wünscht sich, „dass auch unsere Politik angesichts der extrem günstigen Situation etwas mutiger wäre, in Bildung, Integration und die soziale Infrastruktur in unserer Gesellschaft zu investieren“. Das wären „nachhaltige Investitionen im besten Sinne“, die „Talente“ seien dafür vorhanden. (pro)

Dieser Text stammt aus der Ausgabe 5/2016 des Christlichen Medienmagazins pro. Dies können Sie kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915151, via E-Mail an info@pro-medienmagazin.de oder online.

Unternehmer Andreas Mankel: Mit voller Energie (pro)

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Von: Martina Blatt

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