Auch Privatpersonen nutzten vermehrt Kirchenbanken zur Geldanlage
Auch Privatpersonen nutzten vermehrt Kirchenbanken zur Geldanlage

Größte Kirchenbank Deutschlands entsteht

Die Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG (EDG/Kiel) und die Evangelische Kreditgenossenschaft (EKK/Kassel) wollen sich zur größten Kirchenbank Deutschlands zusammenschließen. Größere Kreditspielräume seien bei der dann angepeilten Bilanzsumme von acht Milliarden Euro möglich.

In einer Generalversammlung Ende Juni werden die Mitglieder der beiden fusionierenden Banken endgültig über den Zusammenschluss der beiden Banken zur Evangelischen Bank eG abstimmen. Hilfe erhalten die Institute vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Der Verband sichert die Risiken mit einer Bürgschaft über 139 Millionen Euro ab. Dies sei lediglich eine Vorsichtsmaßnahme. Keine der beiden Banken sei in der Not, Sicherungsmittel zu beantragen, zitiert die Zeitung Die Welt den Sprecher des EKK-Vorstandes, Thomas Katzenmayer.

Gründe für die Zusammenlegung seien die aktuelle Niedrigzinsphase, größerer Wettbewerb und steigende gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen. Zudem gebe wegen Zusammenschlüssen in Kirche und Diakonie mehr und komplexere Einrichtungen, die größere Kreditspielräume benötigen, sagte Katzenmayer.

Derzeit gibt es etwa zehn Kirchenbanken in Deutschland – katholische wie evangelische. Kunden sind Kirchen und diakonische Einrichtungen, die dort einen Großteil ihres Geldes anlegen. Aber auch bei Privatpersonen werden kirchliche Banken immer beliebter. Das könnte mit deren besonderen ethischen Maßstäben bei der Geldanlage zusammenhängen. Anlagen bei Unternehmen, die mit Rohstoffen oder Rüstungsgütern handeln, kommen für die EKK zum Beispiel nicht in Frage. Auch Staatsanleihen aus den USA tätigt die Bank nicht, da es dort die Todesstrafe gibt. Die meisten Kirchenbanken sind Genossenschaften und gehören dem Volksbanken- und Raiffeisenverbund an. (pro)

Von: sz

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