Den Luther von Playmobil gibt es nun. Wo bleiben die Wartburg und Katharina von Bora, fragen sich Fans
Den Luther von Playmobil gibt es nun. Wo bleiben die Wartburg und Katharina von Bora, fragen sich Fans

Playmobil-Luther nach 72 Stunden ausverkauft

Am Freitag hatte Playmobil seine Luther-Figur vorgestellt, und schon am Montag war sie ausverkauft. Nun fordern Fans Nachschub – und Zubehör. Der Mini-Luther soll eine Wartburg und eine Katharina von Bora zur Seite gestellt bekommen, fordern viele.

Zum 500. Jahrestag der Reformation im Jahr 2017 hatte die Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg zusammen mit der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) einen „Kleinen Martin Luther“ bestellt. Playmobil lieferte 34.000 Stück, doch die waren nach nur 72 Stunden ausverkauft.

Gedacht war die Spielfigur, die mit Bibel, Schreibfeder, Mantel und einer Kappe ausgestattet ist, als Werbeträger für „religiös-spirituelle Kulturreisende“, die Deutschland besuchen. Als „Reformationsbotschafter“ bezeichnete DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer den Mini-Luther nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Nach Schätzungen der Zentrale für Tourismus zählen 3 bis 5 Prozent der Deutschland-Besucher, die 2014 für 75,5 Millionen Übernachtungen in deutschen Hotels sorgten, zu diesen Reisenden. In der Packung zum Playmobil-Luther lag daher ein Informationsblatt über die 35 wichtigsten Stationen im Leben Luthers bei.

Die 7,5 Zentimeter große Figur schlägt alle Rekorde im Hause Playmobil, das zum Spielzeughersteller Geobra Brandstätter mit Sitz in Zirndorf bei Fürth gehört. „Das ist das absolut Schnellste, was wir je erlebt haben“, sagte Playmobil-Sprecherin Anna Ermann der FAZ. Von einer Albrecht-Dürer-Figur, welche ebenfalls die Tourismusbranche in Auftrag gegeben hatte, verkauften sich 80.000 in drei Jahren.

Vorfahrt für Luther in der Playmobil-Fabrik

Bislang hat die Figur für einen Umsatz von 80.000 Euro gesorgt. Sie war bislang nur in den Nürnberger Tourist-Informationen und in einigen Museen für 2,39 Euro erhältlich. Die Nachfrage hält an. Bei ebay werden Playmobil-Luther-Figuren für mehr als das Zehnfache gehandelt. Die Nürnberger Congress- und Tourismuszentrale hat noch einmal 50.000 Stück geordert.

Playmobil hat deswegen den Produktionsplan geändert: So manche Ritter- oder Bauarbeiterfigur wird wohl später das Werk verlassen, Vorfahrt hat Luther. Die Produktionsstätte in Malta, wo der Playmobil-Luther gefertigt wird, könne eine Nachproduktion bis Ende April liefern, erklärte das Unternehmen.

Auf Facebook wurde mittlerweile eine Petition ins Leben gerufen. Die Aufforderung an den Hersteller lautet, eine Mini-Wartburg und eine Katharina von Bora dem kleinen Luther an die Seite zu stellen. Es fehle die Spielfreude, wenn Luther alleine sei. Die Gruppe hat bereits über 800 „Gefällt mir“-Klicks bekommen. (pro)

Von: js

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