In einer SWR-Reportage berichtet Windkraft-Pionier Joachim Fuhrländer über sein Scheitern
In einer SWR-Reportage berichtet Windkraft-Pionier Joachim Fuhrländer über sein Scheitern

Unternehmer Fuhrländer: „Ich habe mich schuldig gefühlt“

Er gilt als Pionier in der Nutzung von Windkraft. Seine Erscheinung ist einprägsam. 2012 musste er mit seiner Firma Konkurs anmelden. Der Unternehmer Joachim Fuhrländer erzählt in einer SWR-Reportage über seinen christlichen Glauben, seine Motive als Unternehmer und seinen Umgang mit dem Scheitern.

Aus der Dorfschmiede des Vaters formte Joachim Fuhrländer im Westerwald ein Unternehmen, das Windkraftanlagen in die ganze Welt verkaufte. 2012 geriet die Firma in eine finanzielle Schieflage und musste schließlich Konkurs anmelden, berichtet der Fernsehsender SWR in der Reportage „Aufstieg und Fall des Joachim Fuhrländer“, ausgestrahlt am vergangenen Sonntag.

Zu bester Zeit beschäftigte das Unternehmen rund 700 Mitarbeiter. Im Zuge der Finanzkrise seien dann Aufträge geplatzt und die Banken hätten sich zurückgezogen, berichtet der Fernsehsender. „Anfangs hatte ich Angst vor Menschen, ihnen zu begegnen. Weil ich mich schuldig fühlte, weil ich versagt hatte, weil meine Ideen nicht funktioniert haben“, erzählt Fuhrländer von der Zeit nach der Firmenpleite.

Glaube half, mit dem Scheitern fertig zu werden

Sein tief verwurzelter Glaube helfe ihm, mit dem Scheitern der Firma fertig zu werden, folgert der Redakteur, der den Unternehmer portraitiere. Fuhrländer verbindet eine enge Freundschaft mit dem ehemaligen Missionar und CVJM-Sekretär Fritz Pawelzik. Die beiden engagierten Christen hatten sich bei einem sozialen Projekt kennengelernt.

„Ich kann nicht ‚Nein‘ sagen. Ich kann auch keine Menschen entlassen. Das fällt mir sehr, sehr schwer“, erzählt Fuhrländer im Interview. Er hatte sich über Jahre als sozial engagierter Unternehmer einen Namen gemacht. Der Unternehmer sei „zu sozial“ gewesen, lautete ein Vorwurf nach der Pleite, berichtet der Sender. Mit rund 150 Auszubildenden unterhielt die Firma deutlich mehr Ausbildungsplätze als Unternehmen gleicher Größe. Der Unternehmer ist nach wie vor für die Erhaltung der Umwelt engagiert. „Wir haben nur diese eine Schöpfung und dafür haben wir eine Verantwortung“, bilanziert Fuhrländer, der als Referent bei Umweltorganisationen tätig ist. (pro)

Von: nob

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