Intersport-Chef Klaus Jost (rechts, hier zusammen mit Vorstand Kim Roether) wünscht sich mehr christliche Werte im Unternehmensalltag
Intersport-Chef Klaus Jost (rechts, hier zusammen mit Vorstand Kim Roether) wünscht sich mehr christliche Werte im Unternehmensalltag

Intersport-Chef Jost: „Die Bibel ist meine Basis“

Klaus Jost ist Chef von Intersport Deutschland und Präsident von Intersport International. Er ist einer der mächtigsten Männer der Sportartikelbranche – und er ist Christ. Als Unternehmer versucht er, christliche Werte im Geschäftsalltag zu leben.

Angefangen habe alles mit einer Bilder-Bibel, die er als Kind immer angeschaut habe, sagte Klaus Jost im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Später war der Unternehmer beim Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC) und in einer evangelischen Gemeinde aktiv. „Ich versuche, mich einzubringen, nehme an Hauskreisen teil und halte Vorträge zu religiösen Themen“, erklärte er.

Jost ist seit 13 Jahren im Vorstand von Intersport und Chef von rund 20.000 Mitarbeitern. Der christliche Glaube ist die Basis von Jost‘ Arbeit. Er hilft dem Vater von fünf Kindern dabei, faire Entscheidungen zu treffen und Belastungen auszuhalten. „Manche Probleme nehme ich auch mit ins Gebet und hoffe auf Lösungen“, sagte Jost. Rückblickend sei er überzeugt, dass Gott ihn richtig geführt habe.

Idealbild hanseatischer Kaufmann

Der Unternehmer glaubt daran, dass die Glaubensinhalte Grundlage für ein gutes Miteinander sind, auch im Geschäftsleben: „Jeder Mensch will eine gerechte und gute Welt. In der Bibel mit ihren Zehn Geboten steht alles drin, was es dafür braucht. Das ist meine Basis.“ Die Bibel sei ein guter Maßstab für den harten Geschäftsalltag, denn es gehe darin auch um Verbote und um das Nein sagen. Jost versucht, mit seinen Mitarbeitern rücksichtsvoll umzugehen: „Ich gewähre gern eine zweite Chance. Wenn jemand zum Beispiel am Limit ist, drücke ich ihm nicht noch mehr auf.“

Im Interview kritisierte Jost, dass christliche Werte im Wirtschaftsleben immer unwichtiger würden. Das Idealbild des hanseatischen Kaufmanns, das auf dem Christentum basiere, würde von Unternehmern immer seltener gelebt. Ein gutes Jobangebot von einem Handelskonzern habe er deshalb ausgeschlagen.

Expansion nach China

Die Genossenschaft Intersport sei mit einer großen Familie vergleichbar. Die Hälfte der rund 1.000 Mitglieder in Deutschland kennt Jost persönlich. Fast alle sind Familienunternehmer. „Manche Einzelhändler sind schon in der dritten Generation Mitglied bei uns. Das verbindet“, sagte er. Von der Weltmeisterschaft in Brasilien im Juni erwartet Jost einen Umsatzschub: „Die Menschen kaufen Trikots und Fanartikel, die Kids wollen die neuesten Fußballschuhe. Und zwar in allen Ländern.“

In den kommenden fünf Jahren will er die Präsenz von Intersport in China stärken und 150 neue Geschäfte eröffnen. Das sei Erfolg versprechend, denn seit den Olympischen Spielen in Peking 2008 hätten die Chinesen den Sport für sich entdeckt. (pro)

Von: sz

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